Rezension zu Davide Giuriato: »klar und deutlich«. Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert, in: Monatshefte, Juli 2017

Obwohl ›Klarheit‹ und ›Deutlichkeit‹ seit der Aufklärung im Zentrum der Erkenntnistheorie stehen, sind ihre Konturen vage. In seiner Habilitationsschrift »klar und deutlich« legt der Schweizer Literaturwissenschaftler Davide Giuriato »eine ausführliche Rekonstruktion der Begriffe Klarheit und Deutlichkeit und deren immanenter Verbindung mit dem Dunklen und Verworrenen vor«, wie Rezensentin Anne Lepper feststellt.  Dazu analysiert Giuriato diese Konzepte exemplarisch bei Adalbert Stifter sowie Georg Büchner und erkennt sie als eines der Paradigmen moderner Literatur.

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„Deutlichkeit“ im Kunstlosen? Davide Giuriato untersucht einen Leitbegriff der deutschen Aufklärung, Literaturkritik.de

LIT_Giuriato_USDruck.inddIn seiner Rezension lobt Carsten Rast die 2015 erschienene Monographie »›klar und deutlich‹. Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert« des Schweizer Germanisten Davide Giuriato als differenzierte und kenntnisreiche Untersuchung. Der Entwurf einer “Ästhetik der Deutlichkeit” werde in eine “klare Formel” überführt und durch einen historisch-systematischen Abriss der Begriffsgeschichte ergänzt. Am Beispiel der Werke Georg Büchners und Adalbert Stifters könne der Autor schlüssig nachweisen, dass die vermeintliche Kunstlosigkeit als eigene Ästhetik zu identifizieren sei.

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