„Das Freiburger Weltwunder“ – Buchvorstellung der neuen Bände über das Freiburger Münster im Augustinermuseum

Bedächtig schauten die Münsterfiguren in der Skulpturenhalle auf das Publikum und was mögen sie wohl über die Bücher des Münsterbauvereins gedacht haben. Das bleibt ungewiss, gewiss ist jedoch die bis auf den letzten Platz gefüllte Veranstaltung. Das Münster ist nicht nur das Markenzeichen Freiburgs, sondern auch vielen Bürgern das Liebste in der Stadt. Das zeigt sich an der Besucherzahl der Ausstellung „Baustelle Gotik“, rund 90 000 Besucher waren es, verriet der Leiter der Städtischen Museen Georg Kalchthaler. Auch die Hörsäle der Vorlesungsreihe der Samstags-Uni zum Thema Münster platzten aus allen Nähten, berichtete der Kunsthistoriker Hans W. Hubert. Und so hat auch die Schriftenreihe des Münsterbauvereins großen Zuspruch. Diese seien „fachlich fundiert und gut lesbar“, betonte der Vorsitzende  Sven von Ungern-Sternberg, bevor die Bücher im Einzelnen präsentiert wurden.
In den Band „Freiburger Münster – Kunstwerk und Baustelle“ führten die Herausgeber Hubert und Kalchthaler ein. Darin werden von Fachleuten die Bereiche Kunst-, Kultur- und Architekturgeschichte, Geschichte, Mediävistik, Theologie, Musikwissenschaft, Bau- und Ingenieurwesen aus den verschiedensten Blickwinkeln erläutert.
Günther Misenta hat ein unterhaltsames „Münsterquiz“ verfasst. Mittels der 100 Fragen und Antworten kann jeder Leser zum Münster-Experten werden.
Kunsthistorikerin Heike Mittmann veranschaulichte die „Die Chorkapellen“ mit vielen Beispielen und Geschichten über die Stifter, wie die des Hochschullehrers Konrad Stürzel. Und vielleicht staunten dann auch die Münsterfiguren über die enormen Summen, die Stürzel einst stiftete.