Autor Clemens Maria Heymkind zu Gast in der VHS-Reihe „Schwarze Pädagogik“ am 3. Juni 2016 in Calw

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Über eine Million Kinder wurden zwischen 1949 und 1975 in konfessionellen und staatlichen Einrichtungen Opfer von Gewalt. Viele kämpfen bis heute mit den Folgen. Einer von ihnen ist Clemens Maria Heymkind. Aus Rücksicht auf seine Familie hat er dieses Pseudonym gewählt. In »Verloren im Niemandslanerzählt der 50-Jährige von seinen schmerzhaften Erlebnissen: Jahrelang wurde er in einem von Franziskanerinnen geführten Kinderheim seelisch gequält, sexuell missbraucht und körperlich misshandelt. Jetzt fordert er Aufklärung, Aufarbeitung und schreibt mit dem Buch gegen das Vergessen von Leid und Unrecht an. Weiterlesen.

Veranstaltungsinfos:
3. Juni 2016, von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Calw, Haus Schüz, Marktplatz 30, 75365 Calw
Der Abend wird musikalisch von Natascha Schopp am Klavier begleitet.
Eintritt frei.

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Clemens Maria Heymkind
Verloren im Niemandsland
Autobiografische Erzählung eines Heimkindes
Rombach Biografien Band 14
228 S., Pb., € 16,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5127-5
Auch als E-Book.

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Literaturwissenschaftler Herbert Zeman erhält den Herbert Tumpel-Preis 2016 für sein Grundlagenwerk „Literaturgeschichte Österreichs“

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Den mit 7 000 Euro dotierten, diesjährigen »Herbert Tumpel-Preis« für herausragende wissenschaftliche Arbeiten erhält Herbert Zeman für die von ihm herausgegebene Literaturgeschichte Österreichs von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart. Der 850 Seiten starke Band gibt den neuesten Forschungsstand wieder. Das Werk erscheint in der zweiten Auflage und wurde gegenüber der ersten Auflage von 1996 vollständig aktualisiert und erweitert. Neu sind die Kapitel zur Literatur des Spätmittelalters, der Ersten Republik, der Exilliteratur und der beginnenden Zweiten Republik. Die Ausführung der weiteren Kapitel wurde ergänzt und mit Werkinterpretationen versehen.

Herbert Zeman, Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008), lehrte an den bedeutendsten Universitäten aller Kontinente und beeinflusste mit seinen zahlreichen Publikationen die Entwicklung der von ihm vertretenen Lehre und Forschung richtungweisend.

Die Preisverleihung fand am 26. April im Rahmen der Vergabe der Theodor Körner Preise in der Universität Wien statt. Die Lautatio hielt NEWS-Kulturchef Heinz Sichrovsky.

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Rezension zu »Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte in der Neuzeit«

US_Freiburg_Neuzeit_U1_01Das von Christiane Pfanz-Sponagel, Heinrich Schwendemann und Hans-Peter Widmann herausgegebene Werk beschäftigt sich mit der Geschichte Freiburgs in den vergangenen 500 Jahren. Die geschichtliche Entwicklung der Stadt ist von den habsburgischen Herrscherfiguren am Historischen Kaufhaus über das wiederaufgebaute Stadtbild bis hin zu den Stolpersteinen zur Erinnerung an die Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten noch heute allgegenwärtig.

Das thematische Spektrum der Sammelband-Beiträge reicht vom Bauernkrieg und der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert über die vorderösterreichische, französische und badische Zeit bis hin zu den beiden Weltkriegen und dem Wiederaufbau der Stadt im 20. Jahrhundert.

 

Eine Rezension zum Sammelband findet sich hier.

Rezension zu Dieter H. Kollmer (Hg.): Militärisch-Industrieller Komplex? in: FAZ, 5. Januar 2016

9783793098089Rüstungsbeschaffung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg wird kontrovers diskutiert. Aufgedeckte Fehlentwicklungen und Missstände bei der Beschaffung von Rüstungsgütern für die Bundeswehr schrecken die deutsche Öffentlichkeit immer wieder auf. Dabei werden in den Diskussionen häufig Argumentationsmuster und Begriffe aus der Zeit des Kalten Krieges verwendet, die auch damals schon nur bedingt der Realität entsprachen. So ist zum Beispiel der weithin bekannte Begriff des „Militärisch-Industriellen Komplexes“ für die Verhältnisse in Deutschland bis zum heutigen Tag unpassend. In elf Beiträgen, die laut Rezensent Werner Rahn “gut belegt und leicht zugänglich” sind, werden die unterschiedlichen Ausprägungen und Formen der Rüstungsgüterbeschaffung durch die wichtigsten staatlichen Akteure während des Ost-West Konfliktes multiperspektivisch und international vergleichend beleuchtet. Damit biete der Sammelband überzeugende Forschungsergebnisse und sei “ein wertvoller Beitrag für Politik und Wissenschaft”, so das Fazit Werner Rahns.

