Freiburg im Nationalsozialismus

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Freiburg im Nationalsozialismus: Es gab Täter, Opfer, Mitläufer, Opportunisten, Verbrecher, Helfer, Ideologen und Widerständler. Die Nazizeit hat auch diese Stadt geprägt und die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Stadtgeschichte ist längst nicht abgeschlossen – dieser Band ist ein Beitrag dazu.
Renommierte Autoren erörtern, welche Auswirkungen der Nationalsozialismus in Freiburg hatte. So nimmt Rüdiger Safranski den Uni-Rektor und Philosophen Martin Heidegger in den Blick, Christoph Schmider beleuchtet Erzbischof Conrad Gröber, Werner Mezger schreibt über den Volkskundler Johannes Künzig. Die medizinische Fakultät der Uniklinik ist Thema von Karl-Heinz Leven, mit der städtischen Baupolitik beschäftigt sich Heinrich Schwendemann, Heiko Haumanns Thema ist die »Vernichtung artfremder Rassen«, Peter Kalchthaler beschreibt die Ideologisierung der Fastnacht, und Robert Neisen berichtet über die Konzeption und Umsetzung der ersten umfassenden Ausstellung zum Thema Nationalsozialismus in Freiburg, die im Augustinermuseum 2016/17 gezeigt wurde. Anlässlich dieser Ausstellung widmete sich die Samstags-Universität im Wintersemester 2016/17 dem Thema; die Vorträge sind hier versammelt, ergänzt mit einem Beitrag zu den Städtischen Museen zur Zeit des Nationalsozialismus von Tilmann von Stockhausen.

Zur Leseprobe.

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Peter Kalchthaler / Tilmann von Stockhausen (Hg.)
Freiburg im Nationalsozialismus
192 Seiten, broschiert, zahlreiche Abb., € 26,00
ISBN 978-3-7930-5163-3

Rezension zu Hans Peter Herrmann: Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburg i.Br. In: Zeitschrift für Germanistik vom September 2016

Der Freiburger Literaturwissenschaftler Hans Peter Herrmann legt mit diesem Band eine synthetisierte Sammlung seiner Arbeiten zu Universitätsgeschichte und Nationaldiskurs vor. Am Beispiel des ihm vertrauten Freiburger Universitätsbetriebs beleuchtet er vor allem die untergründigen Verstrickungen führender Germanisten mit der nationalsozialistischen Ideologie. Diese sollten die Institution tief und weitreichend in ihrem Selbstverständnis erschüttern. Anhand derartiger kritisch-analytischer „Tiefenbohrungen in die Gründe und Untergründe der Freiburger Germanistik“ werde ersichtlich, so der Rezensent, warum der Band einen „mehrfach[en] Glücksfall“ für die Forschung darstelle. Lobend hält er fest, dass es sich bei Herrmanns Aufsatzsammlung um „ein beeindruckendes Exempel für die Verfahren und Gewinne einer personell zentrierten Wissenschaftsgeschichtsschreibung“ handle.

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Für weitere Informationen zum Buch sowie eine Leseprobe klicken Sie hier: http://tinyurl.com/h6kjneo

Rezension zu »Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte in der Neuzeit«

US_Freiburg_Neuzeit_U1_01Das von Christiane Pfanz-Sponagel, Heinrich Schwendemann und Hans-Peter Widmann herausgegebene Werk beschäftigt sich mit der Geschichte Freiburgs in den vergangenen 500 Jahren. Die geschichtliche Entwicklung der Stadt ist von den habsburgischen Herrscherfiguren am Historischen Kaufhaus über das wiederaufgebaute Stadtbild bis hin zu den Stolpersteinen zur Erinnerung an die Opfer der Verfolgung durch die Nationalsozialisten noch heute allgegenwärtig.

Das thematische Spektrum der Sammelband-Beiträge reicht vom Bauernkrieg und der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert über die vorderösterreichische, französische und badische Zeit bis hin zu den beiden Weltkriegen und dem Wiederaufbau der Stadt im 20. Jahrhundert.

 

Eine Rezension zum Sammelband findet sich hier.

