100. Geburtstag des Schriftstellers Wolfgang Hildesheimer am 9. Dezember

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Gelernter Tischler, Graphiker, Maler und Autor der Gruppe 47 – das künstlerische Profil von Wolfgang Hildesheimer ist vielgestaltig und klar im intermedialen Grenzgebiet der Künste angesiedelt. Am 9. Dezember jährt sich der Geburtstag des 1991 verstorbenen Autors, der unverkennbar der Literaturlandschaft Nachkriegsdeutschlands seinen Stempel aufgedrückt hat.

Zerrissenheit und das Gefühl einer absurden Welterfahrung dominieren nicht nur seine Prosawerke wie Tynset, sondern auch seine persönliche Biographie: Am 9. Dezember 1906 in Hamburg geboren, emigriert er aufgrund seines jüdischen Hintergrunds über England nach Palästina, um schließlich in Graubünden seine Heimat zu finden. Ende der 1980er Jahre verstummt der Büchnerpreisträger. Die moderne Welt der Krisen und des Sinnverlusts habe ihm nach eigener Aussage die Sprache verschlagen.

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Tiefergehende Einblicke in das intermediale Schaffen Hildensheimers im Kontext der Moderne bietet die Studie Textklänge und Bildspuren von Isabel Wagner. Sie macht auf eine musikpoetische Traditionslinie in dessen Prosawerken aufmerksam, die sich aus der gegenseitigen Befruchtung von Dichtung und Tonkunst ableitet.

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Autor Wolfgang Weyers am 24.6. zu Gast in der Kunsthalle Schweinfurt

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Zum Anlass des 150. Todestages von Dichter Friedrich Rückert hält Wolfgang Weyers den Vortrag “Das stille Abenteuer – Friedrich Rückert und der Fischfang“. Friedrich Rückert galt im 19. Jahrhundert als einer der größten deutschen Dichter, obwohl viele seiner Schriften erst posthum veröffentlicht wurden. Heute kennt man den erstaunlichen Umfang und die Vielfalt seiner Gedichte, doch dafür ist der Dichter selbst kaum noch bekannt. Weyers Buch »Der große Zauberer« bringt daher den Dichter und sein gesamtes Werk in Erinnerung.

Details zur Veranstaltung finden Sie hier: schweinfurt360.de

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Autor Clemens Maria Heymkind zu Gast in der VHS-Reihe „Schwarze Pädagogik“ am 3. Juni 2016 in Calw

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Über eine Million Kinder wurden zwischen 1949 und 1975 in konfessionellen und staatlichen Einrichtungen Opfer von Gewalt. Viele kämpfen bis heute mit den Folgen. Einer von ihnen ist Clemens Maria Heymkind. Aus Rücksicht auf seine Familie hat er dieses Pseudonym gewählt. In »Verloren im Niemandslanerzählt der 50-Jährige von seinen schmerzhaften Erlebnissen: Jahrelang wurde er in einem von Franziskanerinnen geführten Kinderheim seelisch gequält, sexuell missbraucht und körperlich misshandelt. Jetzt fordert er Aufklärung, Aufarbeitung und schreibt mit dem Buch gegen das Vergessen von Leid und Unrecht an. Weiterlesen.

Veranstaltungsinfos:
3. Juni 2016, von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Calw, Haus Schüz, Marktplatz 30, 75365 Calw
Der Abend wird musikalisch von Natascha Schopp am Klavier begleitet.
Eintritt frei.

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Clemens Maria Heymkind
Verloren im Niemandsland
Autobiografische Erzählung eines Heimkindes
Rombach Biografien Band 14
228 S., Pb., € 16,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5127-5
Auch als E-Book.

