Rezension zu Lubkoll / Ohlschläger: Schreibszenen, in: Kleist-Jahrbuch 2017, 01/2018

Der Sammelband fokussiert unter den systematischen Gesichtspunkten »Kulturpraxis«, »Poetologie«, »Theatralität« an ausgewählten Beispielen die Schreibszene als eine Kontaktzone zwischen Autor, Schrift und Text.
Die Beiträge bestätigen eindrucksvoll „die Aussagekraft des von Campe und anderen geprägten Begriffes der Schreibszene für eine Literaturwissenschaft, die sich zugleich als Analyse kultureller und sozialer Praktiken versteht“, unterstreicht Achim Geisenhanslüke in einer Rezension. Dem Begriff Schreibszene gelänge die „Öffnung eines Raums, in dem Sprachkritik, Technologie und Körperlichkeit der Schrift gleichermaßen zum Ausdruck kommen“, so Geisenhanslüke weiter.

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Christine Lubkoll / Claudia Öhlschläger (Hg.)
Schreibszenen
Kulturpraxis – Poetologie – Theatralität
Reihe Litterae, Band 213
402 S., 30 s/w Abb., geb., 68,- €
ISBN 978-3-7930-9825-6

Rezension zu Grabbe / Grabbe / Haitzinger (Hg.): Chor-Figuren, in: Zeitschrift für Theaterpädagogik, 01/2018

Rezensent Florian Vaßen konstatiert, dass der Band insgesamt verschiedenartige, innovative und lesenswerte Arbeiten beinhalte. Die Gewichtung der Themen sieht er allerdings kritisch: Mit drei Beiträgen zu Friedrich Schillers Auseinandersetzung mit dem Chor sei dieser zu sehr hervorgeben. Dagegen wäre die Wiederbelebung des Chors im 20. Jahrhundert unterrepräsentiert.

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Julia Bodenburg/Katharina Grabbe/Nicole Haitzinger (Hg.)
Chor-Figuren
Transdisziplinäre Beiträge
Reihe Paradeigmata Band 30
262 S., 7 s/w Abb., Pb. , 48,- €
ISBN 978-3-7930-9837-9

Rezension zu Roland Borgards u.a. (Hg.): Robinsons Tiere, in: literaturkritik.de, 06.02.2018

Bei Daniel Defoes Robinson Crusoe und den nachfolgenden Robinsonaden stand das abendländisch-neuzeitliche Subjekt im Fokus der Interpretationen. Die meisten dieser Deutungen haben die Tiere vergessen oder verstehen diese nur als marginale Figuren. Genau an diesem Versäumnis setzt der Band Robinsons Tiere an. Rezensentin Vera Zimmermann betont, dass die von den Herausgebern lancierte Lesart gegen den Strich eines anthropozentrischen und eurozentrischen Sinngefüges „geschickt anhand der Analyse eines Frontispiz zu einer französischen Ausgabe von Defoes Roman aus dem Jahr 1840 hergeleitet wird.“ Sie vermisst hingegen, dass der intermediale Ansatz in den Aufsätzen nur ansatzweise realisiert wird, etwa „wenn etwa Ulrike Stamm die Rolle der Tiere in Hugo von Hofmannsthals Filmskript Daniel De Foe diskutiert“.

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Roland Borgards / Marc Klesse / Alexander Kling (Hg.)
Robinsons Tiere
cultural animal studies, Band 1
334 S., zahlr. Abb., Pb., 46,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9822-5

Medialitätsverhandlungen bei Droste-Hülshoff

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Vanessa Höving untersucht in ihrer Studie Projektion und Übertragung Sinneswahrnehmungssujets bei Annette von Droste-Hülshoff. Im Fokus steht dabei das poetologische und medienreflexive Potenzial ihrer Texte. Wahrnehmungs- und Sinnesverhandlungen gehen bei Droste mit medialen, psychischen und poetologischen Konfigurationen einher. Diese erforscht Höving anhand der Versepen Die Schlacht im Loener Bruch. 1623 und Des Arztes Vermächtniß, den Gedichten Durchwachte Nacht und Die Taxuswand sowie dem Romanfragment Ledwina.

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Vanessa Höving
Projektion und Übertragung
Medialitätsverhandlungen bei Droste-Hülshoff
Littera, Band 230
268 S., 7 Abb., geb., 64,– €
ISBN 978-3-7930-9903-1

DAS BUCH ERSCHEINT IM APRIL 2018.