Rezension zu Anne Holzmüller: Lyrik als Klangkunst. In: Die Musikforschung, Dezember 2016.

Das Hören hat eine erkenntnistheoretische Dimension: Das belegt Anne Holzmüller in ihrer Dissertationsschrift Lyrik als Klangkunst. Das Potential sprachklanglicher Analysen führt sie am Beispiel von Goethes Nachtliedern und deren Vertonungen vor. „Letztlich strebt sie eine Reform der Lyrik- und Liedanalyse ‚vor dem Hintergrund ihrer gemeinsamen Materialität, ihres Klangs‘ an“, so der Rezensent, der weiter feststellt, dass Holzmüller lieber selber denke, „als Sekundarliteratur zu paraphrasieren“. Die Arbeit sei aufgrund des ideengeschichtlichen Überbaus – der von Hegels Ästhetik, über Nietzsches sprachkritischer Wende bis zur Sprach- und Literaturtheorie des 20. Jahrhunderts reiche – sowie der Gedicht- und Liedanalysen eine interdisziplinäre Studie „im besten Sinn“.

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