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Literaturwissenschaftler Herbert Zeman erhält den Herbert Tumpel-Preis 2016 für sein Grundlagenwerk „Literaturgeschichte Österreichs“

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Den mit 7 000 Euro dotierten, diesjährigen »Herbert Tumpel-Preis« für herausragende wissenschaftliche Arbeiten erhält Herbert Zeman für die von ihm herausgegebene Literaturgeschichte Österreichs von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart. Der 850 Seiten starke Band gibt den neuesten Forschungsstand wieder. Das Werk erscheint in der zweiten Auflage und wurde gegenüber der ersten Auflage von 1996 vollständig aktualisiert und erweitert. Neu sind die Kapitel zur Literatur des Spätmittelalters, der Ersten Republik, der Exilliteratur und der beginnenden Zweiten Republik. Die Ausführung der weiteren Kapitel wurde ergänzt und mit Werkinterpretationen versehen.

Herbert Zeman, Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008), lehrte an den bedeutendsten Universitäten aller Kontinente und beeinflusste mit seinen zahlreichen Publikationen die Entwicklung der von ihm vertretenen Lehre und Forschung richtungweisend.

Die Preisverleihung fand am 26. April im Rahmen der Vergabe der Theodor Körner Preise in der Universität Wien statt. Die Lautatio hielt NEWS-Kulturchef Heinz Sichrovsky.

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Friedrich Rückert zum 150. Todestag: Lesung und Konzert in Freiburg am 3. Mai

Friedrich Rückert (16. Mai 1788 – 31. Januar 1866) gehörte im 19. Jahrhundert zu den bekanntesten deutschsprachigen Dichtern. Heute ist er allenfalls als Verfasser der von Gustav Mahler vertonten »Kindertotenlieder« bekannt. Zum 150. Todestag des großen Dichters veranstaltet das Studium Generale der Freiburger Universität einen musikalisch-literarischen Abend. Thematischer Schwerpunkt sind dabei die rege rezipierten Kindertotenlieder und wie auch Leben und Werk Rückerts.

Wolfgang Weyers liest aus seiner Rückert-Biografie Der große Zauberer.
Igor Kamenz am Klavier mit Stücken von Gustav Mahler, Franz Schubert und Robert Schumann.
Dienstag, 3. Mai, 19 Uhr, im Haus zur Lieben Hand, Löwenstr. 6. Eintritt frei.

www.studiumgenerale.uni-freiburg.de

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Die Bundeswehr in Afghanistan

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Am 5. April 2016 fand in Berlin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) die Buchpräsentation und eine Podiumsdiskussion zu Philipp Münchs Werk Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen statt. Die Podiumsdiskussion wurde von dem sicherheitspolitischen Journalisten Thomas Wiegold (augengeradeaus.net) moderiert. Es diskutierten: Generalleutnant a.D. Rainer Glatz (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Philipp Münch (Wissenschaftlicher Mitarbeiter ZMSBw), Prof. Dr. Conrad Schetter (Direktor Bonn International Center for Conversion).

Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Zum Buch: Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission ist jedoch wenig bekannt. Philipp Münch untersucht erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen. Er analysiert eingehend, wie die Verantwortlichen den Auslandseinsatz strategisch und operativ planten, wie sie mit afghanischen Machthabern umgingen, wie das Nachrichtenwesen funktionierte und wie die Bundeswehr Gewalt anwendete. Die Ergebnisse werden eingebettet in eine Untersuchung der lokalen afghanischen Verhältnisse, unter denen die Bundeswehr agierte.

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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v. l.): Generalleutnant a.D.
Rainer Glatz (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Philipp Münch
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter ZMSBw), Prof. Dr. Conrad Schetter (Direktor
Bonn International Center for Conversion).Thomas Wiegold (augengeradeaus.net).