Friedrich Rückert zum 150. Todestag: Lesung und Konzert in Freiburg am 3. Mai

Friedrich Rückert (16. Mai 1788 – 31. Januar 1866) gehörte im 19. Jahrhundert zu den bekanntesten deutschsprachigen Dichtern. Heute ist er allenfalls als Verfasser der von Gustav Mahler vertonten »Kindertotenlieder« bekannt. Zum 150. Todestag des großen Dichters veranstaltet das Studium Generale der Freiburger Universität einen musikalisch-literarischen Abend. Thematischer Schwerpunkt sind dabei die rege rezipierten Kindertotenlieder und wie auch Leben und Werk Rückerts.

Wolfgang Weyers liest aus seiner Rückert-Biografie Der große Zauberer.
Igor Kamenz am Klavier mit Stücken von Gustav Mahler, Franz Schubert und Robert Schumann.
Dienstag, 3. Mai, 19 Uhr, im Haus zur Lieben Hand, Löwenstr. 6. Eintritt frei.

www.studiumgenerale.uni-freiburg.de

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Weiterlesen.

Buchvorstellung »Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte der Neuzeit« am 10. Dezember im Parlersaal in Freiburg

Die Historiker Hans-Peter Widmann und Dr. Heinrich Schwendemann präsentierten im Parlersaal des Münsterbauvereins elf spannende Episoden aus 500 Jahren Stadtgeschichte Freiburgs. Ausgehend von einem besonderen Datum haben sie Zeithorizonte aufgespannt und die Vergangenheit so sehr lebendig erzählt. Der Bogen reichte vom Bauernkrieg, der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert über die vorderösterreichische, französische und badische Zeit bis hin zu den beiden Weltkriegen und dem Wiederaufbau der Stadt im 20. Jahrhundert. Einige Beispiele: Am 4. Mai 1770 machte Marie-Antoinette auf ihrer Hochzeitsreise nach Versailles Station in Freiburg. Über 1000 Zuschauer strömten heran. Am 28. Februar 1900 wurden Frauen zum Studium zugelassen. Heute stellen sie die Mehrheit der Studierenden. Der 27.11.1944 gilt noch immer als schwärzester Tag der Stadt. Beim Luftangriff wurden 2800 Menschen getötet und große Teile der Stadt zerstört.

Zur Buchbesprechung der Badischen Zeitung:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/so-wird-geschichte-greifbar-gemacht–115063870.html

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Beiträger und Herausgeber.

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Dr. Heinrich Schwendemann (links) und Hans-Peter Widmann

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Herausgegeben vom Landesverein Badische Heimat (Dr. Sven von Ungern-Sternberg) und der Abteilung Landesgeschichte am Historischen Seminar der Universität Freiburg (Prof. Dr. Jürgen Dendorfer)
240 S., Pb., 15 x 22,4 cm, € 26,00
ISBN 978-3-7930-5134-3

Zu weiteren Details und der Leseprobe.

 

Buchpräsentation »Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte in der Neuzeit« am 10. Dezember im Parlersaal

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Ausgehend von besonderen Tagen in der Freiburger Geschichte der vergangenen 500 Jahre präsentiert der Band die Beiträge der Vortragsreihe »Auf Jahr und Tag« und macht damit die tiefgreifenden Veränderungen der Vergangenheit Freiburgs deutlich, die noch heute – z.B. an den habsburgischen Herrscherfiguren am Historischen Kaufhaus oder den Stolpersteinen zur Erinnerung an die NS-Opfer – im Stadtbild sichtbar sind. Das Themenspektrum reicht dabei vom Bauernkrieg und der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert über die vorderösterreichische, französische und badische Zeit bis hin zu den beiden Weltkriegen und dem Wiederaufbau der Stadt im 20. Jahrhundert.

