Medialitätsverhandlungen bei Droste-Hülshoff

Featured

Vanessa Höving untersucht in ihrer Studie Projektion und Übertragung Sinneswahrnehmungssujets bei Annette von Droste-Hülshoff. Im Fokus steht dabei das poetologische und medienreflexive Potenzial ihrer Texte. Wahrnehmungs- und Sinnesverhandlungen gehen bei Droste mit medialen, psychischen und poetologischen Konfigurationen einher. Diese erforscht Höving anhand der Versepen Die Schlacht im Loener Bruch. 1623 und Des Arztes Vermächtniß, den Gedichten Durchwachte Nacht und Die Taxuswand sowie dem Romanfragment Ledwina.

Hier geht`s zur Leseprobe.

LIT230Hoeving_U1_400

Vanessa Höving
Projektion und Übertragung
Medialitätsverhandlungen bei Droste-Hülshoff
Littera, Band 230
268 S., 7 Abb., geb., 64,– €
ISBN 978-3-7930-9903-1

DAS BUCH ERSCHEINT IM APRIL 2018.

Konzert der Sinne: Analyse der Wahrnehmung von Musikaufführungen

Featured

»Wir hören nicht nur in Konzerten, sondern sehen, tasten, riechen und spüren«. Rainer Simon analysiert in seiner Studie Konzert der Sinne aisthetische und performative Implikationen von Musik. Damit schließt er eine Lücke, denn die Musikforschung befasst sich meist mit der Werkgestalt. Musik ist jedoch nicht allein ein Notations-, sondern auch ein Klangphänomen, sie wird nicht nur geschrieben, sondern auch aufgeführt, und nicht bloß gelesen, sondern gehört und erfahren.
Jenseits des Notentextes zu forschen, erfordert einen transdisziplinären Ansatz. Neben Musical Performance Studies, Interpretationsforschung nimmt Simon die Bereiche Phänomenologie, Theaterwissenschaft, Musikethnologie und Musikpsychologie in den Blick. Der Autor veranschaulicht schließlich seine Erkenntnisse an konkreten Aufführungserlebnissen.

Hier geht`s zur Leseprobe.

SCE_Simon_USDruck.indd

Reihe Scenae Band 19, 424 S., Pb., 49,00 €
ISBN 978-3-7930-9873-7

Auch als E-Book!

Realismus in Fontanes Gesellschaftsromanen

Featured

Der Band Herausforderungen des Realismus erforscht die Produktivität der jüngeren Forschung für neue Lektüren von Theodor Fontane. Dazu laden Fontanes geschichtsträchtige Gesellschaftsromane besonders ein: mit ihren vielfältigen Wahrnehmungs- und Beobachtungsparadigmen, ihrer Dramaturgie der Dinge und ihrem Zusammenspiel von Medialität und Materialität. Thematisiert werden sämtliche Gesellschaftsromane von Vor dem Sturm (1878) bis zum Stechlin (1899).

Hier geht`s zur Leseprobe und weiteren Details.

Beiträger u.a.: Christian Begemann, Eric Downing, Sean Franzel, Samuel Frederick, Eva Geulen, Claudia Liebrand, Gerhard Neumann, Anette Schwarz, Elisabeth Strowick und Stefan Willer.

Herausgeber: Peter Uwe Hohendahl ist Professor Emeritus an der Cornell University (Ithaca, NY). Ulrike Vedder ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin.

LIT229_U1_400

332 S., 5 s/w Abb., geb., 56,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9895-9

Kirche und Kultur – Carl Muth und seine Zeitschrift Hochland

Featured

Carl Muth (1867–1944) gilt als einer der großen Modernisierer innerhalb des deutschsprachigen Kulturkatholizismus des vergangenen Jahrhunderts. Mit seiner Zeitschrift Hochland führte er »die Katholiken aus dem kulturellen Ghetto heraus, in dem sie noch nach dem Ende der Kulturkampfzeit verharrte hatten, und befähigte sie ebenso zu einer neugierigeren Wahrnehmung der modernen Welt, wie er umgekehrt der Stimme der Katholiken größeres Gewicht in den kulturellen Debatten dieser Moderne verlieh«, so Thomas Pittrof im Vorwort des von ihm herausgegebenen und soeben erschienenen Bandes Carl Muth und das Hochland (1903–1941). Aber war Muth tatsächlich ein solcher ›Modernisierer‹? Wie war sein Verhältnis zur ›Moderne‹ wirklich? Welche ›Moderne‹ repräsentierte das Hochland? Der Band gibt, gestützt auf unbekannte Dokumente und neue Forschungen, überraschende Antworten auf diese Fragen.