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General a. D. Glatz bei der Präsentation des Bandes “Die Bundeswehr
in Afghanistan”

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Buchpräsentation im Bundespresseamt

Wolfgang Weyers liest aus seiner Rückert-Biografie »Der große Zauberer« am 15. März in Coburg

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Friedrich Rückert (16.5.1788 – 31.1.1866) galt im 19. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Lyriker und Übersetzer islamischer und indischer Literatur. Heute ist er vielen nur mehr aufgrund Gustav Mahlers Vertonungen der Kindertodtenlieder bekannt. Das Buch »Der große Zauberer«  will das ändern und bringt den Dichter und sein gesamtes Werk in Erinnerung. Wolfgang Weyers erzählt Rückerts Leben und illustriert dies durch dessen Verse. Damit ist die Biografie zugleich eine umfangreiche Anthologie.

Am 15. März 2016 um 20 Uhr liest Wolfgang Weyers im Andromeda-Saal der Landesbibliothek im Schloss Ehrenburg in Coburg.

Weitere Details.

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Buchpräsentation »Naturschutz in Baden« am 2. März in Freiburg

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Am 2. März 2016 wurde in der Unteren Gerichtslaube in Freiburg der von Sven von Ungern-Sternberg herausgegebene Band »Naturschutz in Baden« vorgestellt, der in der Schriftenreihe des Landesvereins Badische Heimat e.V. erscheint. Der emeritierte Biologieprofessor Günther Reichelt arbeitet in diesem Werk die wechselhafte Geschichte des Naturschutzes in Baden erstmals in dieser Form umfassend auf. Eine Zusammenfassung der Naturschutzarbeit in den Regierungsbezirken Freiburg und Karlsruhe seit den 1980er Jahren bis heute geben die Autoren Jörg-Uwe Meineke, Bernd Jürgen Seitz und Luise Murmann-Kristen. Die Rolle des Landesvereins Badische Heimat auf diesem Gebiet beleuchten Charlotte Piepenbrock und Harald Stahl.

Freiburgs Umwelt-Bürgermeisterin Gerda Stuchlik freute sich über die zahlreichen Besucher und bedankte sich in ihrer Begrüßungsrede für das große Interesse am regionalen Umweltschutz. Sie betonte, dass der Band hochaktuell sei und zeige, dass man sich keineswegs auf den bisherigen, hart erkämpften Erfolgen ausruhen dürfe. Auch Sven von Ungern-Sternberg hieß die Gäste im von ihm als „heimliche deutsche Hauptstadt des Umweltschutzes“ bezeichneten Freiburg herzlich willkommen. Die Vollendung des vorgestellten Buches erfülle seinen Wunsch, das Lebenswerk von Günther Reichelt zu dokumentieren, den er als eine „Hauptfigur“ des badischen Umweltschutzes vorstellte. Reichelt, der als Hauptredner den Band als sein „mit Sicherheit letztes Buch, nach weit über 30“ präsentierte, schilderte die lange Entstehungsgeschichte des Projektes und dankte neben vielen Beteiligten und Unterstützern vor allem Anna Gräfin zu Stolberg für ihre professionelle Lektoratsarbeit. Mit Verweis auf den Untertitel „Geschichte – Probleme – Perspektiven“ betonte er die Vielzahl von Aspekten, die von den Autoren beleuchtet und vertieft wurden. Das Buch habe durchaus einen hohen wissenschaftlichen Anspruch, die fundierten Beiträge seien aber trotzdem sehr verständlich und gut lesbar. Besonders gefreut habe ihn die große Toleranz Ungern-Sternbergs gegenüber seinem Beitrag, der vor einer Kritik an der Politik keineswegs zurückscheut. Auch Bernd Jürgen Seitz, Leiter des Referates „Naturschutz und Landschaftspflege“ im Regierungspräsidium Freiburg, verwies auf die Arbeit Reichelts als „Hauptprogramm“ des Bandes und hob zudem die gute Zusammenarbeit zwischen Umweltverbänden und Initiativen auf Landesebene hervor. Reiner Ehret, der ehemalige Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, verglich schließlich die Entstehung des Buches mit einer Schwangerschaft, deren Dauer von fünf Jahren zwar ungewöhnlich sei, die aber gleichwohl „zu einem besonders schönen Kind“ geführt hat.

