Lexikon der Literatur Österreichs – zweiter Band soeben erschienen

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Der zweite Band des Bio-bibliografischen Lexikons der Literatur Österreichs umfasst die Buchstaben Bi–C. Die Artikel sind auf dem neuesten Forschungsstand. Namhafte Autoren wie Max Brod, Hermann Broch, Elias Canetti, Konrad Celtis oder Paul Celan sind in ausführlicher Weise dargestellt.
Das von Herbert Zeman herausgegebene Werk beinhaltet alle Autoren, die innerhalb der jeweiligen Grenzen Österreichs vom Mittelalter bis zur Gegenwart gewirkt haben. Das Grundlagenwerk umfasst acht Bände, die bis 2023 erscheinen. Literaturwissenschaftler ebenso wie interessierte Leser erhalten einen fundierten Einblick in die gesamte österreichische Literaturlandschaft. Dokumentiert werden zudem literarische Zeitschriften, Taschenbücher, Almanache und anonym publizierte Werke.
Das Lexikon beruht auf der Zusammenarbeit mit international angesehenen Spezialisten. Damit stößt es in wissenschaftliches Neuland vor, das datenmäßig erfasst wird und so auch zu weiterer literaturwissenschaftlicher Auseinandersetzung anregt. Mit diesem Umfang und dieser Dichte an biografischen und literaturgeschichtlichen Informationen geht das Nachschlagewerk weit über alle bisher publizierten Handbücher hinaus.

Herbert Zeman, geb. 1940, Ordinarius für Neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008).

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Herbert Zeman (Hg.)
Bio-bibliografisches Lexikon der Literatur Österreichs
Band 2: Bi – C
526 S., geb.,€ 96,30 (D) / € 99,- (A)
ISBN 978-3-7930-9874-4

Hölderlin-Boom: Warum ist der ›alte Dichter‹ in der Neuen Musik so präsent?

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Die Forschung konstatiert einen »Hölderlin-Boom« in der Neuen Musik. Zahlreiche Komponisten waren von Hölderlins Gedichten aus dessen Zeit im Tübinger Turm und von seinen fragmentarischen Formen begeistert. Carolin Abeln geht diesem Phänomen in der Studie Sprache und Neue Musik auf den Grund.
Ausgehend von dieser erstaunlichen Präsenz des ›alten Dichters‹ in der Neuen Musik deutet Abeln die musikalische Hölderlin-Rezeption der 1970er bis 1990er Jahre als historisches, kulturelles und ästhetisches Phänomen. Sie zeigt anhand der konkreten Rezeptionsvoraussetzungen, der Charakteristika der ausgewählten Texte und der musikalischen Umsetzungen von Wilhelm Killmayer, Heinz Holliger, Wolfgang Rihm und Luigi Nono, weshalb gerade Hölderlin zur Projektionsfläche für zeitgenössische Interpretationen und zum Ausgangspunkt für eine Erneuerung der jahrhundertealten intermedialen Beziehung von Musik und Sprache werden konnte.
Carolin Abeln, Studium der Germanistik und Romanistik sowie künstlerische Ausbildung als Sopranistin in Freiburg und Trossingen; 2011 bis 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienkulturwissenschaft der Universität Freiburg.

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Carolin Abeln
Sprache und Neue Musik
Hölderlin-Rezeption bei Wilhelm Killmayer, Heinz Holliger,
Wolfgang Rihm und Luigi Nono
282 S., geb., € 58,00
ISBN 978-3-7930-9880-5

Hans Jonas` nachhaltige Wirkung auf ökopolitische Debatten – Kritische Ausgabe »Das Prinzip Verantwortung« erschienen

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Soeben ist die kritische Ausgabe von Das Prinzip Verantwortung in dem zweiten abschließenden Teilband Tragweite und Aktualität einer Zukunftsethik erschienen. Die Herausgeber Dietrich Böhler und Bernadette Herrmann präsentieren die Konkretion, die ökologisch-politischen, wirtschaftlichen und umweltethischen Anwendungen dieser weltweit rezipierten Ethik. Sie beleuchten auch die nachhaltigen Wirkungen auf die deutschen ökopolitischen Debatten.
In den 1980er und 1990er Jahren differenziert Jonas den zukunftsethischen Diskurs mit Managern, Soziologen, Politikern, Juristen, Theologen, Philosophen und Publizisten. Der gefragte Denker schärft das Bewusstsein der allgemeinen Mitverantwortung angesichts von Umweltkatastrophen, Klimawandel, atomarer Bedrohung, Massenflucht und Bevölkerungsexplosion. Führende Politiker buchstabieren seine Ethik. Die UN-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung leitet aus dem Prinzip Verantwortung den ökopolitischen Leitbegriff sustainable development ab. Von Richard v. Weizsäcker bis Joachim Gauck berufen sich die deutschen Bundespräsidenten immer wieder auf Hans Jonas als Kronzeugen einer verantwortlichen Erdpolitik. Die Umweltethik des deutsch-jüdischen Philosophen wirkt weiter.

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Herausgeber Dietrich Böhler ist Professor für Praktische Philosophie, Ethik und Theorie der Sozialwissenschaften (seit 2010 Emeritus an der Freien Universität Berlin) und verantwortlich für das »Hans Jonas-Zentrum e. V.«.

Weitere Informationen unter: http://hans-jonas-edition.de/

Hans Jonas
Das Prinzip Verantwortung
Zweiter Teilband: Tragweite und Aktualität einer Zukunftsethik
Herausgegeben von Dietrich Böhler und Bernadette Herrmann
878 S., geb., 78,00 €, ISBN 978-3-7930-9561-3
(Die kritische Gesamtausgabe ist nur geschlossen beziehbar.)

Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Künste

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Der Sammelband Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Künste fragt nach den Kommentierungen, Spiegelungen und Brechungen der »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« in Literatur, Publizistik, bildender Kunst, Musik und Film. Die Künste kommen dabei als wirkmächtige Medien der Erörterung eines bedrängenden welthistorischen Geschehens zur Geltung, dessen Folgen bis heute fortdauern.

Autoren wie Kurt Tucholsky, Georg Trakl, Wilhelm Klemm, Ernst Jünger, Ernst Toller oder Karl Kraus, aber auch Guillaume Apollinaire, Giuseppe Ungaretti oder Wilfred Owen, Antikriegsfilme wie »The Big Parade«, Arbeiten von Paul Klee, Reportagen von Philip Gibbs, Soldatenlieder und Kompositionen von Arnold Schönberg oder Alban Berg werden in den Artikeln erörtert.
Der australische Historiker Christopher Clark eröffnet den Sammelband mit Perspektiven zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs. Die weiteren Beiträger sind: Jörn Leonhard, Werner Frick, Achim Aurnhammer, Rolf G. Renner, Gesa von Essen, Joachim Grage, Barbara Korte, Angeli Janhsen, Hartmut Krones, Eckhard John und Thomas Koebner.

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Werner Frick / Günter Schnitzler (Hg.)
Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Künste
354 S., zahlr. Abb., Pb., 54,00 €
ISBN 978-3-7930-9829-4