Wie semantisch ist die Musik?

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Der Band Wie semantisch ist die Musik? versammelt neue Beiträge zur Erforschung der Semantisierung von Musik im Kontakt mit sprachlichen Strukturen, vor allem gesungenen Texten, aber auch literarischen Programmen und rhetorischen Figuren. Aus der Sicht der Musik- und der Literaturwissenschaft, aber auch der Philosophie und der musikalischen Semiotik wird anhand von historischem Material zwischen ca. 1600 und 1900 unter Einbeziehung bislang zu wenig herangezogener Fragestellungen – etwa einer Pragmatik der Kommunikation – nach dem Verhältnis zwischen Bedeutungserzeugung, Mimesis und abstrakt musikalischer Struktur gefragt. Dadurch wird neues Licht auf die Bedingungen und Möglichkeiten einer ›Semantisierbarkeit‹ musikalischer Formungen geworfen.

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206 S., zahlr. s/w- und Farbabb., geb., 54 €
ISBN 978-3-7930-9865-2

Herausgeber:
Florian Mehltretter studierte Romanistik, Komparatistik und allgemeine Sprachwissenschaft in München und Florenz. Er wurde an der FU Berlin über das venezianische Opernlibretto des Barock promoviert und setzt seither einen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Intermedialität von Text und Musik. Nach Vertretungen in Köln und Berlin und einer Berufung nach Köln hat er seit 2011 den Lehrstuhl für Italienische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München inne.

Leben – was ist das eigentlich? Poetologien des Lebendigen im 19. Jahrhundert

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Skelettfunde eines ausgestorbenen Urtiers brachten Ende des 18. Jahrhunderts die statische Naturgeschichte ins Wanken. Die Erkenntnis, dass sich Leben auf der Erde mehrmals verändert hat und sich dieses nicht rekonstruieren lässt, verursachte in der Folge eine Unsicherheit des Wissens. Darauf reagierte auch die Literatur im 19. Jahrhundert, wie der Band Lebenswissen darlegt. Damals konstituierte sich das Leben als epistemisches Objekt, das in der Literatur und Ästhetik ebenso thematisiert wurde, wie auch in der aufkommenden Biologie.
Die Beiträge analysieren das Feld des Lebenswissens unter besonderer Berücksichtigung der Dynamisierungstendenzen. Themen sind unter anderem: Leben bei Georg Büchner und in der frühen Biologie, Poetologien des Lebens bei Hebbel und Wagner, Goethes Formverhalten in den Wahlverwandtschaften, Wissen des Lebens in Gottfried Kellers Sinngedicht, zum Konflikt zwischen Lebenspathos und Ästhetizismus in Hofmannstahls Novelle Das Glück am Weg.

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Benjamin Brückner / Judith Preiß / Peter Schnyder (Hg.)
Lebenswissen
Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert
Das unsichere Wissen der Literatur, Band 4
228 S., Pb., 48,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9866-9

Weitere Details zum Buch.

Herausgeber:
Benjamin Brückner, M.A., 2012–2016 SNF-Doktorand im ProDoc-Graduiertenkolleg »Das unsichere Wissen der Literatur. Natur – Recht – Ästhetik« an der Université de Neuchâtel.
Judith Preiß, M.A., 2012–2016 SNF-Doktorandin im ProDoc-Graduiertenkolleg »Das unsichere Wissen der Literatur. Natur – Recht – Ästhetik« an der Université de Neuchâtel.
Peter Schnyder, Prof. Dr., seit 2010 Ordinarius für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Université de Neuchâtel.