Zur Leseprobe.

PARAD44_U1_400

Thomas Pittrof (Hg.)
Carl Muth und das Hochland (1903–1941)
Catholica Band 4.1
610 S., zahlr. s/w. Abb., geb., 68,– €
ISBN 978-3-7930-9898-0

Rombach Verlag trauert um seinen Autor und Herausgeber Gerhard Neumann

Featured

Mit Gerhard Neumann verliert unser Verlag einen seiner wichtigsten Autoren und Herausgeber überhaupt. Er hat den Verlag über Jahrzehnte geprägt.
 

Gerhard Neumann (c) Michael Bramberger

Gerhard Neumann
(c) Michael Bramberger

Gerhard Neumann wurde 1934 in Brünn geboren. Er studierte Germanistik und Romanistik an den Universitäten Freiburg, Wien und Paris. 1963 wurde er mit einer Arbeit über Torquato Tasso promoviert, die Habilitation (Ideenparadiese) folgte 1972. Neumann war Professor für neuere deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Bonn, Erlangen und Freiburg; seit 1986 bis zur Emeritierung 2002 war er Ordinarius an der Universität München. 2008 verlegte er seinen Lebensmittelpunkt von München nach Berlin, wo er 2005 zum Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin ernannt wurde.
Neumann zählte zu den renommiertesten Literaturwissenschaftlern der Nachkriegszeit. Im Freiburger Rombach Verlag gab er seit 1987 die Wissenschaftsreihe litterae heraus. Die Publikationen der Reihe bieten ein Forum für Beiträge der Kulturwissenschaften, die den interdisziplinären Blick schärfen, der Neumann so wichtig war. Seit 1993 war Neumann zudem Herausgeber des Hofmannsthal-Jahrbuches, das Erscheinen der aktuellen Ausgabe durfte er noch erleben. Gerhard Neumann verstarb am 27. Dezember 2017 in Berlin.

»Verführer zu dem wesenhaft Schönen«
Hugo von Hofmannsthal und Eduard Korrodi

Featured

Der Literaturkritiker Eduard Korrodi war von 1914 bis 1950 Feuilletonchef der Neuen Zürcher Zeitung. Sein polemischer Umgang mit zeitgenössischen Autoren war berüchtigt. Eine Ausnahme: Hugo von Hofmannsthal. Klaus E. Bohnenkamp zeichnet im gerade erschienenen Hofmannsthal-Jahrbuch 2017 die Verbindung zwischen dem Dichter und seinem Kritiker nach. Mehr als 40 Beiträge hat Korrodi von 1917 bis 1952 über den »geliebten Autor« verfasst. Die beiden sind sich auch persönlich begegnet. Briefe von Hofmannsthal an seinen Schweizer Kritiker sind in dem Band ungekürzt abgedruckt sowie der ausführliche Nachruf auf den »Verführer zum wesenhaft Schönen«. Nach dem Tod Hofmannsthals 1929 befasste sich Korrodi mit den Forschungsarbeiten zu dem Schriftsteller und den Aufführungen seiner Stücke.

Zur Leseprobe.

HJB_2017_US_DRUCK.indd

Maximilian Bergengruen/Alexander Honold/Gerhard Neumann/
Ursula Renner/Günter Schnitzler/Gotthart Wunberg (Hg.)
Hofmannsthal Jahrbuch zur Europäischen Moderne
Band 25/2017

Herbert Zeman auf der BuchWien

Featured

News-Kulturchef Heinz Sichrovsky hat Herbert Zeman zusammen mit Konrad Paul Liessmanm und Werner Gruber zu Gast in der News-Leselounge:

Freitag, 10.11, 14 Uhr, NEWS Leselounge, Messe Wien, Halle  

Der renommierte Wiener Literaturwissenschaftler Herbert Zeman publiziert die Standardwerke »Bio-bibliografische Lexikon der Literatur Österreichs« und die »Literaturgeschichte Österreichs« im Rombach Verlag.

Zeman_Bd_2

Buchinformation

ZemanLitGeschichte_U1_JPEG

Rehabilitierung des Librettisten Picander – Neuauslegung der Matthäus-Passion von Reiner Marquard

Featured

Reiner Marquard rehabilitiert in seiner neuen Studie Das Lamm in Tigerklauen Bachs umstrittenen Librettisten Christian Friedrich Henrici alias Picander. Picander sei in der Bach-Forschung zu Unrecht für „rhetorische und theologische Ungereimtheiten“ gescholten worden. Vielmehr lieferte Picander Bach eine verlässliche und an den theologischen Kernaussagen der lutherischen Orthodoxie orientierte Text-Grundlage für die Große Passion. Bach arbeitete nicht mit einem Dilettanten zusammen. Die Studie untersucht detailreich die theologische Haltung Picanders im Verhältnis zu Bachs Frömmigkeit und wirft ein neues Licht auf die Dichtungen Picanders.