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Professor Günther Reichelt

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Von links im Bild: Prof. Günther Reichelt, Dr. Sven von Ungern-Sternberg, Dr. Torang Sinaga (Verlagsleiter Rombach)

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Von links im Bild: Prof. Günther Reichelt, Dr. Sven von Ungern-Sternberg, Dr. Torang Sinaga, Dr. Jörg-Uwe Meineke, Bernd Jürgen Seitz, Dr. Anna zu Stolberg

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Zur Leseprobe und den biografischen Angaben.

 

Rumi-Preis für Ahmad Milad Karimi

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Die feierliche Preisverleihung des Rumi-Preises für Islamische Studien 2015 findet am 10. Februar 2016 im Schloss Münster statt.

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Der Islam vertritt als Offenbarungsreligion den Standpunkt der absoluten Einheit Gottes. Wie wird aber theologisch nach diesem Einen gefragt? Worin besteht die Unbedingtheit Gottes in Relation zum Bedingten? Und warum erschafft Gott überhaupt etwas? Die Systematik der genuin islamischen Theologie fordert in diesem Zusammenhang mit dem Glauben zu beginnen. Doch die Frage ist, wie der Glaube verfasst ist und wie seine Inhalte generiert sind. Was tun wir, wenn wir glauben? In welchem Verhältnis stehen der Verstand und der Glaube zueinander? Und vor allem: Wie ist Offenbarung möglich? Der Koran als Offenbarung beansprucht nämlich Wahrheit; eine Wahrheit, die aber ästhetisch vermittelt ist. In welcher Relation stehen indes Wahrheit und Schönheit des Korans zueinander? Offenbarung ist stets Vermittlung; doch wie lassen sich Transzendenz und Existenz zusammendenken? Grundlegend also: Worin besteht der Standpunkt der systematisch-islamischen Theologie? Diesen und weiteren Fragen geht Karimi in dem Buch Hingabe nach. Für diese Publikation erhält er den renommierten Rumi-Preis.

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Leseprobe und weitere Details.

Ahmad Milad Karimi, geb. 1979 in Kabul, seit WS 2012/2013 Vertretungsprofessor für Kalam, islamische Philosophie und Mystik.

www.miladkarimi.de

Zum 150. Todestag von Friedrich Rückert am 31. Januar 2016: aktuelle Biografie von Wolfgang Weyers

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Friedrich Rückert (16.5.1788 – 31.1.1866) galt im 19. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Lyriker und Übersetzer islamischer und indischer Literatur. Heute ist er vielen nur mehr aufgrund Gustav Mahlers Vertonungen der Kindertodtenlieder bekannt. Das Buch »Der große Zauberer« will das ändern und bringt den Dichter und sein gesamtes Werk in Erinnerung. Wolfgang Weyers erzählt Rückerts Leben und illustriert dies durch dessen Verse. Damit ist die Biografie zugleich eine umfangreiche Anthologie. Rückert reflektierte alles, was ihn bewegte in Form von Gedichten, worin er seinen Auffassungen zu Fragen der Ethik, der Liebe oder zum Umgang mit dem Tod Ausdruck verlieh. Neben Gustav Mahler vertonten über 800 weitere Komponisten seine Verse. Exemplarische Beispiele dieser Lieder sind auf zwei CDs dem Buch beigefügt.

Zur Leseprobe.

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Lesungstermine von Wolfgang Weyers:

15.3.2016, Coburg
http://www.coburg.de/desktopdefault.aspx/tabid-2382/2430_read-11576/

31.5.2016, Erlangen
http://www.erlangen-marketing.de/va/2051172/13_erlanger_rueckertvorlesung.html

03.05.2016, Freiburg

24.6.2016, Schweinfurt

Weitere Details zu Buch und Autor.