Ahmad Milad Karimi mit dem Voltaire-Preis 2019 ausgezeichnet

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Die Universität Potsdam verleiht den mit 5 000 Euro dotierten »Voltaire-Preis für Toleranz, Völkerverständigung und Respekt vor Differenz« an Ahmad Milad Karimi. Die Jury würdigt damit seine »außerordentliche fachliche Breite und seine Vermittlung zwischen den Kulturen«. Die Preisverleihung war am 16. Januar in Potsdam.
Karimi ist Philosoph, Islamwissenschaftler, Übersetzer und Autor zahlreicher Bücher. Im Rombach Verlag sind Identität – Differenz – Widerspruch. Hegel und Heidegger und Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie erschienen.

Karimi wurde 1979 in Kabul geboren. Als Kind floh er mit seiner Familie aus Afghanistan, zunächst nach Russland, dann nach Deutschland. Er studierte Philosophie und Islamwissenschaft an den Universitäten Freiburg und Neu Delhi. Seit dem Wintersemester 2012/2013 hat er eine Professur für Kalãm, islamische Philosophie und Mystik, an der Universität Münster inne.

Hier geht`s zur Laudatio und zur Dankesrede:

Dieser Link führt zu den Publikationen von Ahmad Milad Karimi bei Rombach.

Pittsburgh Symphony Orchestra: seine Geschichte – sein Klang

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Das Pittsburgh Symphony Orchestra (PSO) stand lange im Schatten der »Big Five«. Zu Unrecht, wie Musikjournalist Alain Steffen in seinem neuen Buch Let`s talk about … erläutert. Steffen erzählt die Geschichte des Orchesters seit den Anfängen im Jahre 1894 bis heute und unterhält sich u.a. mit den ehemaligen Chefdirigenten Sir André Previn und Mariss Jansons. Seit 2008 leitet Manfred Honeck das Orchester. Unter ihm erlangt es internationalen Ruhm. Er führt die Musiker auf die weltweiten Bühnen und zu den bedeutenden Festivals.
Interviews mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Solisten geben Einblicke in die Arbeitsweise des Orchesters und veranschaulichen seine einzigartige Klangsprache. Zu Wort kommen u.a. Hélène Grimaud, Thomas Hampson und Anne-Sophie Mutter. Ein Tourneetagebuch nimmt den Leser mit in den Konzertsaal und hinter die Kulissen.

Alain Steffen, geb. 1961, arbeitet u.a. als freier Redakteur für verschiedene luxemburgische Zeitungen und Rundfunkanstalten.

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Alain Steffen (Hg.)
LET’S TALK ABOUT…
PITTSBURGH SYMPHONY ORCHESTRA & MANFRED HONECK
256 S., zahlr. Farbabb., Pb. mit SU, 23 x 23 cm, € 38,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5168-8

Nachlassverwalter Hofmannsthals mit Doppelleben

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Das aktuelle Hofmannsthal-Jahrbuch 2018 nimmt Heinrich Zimmer (1890–1943), Schwiegersohn von Hugo von Hofmannsthal in den Blick. Der Indologe führte ein von seiner Frau toleriertes Doppelleben, das Katharina Geiser eindrücklich mit zahlreichen Briefauszügen schildert. Elsbeth Dangel-Pelloquin erörtert seine editorische Leistung als Nachlassverwalter. Die von Zimmer herausgegebenen Bände hätten es ermöglicht, „Hofmannsthals facettenreiches Schreiben aus dem Korsett des kanonischen Frühwerks zu befreien und seine Vielfalt bekannt zu machen“.
Weitere Aufsätze des Jahrbuchs thematisieren u.a. die Dimension des Existenzialismus bei Hofmannsthal, sein ambivalentes Verhältnis zum ›Berliner‹ Theater der zwanziger Jahre und sein Scheitern an Goldoni in der Komödie Cristians Heimreise.

Hier geht`s zur Leseprobe.

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Maximilian Bergengruen/Alexander Honold/Gerhard Neumann (†)/
Ursula Renner/Günter Schnitzler/Gotthart Wunberg (Hg.)
Hofmannsthal
Jahrbuch zur Europäischen Moderne
Band 26/2018
364 S., engl. Broschur, 65,50 €, Subskriptionspreis zur Fortsetzung 50,– €
ISBN 978-3-7930-9925-3

Kindheit und Literatur

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Kindheit und Literatur untersucht die ästhetische, epistemologische und diskursive Funktion von Kindheit. Es geht darum, “die Perspektive einer ‘Poetologie des Wissens’ mit der Frage nach der spezifischen Eigenlogik der literarischen Kindheitsreflexion ins Verhältnis zu setzen”, so Herausgeber Davide Giuriato.
Der erste Teil umfasst Aufsätze zu den Kindheitstheoretikern Nietzsche, Freud, Benjamin und Adorno. Die weiteren Beiträge widmen sich der Kindheit als einer poetologischen Reflexionsfigur von der Frühen Neuzeit, über Klassik und Romantik, Moderne bis hin zur Gegenwart. Themen sind u.a.: der Verlust des Sohnes in Giovanni Morellis Aufzeichnungen, autobiografische Kindheitsentwürfe bei Fontane und Dürrenmatt, Heranwachsen als Problem der Kinderliteratur, das böse Kind bei Hustvedt und Shiver.

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Davide Giuriato / Philipp Hubmann / Mareike Schildmann (Hg.)
Kindheit und Literatur
Konzepte – Poetik – Wissen

Litterae, Band 235
340 S., 8 Abb., geb., 58,– €
ISBN 978-3-7930-9928-5