Rezension zu Thorsten Loch / Markus Vette (Hg.): Potsdam ist geschlagen. In: Märkische Allgemeine vom 12.07.2016

In 172 Briefen an seine Eltern übermittelte der junge Leutnant Friedrich Clauson von Kaas seine Eindrücke aus dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71. Die Herausgeber ordnen das Erleben und Erinnern des jungen Offiziers kritisch in die bestehende Überlieferung zumeist prominenterer Zeitgenossen ein. Sie analysieren und kommentieren die militärische wie auch die persönliche Alltagsgeschichte.

Das Buch sei ein mehrfacher Glücksfall, urteilt der Rezensent Rüdiger Braun in der Märkischen Allgemeinen. Es illustriere die Mentalität des preußischen Adels und sei „ein einmaliges Dokument deutscher Befindlichkeit im späten 19. Jahrhundert“.

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9783793098201

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Lyrik hilft! Von der Form zur Verarbeitung

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Nach 13 Jahren geht sie ohne Vorwarnung aus seinem Leben, nimmt die beiden Kinder mit. Ihre Liebe ist am Ende, seine nicht. Manch einem bleiben gerade in dieser Situation die Worte weg. Nicht so Raimund Reimar. Der Name ist ein Pseudonym, das bewusst jenes Pseudonym aufnimmt, das einst der Dichter Friedrich Rückert (Freimund Reimar) wählte. Gleich dem bekannten Vorbild, zeichnet Reimar sein Leben in Versen nach. Das Schreiben hilft ihm dabei, die »Geschiedene Liebe« zu verarbeiten. Alle Phasen der Beziehung durchleuchtet er in dem gleichnamigen Lyrikband: Von der ersten Verliebtheit, Heirat, Geburt der Kinder, Verlassenwerden bis zum Schmerz der Einsamkeit. Die verschiedenen Etappen der Beziehung drückt der Autor in unterschiedlichen Versformen aus. Ritornelle stehen für Zeiten des Schocks, in den Sonetten zeigen sich Schmerz und Hilflosigkeit, Stanzen sprechen von Lust und Glück, Alexandriner zeugen von Reflexion.
Der Künstler Harald Herrmann setzt die lyrischen Formen mit vielfältigen Stilmitteln in Bilder um.

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Harald Hermann, geb. 1954 in Wolfach/Schwarzwald, lebt als frei schaffender Künstler in Freiburg. Seine Zeichnungen, Gemälde, Raumbilder werden seit über 30 Jahren im In- und Ausland ausgestellt. Weitere Informationen: www.harald-herrmann.de

Raimund Reimar
Geschiedene Liebe
Gedichte
Mit Bildern von Harald Herrmann
223 S., Klappenbroschur
18,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-5147-3

Erstmals veröffentlicht: Briefe von Marie von Thurn und Taxis-Hohenlohe an Hugo von Hofmannsthal

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Der sehr persönliche Dialog zwischen Hugo von Hofmannsthal und Marie von Thurn und Taxis-Hohenlohe ist jetzt erstmals gesammelt veröffentlicht. Der Briefwechsel umfasst 102 Nachrichten, Briefe und Postkarten aus den Jahren 1903 bis zum Tod des Dichters im Jahr 1929. Sämtliche Briefe der Fürstin sind bislang unveröffentlicht. Dabei werden alle Dokumente ungekürzt wiedergegeben und von Klaus E. Bohnenkamp textkritisch aufbereitet und kommentiert. Ein Brief-, Werk- und Personenverzeichnis ermöglicht eine schnelle Orientierung.
Eine biografische Skizze der Fürstin leitet in die Briefedition ein. Die Fürstin akzeptierte Hofmannsthal als Mensch und Dichter vorbehaltlos und ermöglichte ihm den Zugang zur Hocharistokratie, den er von Jugend an gesucht hatte. Das Werk wirft neue Schlaglichter auf beider Leben und Schaffen. Dabei wird zugleich das Beziehungsgeflecht einer geistig-politischen Elite des alten Europas ausgeleuchtet.

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324 S., mit s/w Abb.,  38,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9848-5
E-Book, ISBN 978-3-7930-6047-5, 29,99 € (D)

Der Herausgeber:
KLAUS E. BOHNENKAMP, Dr. phil., Mitherausgeber der »Sämtlichen Werke« Rudolf Kassners, Mitarbeiter an der Kritischen Hofmannsthal-Ausgabe und Verfasser zahlreicher Editionen und Beiträge zur Deutschen Literatur und Klassischen Philologie.