Zwischen Stippvisite und Heimsuchung – Besuch aus kulturwissenschaftlicher Sicht

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Man besucht Freunde, Ruinen oder den Zoo. Und man wird besucht. In der modernen Gesellschaft findet der Besuch allerdings nur noch flüchtig und geplant statt. Diesem Phänomen geht die neue Ausgabe des Australischen Jahrbuchs für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft auf den Grund. Die Beiträge des Bandes thematisieren u.a.: die koloniale Begegnung mit dem kulturell Anderen, die grotesken Formen des Besuchs bei Thomas Bernhard oder die musikalischen Grenzgänge im Berlin der Nachwendezeit. Der Begriff Besuch kann auch als Bedrohung konnotiert sein. So im Kompositum der Heimsuchung, das an das Freudʼsche Konzept des Unheimlichen anschließbar ist.

Weitere Informationen zu Limbus: http://artsonline.monash.edu.au/limbus/

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Franz-Josef Deiters/Axel Fliethmann/Birgit Lang/Alison Lewis/Christiane Weller (Hg.)
Limbus – Australisches Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft
Band 9 (2016): Besuch / Visitation
240 S., Pb., 46,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9855-3