Krieg in der Oper

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Die Kriegsthematik nimmt in vielen Opern einen zentralen Stellenwert ein, den die musikwissenschaftliche Forschung jedoch wenig untersucht hat. Dennis Roth schließt jetzt mit seiner Arbeit Krieg in der Oper diese Lücke. Sein Forschungsspektrum reicht von den Anfängen der Barockoper bis zum frühen 20. Jahrhundert. Dabei stehen La Didone und die venezianische Barockoper, die Grand Opéra, Berlioz’ Les Troyens sowie Karl Amadeus Hartmanns Simplicius Simplicissimus im Fokus. Schwerpunkte von Roths Betrachtung sind Librettistik und Motivgeschichte, die Vertonung einzelner Motive, Bühnenbild und Performanz. Dabei werden die Werke jeweils in den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten verortet.

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DENNIS ROTH, geb. 1982. Studium der Musikwissenschaft und Neueren deutschen Literatur in Freiburg i.Br., Promotion 2016 mit vorliegender Arbeit. Langjährige Tätigkeit als Konzertkritiker, seit 2010 Autor von Werkeinführungen.

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Dennis Roth
Krieg in der Oper
Litterae, Band 228
214 S., 5 s/w Abb., geb., € 48,00
ISBN 978-3-7930-9884-3
Auch als E-Book.

Komponieren & Dirigieren – Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte

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In dem Sammelband Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte erörtern die Beiträger folgende Fragestellungen: Welche Rolle spiel(t)en die Tätigkeiten des Komponierens und Dirigierens in der künstlerischen Entwicklung des jeweils thematisierten Künstlers? Inwiefern lassen sich Wechselwirkungen zwischen den Tätigkeiten des Dirigierens und Komponierens dokumentieren? Welche Entwicklung nahm bzw. nimmt die Rezeption dieser Doppeltätigkeit? Die Fallstudien reichen von Mozart über Berlioz und Mahler bis zu Boulez und Pintscher.

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Alexander Drčar / Wolfgang Gratzer (Hg.)
Komponieren & Dirigieren
Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte
Reihe klang-reden Band 16
632 S., zahlr. Abb., Pb., 78,00 € (D) / 80,20 € (A)
ISBN 978-3-7930-9861-4

Wie semantisch ist die Musik?

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Der Band Wie semantisch ist die Musik? versammelt neue Beiträge zur Erforschung der Semantisierung von Musik im Kontakt mit sprachlichen Strukturen, vor allem gesungenen Texten, aber auch literarischen Programmen und rhetorischen Figuren. Aus der Sicht der Musik- und der Literaturwissenschaft, aber auch der Philosophie und der musikalischen Semiotik wird anhand von historischem Material zwischen ca. 1600 und 1900 unter Einbeziehung bislang zu wenig herangezogener Fragestellungen – etwa einer Pragmatik der Kommunikation – nach dem Verhältnis zwischen Bedeutungserzeugung, Mimesis und abstrakt musikalischer Struktur gefragt. Dadurch wird neues Licht auf die Bedingungen und Möglichkeiten einer ›Semantisierbarkeit‹ musikalischer Formungen geworfen.

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206 S., zahlr. s/w- und Farbabb., geb., 54 €
ISBN 978-3-7930-9865-2

Herausgeber:
Florian Mehltretter studierte Romanistik, Komparatistik und allgemeine Sprachwissenschaft in München und Florenz. Er wurde an der FU Berlin über das venezianische Opernlibretto des Barock promoviert und setzt seither einen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Intermedialität von Text und Musik. Nach Vertretungen in Köln und Berlin und einer Berufung nach Köln hat er seit 2011 den Lehrstuhl für Italienische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München inne.

Rezension zu Joachim Brügge (Hg.) »Zur Interpretation von W.A. Mozarts Kammermusik«

KLANG14_Bruegge_DRUCK.inddDer von Joachim Brügge herausgegebene Band »Zur Interpretation von W.A. Mozarts Kammermusik« legt den Schwerpunkt der Analyse auf die Klavier und Violinsonaten sowie die Klavier- und Streichquartette Mozarts. Als noch junge Disziplin der Musikwissenschaft ist die Interpretationsforschung dabei besonders gefordert, methodische Probleme und Grenzen der sprachlichen Darstellung zu reflektieren. Das in der Reihe Klangreden erschienene, “sorgfältig editierte Buch” zeigt dabei u.a. auf, wie Mozarts Musik “unter akribischer und mit neuestem Gerät durchgeführter Vermessung” objektivierend untersucht werden kann, findet der Rezensent Armin Kaumanns.

