Buchpräsentation »Verloren im Niemandsland« am 21. November in Freiburg

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1,2 Millionen Kinder und Jugendliche wurden zwischen 1949 und 1975 in deutschen Kinderheimen Opfer von Gewalt. Clemens Maria Heymkind ist einer von ihnen. Jetzt, im Alter von 50 Jahren, hat er den Mut, seine Erlebnisse öffentlich zu machen. Unter Pseudonym schreibt er gegen das Vergessen von Leid an, klärt über die Demütigungen in einem katholischen Heim sowie das Wegschauen von Behörden auf. Seine berührenden Schilderungen machen deutlich, wie ungerechte Erziehungsmethoden und Gewalt eine Seele verletzen können. Für viele Betroffene ist eine Vergangenheitsbewältigung nur schwer möglich. Clemens Maria Heymkind ist der Schritt in ein besseres Leben gelungen. Die Aufnahme in das Pestalozzi-Kinderdorf und die Waldorfschule Wahlwies waren dafür der Anfang: »Die Lebenshaltung der Anthroposophen bescherte mir die erste dauerhafte positive Erfahrung meines Lebens.«

Veranstaltungsinfo:

Am:   Samstag, 21. November 2015, 20 Uhr
Im:     Musiksaal der Freien Waldorfschule St.  Georgen, Bergiselstraße 11,
          79111 Freiburg
Mit:    Clemens Maria Heymkind
          Sabine Frigge, Herausgeberin »Rombach Biografien«
          Natascha Schopp, musikalische Umrahmung (Klavier/Gesang)

Eintritt frei.

www.heymkind.de

Buchinformationen.

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Die Kunst des Kunstlosen – eine Ästhetik der Deutlichkeit von Davide Giuriato

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Deutlich und deswegen kunstlos? Nein, konstatiert Davide Giuriato in seiner kürzlich erschienenen Monographie »›klar und deutlich‹. Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert«. Der Germanist rekonstruiert die Grundlagen einer Ästhetik der Deutlichkeit. Am Beispiel der Schriften Georg Büchners und Adalbert Stifter etabliert er sie als eines der Paradigmen moderner Literatur.
Klarheit und Deutlichkeit wurden bisher auf ihre logische Seite reduziert. Dunkelheit hingegen gilt als Merkmal moderner Kunst. Giuriato stellt beides anhand naturwissenschaftlich inspirierter Autoren in Frage. Die Irritation, die von deren Werken ausgeht, liegt gerade an ihrer übermäßig klaren Wirkung. Denn eine detaillierte Darstellung produziere wiederum unerwartete Rätsel.

Davide Giuriato, geb. 1972, ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Zürich.

Leseprobe.

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Davide Giuriato
»klar und deutlich«
Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert
Reihe Litterae Band 211
404 S., geb. 15,4 x 22,8 cm
58,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9797-6

»Die Schöpfung“ – musikalische Lesung mit Wolfgang Weyers und Igor Kamenz

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Samstag, 3.10.2015
Literaturhaus Berlin, Kaminzimmer
Fasanenstr. 23, 10719 Berlin
19 Uhr
Eintritt: 5 Euro

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Die Geschichte der Schöpfung vom “Urknall” bis in die Gegenwart wird in Versform von Wolfgang Weyers vorgetragen. Der Rhythmus der Strophen reflektiert die Ordnung, Dynamik und Vielfalt in der Schöpfung. Igor Kamenz begleitet die Lesung musikalisch am Klavier.
Details zum Buch.

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Igor Kamenz, (c) Mat Hennek                                       Wolfgang Weyers

Wolfgang Weyers ist Dermatopathologe und Dozent für Dermatologie in Freiburg. Neben wissenschaftlichen Publikationen und mehreren Büchern zur Medizingeschichte, die in englischer Sprache erschienen sind, hat er bei Rombach das Fabel-Epos für Kinder und Erwachsene, »Der Auszug der Lamuca« (2009), sowie eine Biografie des Dichters Friedrich Rückert »Der große Zauberer« (2014) publiziert.

Igor Kamenz, geboren in Chabarowsk, dirigierte schon mit sieben Jahren die Nowosibirsker Philharmoniker und als Neunjähriger das Bolschoi-Orchester in Moskau. Nach seiner Ausreise nach Deutschland im Jahre 1978 war er Schüler von Sergiu Celibidache und Vitaly Margulis. Kein anderer Pianist gewann mehr erste Preise bei internationalen Wettbewerben als Igor Kamenz. http://igorkamenz.com/