 

Rezension: Werner Rahn: Dieter H. Kollmer (Hg.): Militärisch-Industrieller Komplex? Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg, Freiburg i.Br. 2015, in: FAZ, 5. Januar 2016, Nr. 3.

Rezension zu Jürgen Hillesheim (Hg.): »Verfremdungen«, in: Zeitschrift für Theaterpädagogik 2014

9783793097181Das von Jürgen Hillesheim herausgegebene Buch Verfremdungen untersucht ein Phänomen Bertolt Brechts in der Musik, das eng an das Schaffen des Autors und Stückeschreibers heranführt. »Verfremdung« ist als eine zentrale Kategorie der Ästhetik Brechts untrennbar verbunden mit Theorie und Praxis seines Epischen Theaters, weist aber zugleich lange Traditionslinien in der Musikgeschichte auf. Die Beiträge des Bandes gehen diesen Spuren nach und fokussieren »Verfremdungen« vor musikalischem Hintergrund im Schaffen Brechts, aber auch in der Musikgeschichte. Komponisten, die mit ihm zusammenarbeiteten, sind gleichfalls Gegenstand von Untersuchungen. Indem der Sammelband mit dieser auch historischen Ausrichtung die breite Wirkkraft dieses produktions-philosophischen Begriffs aufzeige, gelinge ihm “etwas Vorzügliches”, so der Rezensent Gerd Koch.

 

Rezension: Gerd Koch: Jürgen Hillesheim (Hg.): Verfremdungen, Freiburg i.Br. 2013, in: Zeitschrift für Theaterpädagogik 2014.

Rezension zu Sven von Ungern-Sternberg (Hg.): »Naturschutz in Baden«, in: Freiburger Universitätsblätter 2016

BadHeimat_Naturschutz_DRUCK.inddDie wechselhafte Geschichte des Naturschutzes in Baden wird in dem von Sven von Ungern-Sternberg herausgegebenen Band Naturschutz in Baden. Geschichte – Probleme – Perspektiven umfassend dargestellt und von den Anfängen bis zur Gegenwart in den wichtigsten Entwicklungen nachgezeichnet. In ihrer Rezension geht Eva Opitz detailliert auf die unterschiedlichen Beiträge des Buches ein und betont, wie schnell sich der interessierte Laie einen Überblick verschaffen könne über die historischen Entwicklungen des Naturschutzes. Die Rezensentin hebt abschließend hervor, dass die in diesem Werk vergegenwärtigte Vergangenheit “ein wichtiger Puzzlestein im Naturschutzgeschehen vom 19. Jahrhundert bis heute” seien.

 

Rezension: Eva Opitz: Sven von Ungern-Sternberg (Hg.): Naturschutz in Baden. Geschichte – Probleme – Perspektiven, Freiburg i.Br. 2015, in: Freiburger Universitätsblätter Heft 211/1 (2016), S. 190-191.

Friedrich Rückert zum 150. Todestag: Lesung und Konzert in Freiburg am 3. Mai

Friedrich Rückert (16. Mai 1788 – 31. Januar 1866) gehörte im 19. Jahrhundert zu den bekanntesten deutschsprachigen Dichtern. Heute ist er allenfalls als Verfasser der von Gustav Mahler vertonten »Kindertotenlieder« bekannt. Zum 150. Todestag des großen Dichters veranstaltet das Studium Generale der Freiburger Universität einen musikalisch-literarischen Abend. Thematischer Schwerpunkt sind dabei die rege rezipierten Kindertotenlieder und wie auch Leben und Werk Rückerts.

Wolfgang Weyers liest aus seiner Rückert-Biografie Der große Zauberer.
Igor Kamenz am Klavier mit Stücken von Gustav Mahler, Franz Schubert und Robert Schumann.
Dienstag, 3. Mai, 19 Uhr, im Haus zur Lieben Hand, Löwenstr. 6. Eintritt frei.

www.studiumgenerale.uni-freiburg.de

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