Rezension zu Hillesheim, Jürgen: Die Wanderung ins »nunc stans«. Wilhelm Müllers und Franz Schuberts Die Winterreise. In: Augsburger Allgemeine, Juni 2017

Im Zentrum von Hillesheims Monographie steht mit der Winterreise, welche der Zusammenarbeit von Wilhelm Müller und Franz Schubert entstammt, einer der bedeutendsten Lyrik- bzw. Liederzyklen des 19. Jahrhunderts. Dabei positioniert Jürgen Hillesheim das Werk ‒ »energisch und überzeugend«, wie es Rezensent Stefan Dosch formuliert ‒  erstmals im Kontext jener damaligen pessimistischen bzw. fatalistischen Weltsichten, die uns etwa auch in den Werken Arthur Schopenhauers und Georg Büchners begegnen. Denn wie Stefan Dosch resümiert, sieht Hillesheim »die einsame Reise des lyrischen Wanderer-Ichs« als Folge der grundsätzlichen »›existenziellen Fremdheit‹ des Menschen«.

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Rezension zu Jürgen Hillesheim (Hg.): »Verfremdungen«, in: Zeitschrift für Theaterpädagogik 2014

9783793097181Das von Jürgen Hillesheim herausgegebene Buch Verfremdungen untersucht ein Phänomen Bertolt Brechts in der Musik, das eng an das Schaffen des Autors und Stückeschreibers heranführt. »Verfremdung« ist als eine zentrale Kategorie der Ästhetik Brechts untrennbar verbunden mit Theorie und Praxis seines Epischen Theaters, weist aber zugleich lange Traditionslinien in der Musikgeschichte auf. Die Beiträge des Bandes gehen diesen Spuren nach und fokussieren »Verfremdungen« vor musikalischem Hintergrund im Schaffen Brechts, aber auch in der Musikgeschichte. Komponisten, die mit ihm zusammenarbeiteten, sind gleichfalls Gegenstand von Untersuchungen. Indem der Sammelband mit dieser auch historischen Ausrichtung die breite Wirkkraft dieses produktions-philosophischen Begriffs aufzeige, gelinge ihm “etwas Vorzügliches”, so der Rezensent Gerd Koch.

 

Rezension: Gerd Koch: Jürgen Hillesheim (Hg.): Verfremdungen, Freiburg i.Br. 2013, in: Zeitschrift für Theaterpädagogik 2014.