Die Herausgeber, die Veranstalter der Vortragsreihe »Auf Jahr und Tag«  sowie der Rombach Verlag Freiburg laden Sie herzlich ein zur Buchpräsentation:

am Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18.00 Uhr
im Parlersaal des Münsterbauvereins (Schoferstr. 4, Freiburg)

Ablauf:

- Begrüßung (Dr. Sven von Ungern-Sternberg)
- Vorstellung des Buches (Dr. R. Johanna Regnath und Dr. Heinrich Schwendemann)
- Grußwort und Buchübergabe (Dr. Torang Sinaga, Rombach Verlag)
- Musikalische Umrahmung (Lukas Noeske, Klassische Gitarre)

Im Anschluss findet ein Stehempfang statt.

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Hg. von Christiane Pfanz-Sponagel, R. Johanna Regnath, Heinrich Schwendemann und Hans-Peter Widmann.
220 S., Pb, €26,00, erscheint im November 2015
ISBN 978-3-7930-5134-3

Weitere Informationen zum Buch.

 

»Der Erste Weltkrieg am Oberrhein« Buchvorstellung am 16. Juli in Freiburg

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„Das Buch ist sehr gut: Kompetent und sachlich neu“, so das Fazit von Professor Gerd Krumeich, der den Band vorstellte. Der Historiker gilt als einer der renommiertesten internationalen Experten des Ersten Weltkrieges. Die Wiederentdeckung der Geschichte vor Ort sei für die Forschung enorm wichtig und in keiner anderen Region wurde der Krieg so hautnah erlebt wie hier. Das bewegt und interessiert nicht nur Historiker, was sich auch an der Besucherzahl zeigte: Der Innenhof des Museums für Stadtgeschichte am Münsterplatz in Freiburg war bis auf den letzten Platz besetzt.
Das von Robert Neisen und Markus Eisen herausgegebene Buch veranschaulicht in acht Beiträgen die Auswirkungen des Krieges auf den Alltag der Menschen. Die Front verlief im Elsass, darunter hatte nicht nur die Region selbst, sondern auch die Grenzstädte Lörrach und Basel stark zu leiden. Freiburg wurde Ziel von Bombenangriffen, dass aus der Luft auf Zivilisten geschossen wurde, war neu und schockierend.
Die weiteren Beiträge zu Kriegsliedern und -gedichten, Tagebüchern und Feldpostbriefen, die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges an der Freiburger Uni sowie die Untersuchung über die Einbeziehung der Wissenschaftler in die Kriegsanstrengungen nannte Krumeich ebenfalls beispiellos.

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Herausgeber und Autoren.
Vordere von links: Prof. Gerd Krumeich, Dr. Robert Neisen, Markus Eisen, Aibe Marlene Gerdes. Hintere Reihe von links: Andreas Lehmann, Dr. Torang Sinaga, Robert Labhardt, Michael Fischer, Arndt Schreiber, Jan Merk.

Cover

Zur Leseprobe und weiteren Informationen.

 

Gender in der Steinzeit. Buch und Ausstellung „Ich Mann. Du Frau“ widerlegen Stereotypen

Der Jäger und die Sammlerin: Alles nur Klischee? Ja, denn archäologische Funde aus der Steinzeit lassen kein eindeutiges Rollenmuster zu. Geschlechterforschung stand bisher nicht im Fokus archäologischer Debatten. Die Ausstellung Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten? im Colombischlössle in Freiburg (noch bis 17.5.) ändert das. So belegen die ausgestellten Funde, dass Männern Schmuck oder Haushaltsgegenstände und Frauen Waffen im Grab beigelegt wurden. Der gleichnamige Begleitband dokumentiert die präsentierten Fallbeispiele aus der Ur- und Frühgeschichte und gibt Einblicke in die Arbeitsweise der archäologischen Geschlechterforschung. Zudem werden moderne Geschlechterbilder, ihre gesellschaftliche Relevanz und ihre Entstehung erläutert. Denn das Geschlechtermodell der bürgerlichen Gesellschaft wurde damit begründet, dass es schon seit Urzeiten so gewesen sei. Doch weit – sehr weit gefehlt.

Zur Ausstellung: http://www.freiburg.de/pb/,Lde/604837.html

9783793051145

Mehr zum Buch: http://www.rombach-verlag.de/katalog/rombach/buch/details/ich-mann-du-frau.html