Germanist Herbert Zeman zu Gast bei erLesen

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Der österreichische Literaturwissenschaftler Herbert Zeman war am 22. November zu Gast beim ORF Literaturmagazin erLesen. Der heute in Wien lehrende Germanist arbeitete unter anderem an den Universitäten Stanford, Luxemburg und Rom. Forschungsgeschichtlich hat er sich vor allem mit seinen Beiträgen zur Lied- und Libretto-Forschung sowie zur österreichischen Literaturgeschichte einen Namen gemacht.

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Einen Überblick über die Vielfältigkeit der österreichischen Nationalliteratur bietet das von Zeman herausgegebene Bio-bibliografische Lexikon der Literatur Österreichs sowie seine Literaturgeschichte Österreichs. Darin beleuchtet Zeman die österreichische Literatur von ihren mittelalterlichen Anfängen bis zur Gegenwart umfassend. Im Gespräch mit Moderator Heinz Sichrovsky betont er die lange zu Unrecht unterschätzte Rolle der österreichischen Literatur im deutschsprachigen Literaturspektrum. Den Beitrag können Sie hier abrufen.

Weitere Informationen zum ersten Band des Bio-bibliografischen Lexikons der Literatur Österreichs finden Sie hier.

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Herbert Zeman, geb. 1940, Ordinarius für Neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008), beeinflusste mit seinen zahlreichen Publikationen die Entwicklung der von ihm vertretenen Lehre und Forschung richtungweisend. Sein besonderes Interesse gilt der deutschen Literatur des  17. und 18. Jahrhunderts, insbesondere der Goethezeit im engeren Sinn, der österreichischen Literatur und dem Zusammenwirken von Dichtung und Musik.

Rezension zu Johannes F. Lehmann: »Im Abgrund der Wut«, in: Arbitrium 2016

9783793096900Seit den Anfängen der abendländischen Kultur- und Literaturgeschichte sind Zorn und Wut zentrale Motive literarischer Texte. Daher mag es verwundern, dass dieses Thema lange Zeit ein Forschungsdesiderat blieb. Mit Johannes F. Lehmanns Habilitationsschrift Im Abgrund der Wut. Zur Kultur- und Literaturgeschichte des Zorns wurde diese Lücke nicht nur geschlossen, sondern gleichsam ein Grundlagenwerk verfasst, findet Stephanie Bremerich in ihrer Rezension. Besonders der diskursgeschichtliche Ansatz, der zwischen nicht-literarischen und literarischen Texten pendelt, überzeugt die Rezensentin. Dabei führe die “Fülle an Quellen, die Lehmann kenntnisreich und übersichtlich aufbereitet,” und mit kanonischen Texten von Schiller, Kleist, Storm oder auch Gerhart Hauptmann in Verbindung setzt, zu durchaus überraschenden Erkenntnissen. Da diese “auf über 500 Seiten entfaltete Materialfülle auf souveräne Weise strukturiert” ist, sei das Buch ”eine lesenswerte und zugleich leserfreundliche Publikation.”

 

Rezension: Stephanie Bremerich: Johannes F. Lehmann: Im Abgrund der Wut. Zur Kultur- und Literaturgeschichte des Zorns, Freiburg i.Br. 2012, in: Arbitrium 34/1 (2016), S. 85-89.

Rezension zu Herbert Zeman (Hg.): »Literaturgeschichte Österreichs« in: Freiburger Universitätsblätter 2015

ZemanLitGeschichte_U1_JPEGDie zweite Auflage der Literaturgeschichte Österreichs, die in vielen Teilen ein neues Buch ist, verleitet den Rezensenten Stefan Seeber “ausschließlich zu Euphorie.” Das von Herbert Zeman herausgegebene Werk könne neue Schwerpunkte setzen und zugleich die Fehler der ersten Ausgabe aus dem Jahr 1996 beseitigen, “ohne die ursprünglichen konzeptionellen Stärken des Buches preiszugeben.” Der als umfangreiches Gemeinschaftsprojekt angelegte Band werde durch seinen Perspektivenreichtum und seine Detailliertheit zum “unentbehrlichen Führer durch den Reichtum der österreichischen Literatur.”

 

Rezension: Stefan Seeber: Literaturgeschichte Österreichs. Hrsg. von Herbert Zeman. Freiburg i.Br. u.a.: Rombach, 2015, in: Freiburger Universitätsblätter, Heft 210/4 2015, S. 128-131.

Buchpräsentation »Wilhelm Scherer. Essayist, Feuilletonist, Sprach- und Literaturwissenschaftler« am 26.11., 19.30 Uhr, in Wien

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Autor Professor Herbert Zeman im Gespräch mit „Kurier”-Kulturchef Gert Korentschnig.

Der Österreicher Wilhelm Scherer (1841–1886) ist der bedeutendste und wirksamste Sprach- und Literaturwissenschaftler seiner Zeit und weit darüber hinaus. Er gilt als Reformator der germanistischen Studien. Als Ordentlicher Professor an den Universitäten Wien, Straßburg und Berlin beeinflusste Scherer den Universitätsbetrieb seines Faches nachhaltig. Die Einteilung der deutschen Sprachgeschichte in Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch und Neuhochdeutsch geht auf ihn zurück. Berühmt wurde und blieb er bis ins 20. Jahrhundert auch durch seine Essays (Feuilletons) und die weitverbreitete »Geschichte der Deutschen Literatur«.

Herbert Zeman, Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008), hat eine Monografie über Wilhelm Scherer vorgelegt.

Veranstaltungsinfo:

Donnerstag, 26.November 2015, 19.30 Uhr
Buchhandlung Kuppitsch, Schottengasse 4, 1010 Wien

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114 S., 13 Abb., Pb., € 17,50 (D) / € 18,00 (A)
ISBN 978-3-7930-9814-0 Rombach Verlag 2015

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