Hausbesuche bei der Wiener Avantgarde

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Hermann Menke, der selbst zur Wiener Moderne zählende Journalist und Autor, besuchte ab 1907 die damals bedeutendsten Wiener Künstler. Die Berichte von diesen Hausbesuchen publizierte er im vielbeachteten Neuen Wiener Journal. Der Leser erfährt in den Artikeln von Plänen und Stimmungen der Künstler. Besucht hat er u.a. Hugo von Hofmannsthal, Hermann Bahr, Anna Bahr-Mildenburg, Arthur Schnitzler und Richard Strauss. Die bemerkenswerten Aufzeichnungen sind völlig aus dem Bewusstsein verschwunden. Nun werden sie, reich kommentiert und interpretiert von Ursula Renner, erstmals seit der Zeitungsveröffentlichung im Hofmannsthal-Jahrbuch vorgelegt.
Menkes Hausbesuche „können für unsere historische Phantasie gerade durch ihre unakademische Form des mitgeteilten Gesprächs Supplemente bilden“, so Ursula Renner in der Einleitung.

Zur Leseprobe.

Maximilian Bergengruen/Gerhard Neumann/Ursula Renner/Günter Schnitzler/Gotthart Wunberg (Hg.)
Hofmannsthal Jahrbuch zur Europäischen Moderne
Band 24/2016
424 S., engl. Broschur
€ 65,50; Subskriptionspreis zur Fortsetzung € 50,-
ISBN 978-3-7930-9867-6

Zu den weiteren Inhalten des Buches.

Rezension zu Gerhard Neumann u.a. (Hg.): Hofmannsthal-Jahrbuch (23). In: Freiburger Universitätsblätter vom September 2016

Als renommiertes Sprachrohr der Hofmannsthal-Forschung versammelt das Jahrbuch erneut bisher unpublizierte Briefwechsel sowie Forschungsbeiträge zur europäischen Moderne. Der Rezensent Hartmut Cellbrot greift besonders den Aufsatz von Gabriele Brandstetter lobend heraus. Sie beschäftigt sich mit Harry Graf Kesslers Idee eines Gesamtkunstwerks als Verbindung von Körperkunst und Leben bei der Tanzgruppe Ballets Russes. Daneben werden in der Rezension die kommentierten Briefeditionen „als hervorstechendste[r] Verdienst des Hofmannsthal-Jahrbuchs“ gewürdigt, die ein „äußerst perspektivenreiches Epochentableau entstehen“ lassen.

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Zusätzliche Informationen zum Buch gibt es hier.