Kulturgeschichte des Wolfs – Eine historische Analyse der Mensch-Wolf-Beziehung

Rainer Schöller legt die erste Kulturgeschichte des Wolfs vor. Eine längst überfällige Analyse in Zeiten von hitzigen Debatten um den Wolf. Fakt ist, so der Autor: „Wölfe stellten für den Menschen als Spezies nie eine wirkliche Existenzgefährdung dar.“ Warum wurde und wird dann mit aller Härte und Anstrengung gegen ihn vorgegangen? Wie entstand im Geltungsbereich des christlichen Glaubens die panische Angst vor dem Wolf, welche sich bis heute hält? Was wurde und wird dem Wolf nach anthropologischer Sichtweise angedichtet? Diese Fragen stehen im Zentrum des Buches. Anhand zahlreicher Textquellen wird die spannungsreiche Beziehung zwischen Tier und Mensch aufgezeigt. Die durchgehend negative Wertung des Wolfs wird zudem durch viele Beispiele aus der deutschen Sprache und Literatur belegt.

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RAINER G. SCHÖLLER, Dr. phil., geboren 1937 in Schweinfurt, Studium der Geschichte, Geografie und Germanistik, hauptamtlicher Dozent der Bayerischen Beamtenfachhochschule/Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen und Bibliotheksdirektor der Bayerischen Staatsbibliothek München.

Rainer Schöller
Eine Kulturgeschichte des Wolfs
Tierisches Beuteverhalten und menschliche
Strategien sowie Methoden der Abwehr
Reihe Ökologie, Band 10
684 S., zahlreiche Abb., Pb., 48,– €
ISBN 978-3-7930-9894-2