Rezension zu Vedder/Hohendahl (Hg.): Herausforderungen des Realismus, in: Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft, Juni 2019

„Der Band enthält 14 scharfsinnige und gut formulierte Studien“, so das Fazit von Martin Lowsky. Auf einige Erkenntnisse geht er näher ein: Etwa, dass Fontanes Theaterszenen Wirklichkeit seien und sein Realismus einzelne Personen in den Fokus rücke, um sie dann in ein unbekanntes großes Ganzes einzuordnen.

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Rezension zu Elias Zimmermann: Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne, in: Journal of Austrian Studies Association, 52:1–2, Spring 2019

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Die Wechselwirkung zwischen neuerer Literatur und postmoderner Architektur wurden bis dato nur wenig erforscht. Elias Zimmermanns Studie Lesbare Häuser? untersucht diese Konstellation anhand von zwei Romanen aus den 1970er Jahren: Thomas Bernhards Korrektur und Hermann Burgers Schilten.
Laura McLary resümiert: Die Studie biete eine tiefe und dichte Analyse von zwei wichtigen postmodernen Romanen. Die Fokussierung auf Möglichkeiten und Grenzen der Architektur als Metapher lassen die Romane in einem kulturhistorischen Kontext verstehen, sowohl im Hinblick auf sprachphilosophische Fragestellungen als auch auf zeitgenössische Architekturdiskurse. Die Rezensentin betont zudem die klare Struktur der Arbeit: »Though at times it can be difficult to maintain an overview of the various intricacies of Zimmermann’s lines of argument, the clear structure of the study, divided evenly between analysis of Korrektur and Schilten, provides helpful points of orientation, as do the clearly organized an d clearly organized introduction and conclusion.«

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Rezension zu Diemo Landgraf: Ethik und Ästhetik in der dekadenten Literatur vor und nach Nietzsche,
in: Archiv für das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, 01.2019

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Diemo Landgraf untersucht in seiner Studie das Spannungsverhältnis zwischen Ethik und Ästhetik in der dekadenten Literatur. Die Entwicklung einer modernen Ästhetik bei Gautier, Baudelaire, Flaubert und Huysman geht mit einer Kritik der als dekadent empfundenen Gesellschaft einher. Friedrich Nietzsche wird durch jene französischen décadents beeinflusst. Die um 1900 einsetzende europaweite Nietzsche-Rezeption verbreitet wiederum den Dekadenzgedanken über Frankreich hinaus.

Rezensent Jobst Welge spricht dem Band »eine beeindruckende komparatistische Breite und Kompetenz« zu. Überzeugend ist für ihn die »chronologisch-räumliche Anordnung, die sich um die Achse Nietzsche orientiert«. Zudem sei die Studie elegant geschrieben und liefere prägende Charakterisierungen der Autorenpersönlichkeiten wie auch kulturhistorische Kontexte.

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