Zur Leseprobe.

REINER MARQUARD ist evangelischer Theologe, 2007-2014 Rektor der Evangelischen Hochschule Freiburg, seit 2010 lehrt er an der Hochschule für Musik in Freiburg, seit 2015 Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

RWi_Marquard_U1_400

Reiner Marquard
Das Lamm in Tigerklauen
Christian Friedrich Henrici alias Picander und das
Libretto der Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach
174 S., Pb., 29,00 €
ISBN 978-3-7930-9896-6

Buchpräsentation »Bio-bibliografisches Lexikon der Literatur Osterreichs« am 14.11. in St. Pölten

Featured

Der Herausgeber des Lexikons Prof. Dr. Herbert Zeman wird mit dem ehemaligen Vorstand der Wiener Philharmoniker, Prof. Dr. Clemens Hellsberg, durch den Abend führen. Kammerschauspieler Joseph Lorenz liest begleitend literarische Kostproben.

Ort: NÖ Landesbibliothek, Kulturbezirk 3, 3109 Sankt Pölten
Zeit: 14.11.2017, 18:00 Uhr

Veranstalter: NÖ Landesbibliothek und das NÖ Landesarchiv.
Anmeldung: post.k2veranstaltungen@noel.gv.at, oder unter +43 2742/9005-12835
Weitere Informationen: http://bit.ly/2j7wr2A 

Das von Herbert Zeman herausgegebene Lexikon beinhaltet alle Autoren, die innerhalb der jeweiligen Grenzen Österreichs vom Mittelalter bis zur Gegenwart gewirkt haben. Das Grundlagenwerk umfasst acht Bände und wird 2023 abgeschlossen sein. Die ersten beiden Bände liegen jetzt vor.
Literaturwissenschaftler ebenso wie interessierte Leser erhalten mit dem Werk einen fundierten Einblick in die gesamte österreichische Literaturlandschaft. Mit Umfang und Dichte an biografischen und literaturgeschichtlichen Informationen geht das Nachschlagewerk weit über alle bisher publizierten Handbücher hinaus.

Zeman_Bd_2

Herbert Zeman (Hg.)
Bio-bibliografisches Lexikon der Literatur Österreichs
Band 1: A – Bez
614 S., geb., € 96,30 (D) / € 99,- (A)
ISBN 978-3-7930-9746-4

Band 2: Bi-C
526 S., geb., € 96,30 (D) / € 99,- (A)
ISBN 978-3-7930-9874-4

Carolin Abeln erhält Gerhart-Baumann-Preis 2017

Featured

Bei der Eröffnung des akademischen Jahres am 18. Oktober hat die Universität Freiburg 28 Preise an ihre besten NachwuchswissenschaftlerInnen verliehen. Im Fachbereich interdiszipliniere Literaturwissenschaft wurde Carolin Abeln mit dem 2 000 Euro dotieren Gerhart-Baumann-Preis ausgezeichnet. Sie erhält den Preis für ihre herausragende Studie »Sprache und Neue Musik« zur musikalischen Hölderlin-Rezeption. Carolin Abeln studierte Germanistik sowie Romanistik und ist ausgebildete Sopranistin. Ausgehend von der erstaunlichen Präsenz Hölderlins in der Neuen Musik deutet Abeln die musikalische Hölderlin-Rezeption der 1970er bis 1990er Jahre als historisches, kulturelles und ästhetisches Phänomen. Sie zeigt anhand der konkreten Rezeptionsvoraussetzungen, der Charakteristika der ausgewählten Texte und der musikalischen Umsetzungen von Wilhelm Killmayer, Heinz Holliger, Wolfgang Rihm und Luigi Nono, weshalb gerade Hölderlin zur Projektionsfläche für zeitgenössische Interpretationen und zum Ausgangspunkt für eine Erneuerung der jahrhundertealten intermedialen Beziehung von Musik und Sprache werden konnte.

Eröffnung akademisches Jahr
Im Bild von rechts: Uni-Rektor Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jochen Schiewer, Dr. Carolin Abeln, Rombach-Verlagsleiter Dr. Torang Sinaga. Foto: Patrick Seeger

LIT226_Abeln_U1_400

Carolin Abeln
Sprache und Neue Musik
Hölderlin-Rezeption bei Wilhelm Killmayer, Heinz Holliger,
Wolfgang Rihm und Luigi Nono
282 S., geb., € 58,00
ISBN 978-3-7930-9880-5