 

Zur Rezension siehe hier: dasorchester.de

Rezensionen zu Christian Berger / Günter Schnitzler (Hg.): Bahnbrüche. Gustav Mahler, in: Nachrichten zur Mahler-Forschung 2015

Cover_Bahnbrueche_01Gustav Mahlers Schaffen steht in vieler Hinsicht für einen Aufbruch in eine sich facettenreich auffächernde Moderne. In seinem Werk gehen Tradition und Avantgarde, überkommenes Formbewusstsein und experimentelle Strukturwagnisse, Frühromantik und modernes Ich- wie Wirklichkeitsbewusstsein geradezu ›unmögliche Synthesen‹ ein. Die sechzehn Aufsätze des Sammelbandes bieten, so der Rezensent Clemens Höslinger, “einen profunden Einblick” in die gegenwärtigen Diskussionen zu einem Künstler, dessen Werk geradezu unerschöpflich scheint. In “überwiegend klar verständlichen Worten” gehalten, könne der Tagungsband mit neuen Erkenntnissen aufwarten und auch bisher kaum gekannte Quellen erschließen, die “hochinteressante” Einblicke gewährten.

 

Rezension: Clemens Höslinger: Christian Berger / Günter Schnitzler (Hg.): Bahnbrüche. Gustav Mahler, Freiburg i.Br. 2015, in: Nachrichten zur Mahler-Forschung 69 (2015), S. 66-68.

 

Auch Werner Bodendorff lobt in seiner Online-Rezension die “teils bemerkenswerten und gedankentiefen Aufsätze” des Bandes, die wichtige Aspekte im Werk Gustav Mahlers beleuchten würden und oftmals mit breitem Hintergrundwissen gespickt seien.

Rezension auf dasorchester.de

Chor-Figuren

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Der Chor, die älteste Instanz des antiken Theaters, ist eine facettenreiche Figur, die sich trotz vielfältiger Transformationen bis heute nicht von der Bühne vertreiben ließ und besonders im gegenwärtigen Theater Konjunktur hat. Als äußerst heterogenes Gebilde, das musikalisches Stimmenensemble, formale Anordnung oder inszenatorische Herausforderung sein kann, entfaltet der Chor eine produktive Ambivalenz, aus der sich seine fortwährende Bühnenpräsenz speist. Diesen vielfältigen Erscheinungsformen des Chors geht der Band Chor-Figuren von Julia Bodenburg, Katharina Grabbe, Nicole Haitzinger in einer disziplinübergreifenden Neubetrachtung nach und vereint Beiträge aus Theater-, Tanz- und Musikwissenschaft sowie aus der Klassischen Philologie, der Neueren deutschen Philologie und der Regiepraxis.

Vgl. dazu auch den Hinweis auf theaterforschung.de

Leseprobe

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Julia Bodenburg, Katharina Grabbe, Nicole Haitzinger (Hg.)
Chor-Figuren
Transdisziplinäre Beiträge
Reihe Paradeigmata, Band 30
262 S., 7 s/w Abb., Pb., 48,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9837-9

Lyrik als Klangkunst: Zur kompositorischen Dimension von Gedichten

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Das Hören hat eine erkenntnistheoretische Dimension. Das belegt Anne Holzmüller in ihrer Dissertation »Lyrik als Klangkunst«. Gedicht- und Liedanalyse konsequent vom Klanglichen her zu denken, ist ein Novum in der Forschung. Das Potential sprachklanglicher Analysen führt sie am Beispiel von Goethes Nachtliedern und ihren Vertonungen vor. Mit dieser Arbeit liefert Anne Holzmüller eine Anleitung zum aufmerksamen, sensiblen und wissenden Hören von Gedichten.

Zur Leseprobe.

Anne Holzmüller studierte Schulmusik und Germanistik in Freiburg und Krakau. Seit 2012 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Musikwissenschaftlichen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die vorliegende Studie wurde 2014 mit dem Gerhart-Baumann-Preis für interdisziplinäre Literaturwissenschaft ausgezeichnet.

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Anne Holzmüller
Lyrik als Klangkunst
Klanggestalten in Goehtes Nachtliedern und ihren Vertonungen von Reichardt bis Wolf
Reihe litterae, Band 212
467 S., € 58,00 (D)
ISBN 978-3-7930-9806-5
Rombach Verlag 2015

Wie modern ist Gustav Mahler?

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Die Studien im neuen Sammelband »Bahnbrüche: Gustav Mahler« verfolgen unter verschiedenen Perspektiven die Fragen nach der Modernität Gustav Mahlers. Seine Musik steht wie keine andere für den Aufbruch in die Moderne. Bei ihm verbinden sich Tradition und Avantgarde, überkommenes Formbewusstsein und experimentelle Strukturwagnisse, Frühromantik und modernes Ich. Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts sorgte er für Irritationen. Erst allmählich setzte sich die Einsicht in den produktiven, experimentellen und zukunftsweisenden Charakter dieser Kompositionsweise durch.

Lesen Sie hier  das Vorwort.

Herausgeber: Christian Berger, Professor für Musikwissenschaft und Direktor des Musikwissenschaftlichen Seminars der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

Günter Schnitzler, Professor für Neuere deutsche Literatur und Musik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i.Br.

Beiträger: Carolin Abeln, Peter Andraschke, Rainer Bayreuther, Christian Berger, Elmar Budde, Wolfried Gruhn, Stefan Häussler, Hanns-Werner Heister, Gerd Indorf, Janina Klassen, Hartmut Krones, Gösta Neuweirth, Günter Schnitzler, Michael Schwalb

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