Rezension zu Roland Borgards u.a. (Hg.): Robinsons Tiere, in: literaturkritik.de, 06.02.2018

Bei Daniel Defoes Robinson Crusoe und den nachfolgenden Robinsonaden stand das abendländisch-neuzeitliche Subjekt im Fokus der Interpretationen. Die meisten dieser Deutungen haben die Tiere vergessen oder verstehen diese nur als marginale Figuren. Genau an diesem Versäumnis setzt der Band Robinsons Tiere an. Rezensentin Vera Zimmermann betont, dass die von den Herausgebern lancierte Lesart gegen den Strich eines anthropozentrischen und eurozentrischen Sinngefüges „geschickt anhand der Analyse eines Frontispiz zu einer französischen Ausgabe von Defoes Roman aus dem Jahr 1840 hergeleitet wird.“ Sie vermisst hingegen, dass der intermediale Ansatz in den Aufsätzen nur ansatzweise realisiert wird, etwa „wenn etwa Ulrike Stamm die Rolle der Tiere in Hugo von Hofmannsthals Filmskript Daniel De Foe diskutiert“.

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Roland Borgards / Marc Klesse / Alexander Kling (Hg.)
Robinsons Tiere
cultural animal studies, Band 1
334 S., zahlr. Abb., Pb., 46,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9822-5