Vortrag in Freiburg von Herbert Zeman: »Goethe und die Musik«

In Kooperation mit der Goethe-Gesellschaft Freiburg und dem Deutschen Seminar lädt das Studium Generale den renommierten Wiener Literaturwissenschaftler Herbert Zeman an die Universität Freiburg ein.
»Goethe und die Musik« ist das Thema am Abend des 28. Juni.

Herbert Zeman ist Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008). Im Rombach Verlag sind zuletzt von ihm erschienen: Bio-bibliografisches Lexikon der Literatur Österreichs (Bd. 1), Literaturgeschichte Österreichs von den Anfängen im Mittelalter bis zur Gegenwart sowie Wilhelm Scherer (26.4.1841 – 6.8.1886).

Der Vortrag findet statt am Mittwoch, den 28. Juni 2017 um 20.15 Uhr im Hörsaal 1015
der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

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Foto: privat

 

Leben – was ist das eigentlich? Poetologien des Lebendigen im 19. Jahrhundert

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Skelettfunde eines ausgestorbenen Urtiers brachten Ende des 18. Jahrhunderts die statische Naturgeschichte ins Wanken. Die Erkenntnis, dass sich Leben auf der Erde mehrmals verändert hat und sich dieses nicht rekonstruieren lässt, verursachte in der Folge eine Unsicherheit des Wissens. Darauf reagierte auch die Literatur im 19. Jahrhundert, wie der Band Lebenswissen darlegt. Damals konstituierte sich das Leben als epistemisches Objekt, das in der Literatur und Ästhetik ebenso thematisiert wurde, wie auch in der aufkommenden Biologie.
Die Beiträge analysieren das Feld des Lebenswissens unter besonderer Berücksichtigung der Dynamisierungstendenzen. Themen sind unter anderem: Leben bei Georg Büchner und in der frühen Biologie, Poetologien des Lebens bei Hebbel und Wagner, Goethes Formverhalten in den Wahlverwandtschaften, Wissen des Lebens in Gottfried Kellers Sinngedicht, zum Konflikt zwischen Lebenspathos und Ästhetizismus in Hofmannstahls Novelle Das Glück am Weg.

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Benjamin Brückner / Judith Preiß / Peter Schnyder (Hg.)
Lebenswissen
Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert
Das unsichere Wissen der Literatur, Band 4
228 S., Pb., 48,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9866-9

Weitere Details zum Buch.

Herausgeber:
Benjamin Brückner, M.A., 2012–2016 SNF-Doktorand im ProDoc-Graduiertenkolleg »Das unsichere Wissen der Literatur. Natur – Recht – Ästhetik« an der Université de Neuchâtel.
Judith Preiß, M.A., 2012–2016 SNF-Doktorandin im ProDoc-Graduiertenkolleg »Das unsichere Wissen der Literatur. Natur – Recht – Ästhetik« an der Université de Neuchâtel.
Peter Schnyder, Prof. Dr., seit 2010 Ordinarius für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Université de Neuchâtel.

Rezension zu Anne Holzmüller: Lyrik als Klangkunst. In: Monatshefte für deutschsprachige Literatur und Kultur vom November 2016

Hören hat eine erkenntnistheoretische Dimension: Das belegt Anne Holzmüller in ihrer Dissertation Lyrik als Klangkunst am Beispiel von Goethes Nachtliedern und ihren Vertonungen. Gedichtanalysen konsequent vom Klanglichen her zu denken, „vital for both the reading of poetry and the analysis of musical settings”, sei das entscheidende Novum der Arbeit Holzmüllers, so der Rezensent. Holzmüllers „impressive, innovative, and clearly written volume“ lebe nicht zuletzt von ihrer „obvious expertise in both fields“.

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