Dem Kolorit der Dichtung auf der Spur: Farbsemantiken in moderner Prosa

Das Grün der Hoffnung, das Gelb der Eifersucht – Farben sind immer schon mit Bedeutung aufgeladen und dienen als symbolträchtige Beschreibungsdispositive. Dass dies kein bloßes Phänomen der Populärkultur ist, beweist der u.a. von Cornelia Zumbusch herausgegebene Sammelband Die Farben der Prosa. Unter Rückgriff auf Hegel und andere Theoretiker des Roman, der Bildenden Künste und der Fotographie widmen sich die Einzelbeiträge den Farbsemantiken literarischer und nichtliterarischer Prosa des 19. und 20. Jahrhunderts. Zentral ist dabei die Hypothese, dass die Texte über Chromatiken nicht nur ihren Bezug zur Wirklichkeit, sondern auch ihre eigene prosaische Verfasstheit reflektieren. Insbesondere das Verhältnis von Prosa und Poesie wird über das „Kolorit der Dichtung, das die Stilqualitäten des sprachlichen Ausdrucks betrifft“, thematisiert, so die Herausgeber. Anknüpfungspunkte für die enge Verbindung von Dichtung und Bildkunst finden sich bereits bei der antiken Rhetorik in der Nachfolge des Horaz’schen ut pictura poesis.

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Eva Eßlinger / Heide Volkening / Cornelia Zumbusch (Hg.)
Die Farben der Prosa
Litterae Band 221
336 S., 9 Farbabb., geb.
58,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9851-5

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