Rezension zu Niklas Bender: Die lachende Kunst. Der Beitrag des Komischen zur klassischen Moderne, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift 68.3 (2018)

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Moderne Kunst kann Lachen auslösen. Ein Phänomen, das die wissenschaftliche Analyse meist verschweigt. Nicht so Niklas Bender: Mit seiner Studie Die lachende Kunst stellt er die Komik in den Fokus seiner Forschung. Er macht deutlich, welche komischen Mittel in der klassischen Moderne (ca. 1900‒1960) wie zum Einsatz kommen.

Es sei der Verdienst des Autors, den Beitrag des Komischen zur Klassischen Moderne in den Fokus der Forschung zu rücken. Bender gibt einen »gelungenen Überblick über klassische und aktuelle Deutungen des Komischen«, so Rezensent Fabian Hauner. Es biete sich in Benders Analyse »Anreiz genug, nochmals Werke der klassischen Moderne in die Hand zu nehmen und den Blick ex nagativo hin zu einer positiven, lachende Kunst der Moderne zu wenden.«

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Rezension zu Vedder/Hohendahl (Hg.): Herausforderungen des Realismus, in: Zeitschrift für Germanistik (1/2019)

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Der Band Herausforderungen des Realismus erforscht die Produktivität der jüngeren Forschung für neue Lektüren von Theodor Fontane. Dazu laden Fontanes geschichtsträchtige Gesellschaftsromane besonders ein: mit ihren vielfältigen Wahrnehmungs- und Beobachtungsparadigmen, ihrer Dramaturgie der Dinge und ihrem Zusammenspiel von Medialität und Materialität. Thematisiert werden sämtliche Gesellschaftsromane von Vor dem Sturm (1878) bis zum Stechlin (1899).

Die Studie fokussiert auf die Konstituierung des Sozialen im Text. Damit setze sie in den Augen der Herausgebern einen Forschungstrend fort. Nils C. Ritter kommt in seiner ausführlichen Rezension zum Ergebnis, dass sich der Band als großer Gewinn für die aktuelle Fontane-Forschung präsentiere. “Den Herausgebern des Sammlebandes sei es gelungen, anhand der vielschichten Aufsätze für eine dezidierte Neulektüre der Gesellschaftsromane Fontanes zu sensibilisieren, in deren Zetnrum die Verschränkung von öffentlich-politischer sowie privater Krise als Ausdruck eines an Fiktionen reichen Übergangans in die Moderne steht.”

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Rezension zu: Carolin Abeln: Sprache und Neue Musik. Hölderlin-Rezeption bei Wilhelm Killmayer, Heinz Holliger, Wolfgang Rihm und Luigi Nono, in: Germanistik – Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen

Die Forschung konstatiert einen »Hölderlin-Boom« in der Neuen Musik. Zahlreiche Komponisten waren von Hölderlins Gedichten aus dessen Zeit im Tübinger Turm und von seinen fragmentarischen Formen begeistert. Carolin Abeln geht diesem Phänomen in der Studie Sprache und Neue Musik auf den Grund. Rezensent Jürgen Stoltzenberg wünscht, „dass die außergewöhnlich sorgfältig gearbeitete, methodisch reflektierte, interdisziplinär angelegte Untersuchung die ihr gebührende Beachtung und Würdigung in der Literatur- und Musikwissenschaft findet“.

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Rezension zu: Ahmad Milad Karimi: Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie, in: Elibrary, 12/2017

Ahmad Milad Karimi widmet sich in seinem Werk Hingabe den Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie und worin der Standpunkt dieser Theologie besteht. Das Besondere an Karimis Studie ist laut Rezensent Jörg Imran Schröter, dass sie nicht nur eine bestimmte islamische Position darstelle, sondern »zeitlose und ortsunabhängige Grundfragen« behandle. Die Lektüre des Textes sei nicht gerade leicht, hebe aber dadurch »die theologische Auseinandersetzung auf das längst gebotene akademische Niveau einer Islamischen Theologie in Deutschland«.

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Rezension zu Bergengruen/Haut/Langer: Tötungsarten und Ermittlungspraktiken. Zum literarischen und kriminalistischen Wissen von Mord und Detektion, in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte, 09/2017

Der Sammelband Tötungsarten und Ermittlungspraktiken rückt die Frage in den Fokus, ob es einen inneren Anschluss der Ermittlungspraktiken an die jeweiligen Tötungsarten gibt. Gesucht wird die verborgene strukturelle Identität zwischen dem Mord, dem fundamentalen Bruch des Strafgesetzes, und den strafprozessrechtlichen Möglichkeiten, diesen aufzuklären. Für die »gesellschaftliche Diskussion und ihre zunehmende Bereitschaft einer Sozialkritik« liefere der Band »wertvolle Hinweise«, fasst Rezensent Mathias Schmoeckel zusammen. Die Rechtsgeschichte könne dadurch bereichert werden, »nicht zuletzt auch für die Gewinnung neuer Fragestellungen«.

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Rezension zu Drcar/Gratzer: Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte, in: Jazzinstitut.de, 08/2017

Der Band Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte behandelt die Ergebnisse eines Projekts, das zwischen 2014 und 2016 am Institut für musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte (IMRI)/ Universität Mozarteum Salzburg umgesetzt wurde. Das Buch gebe »viele kluge Hinweise« darauf, wie wichtig ein Dirigat zur Umsetzung von Kompositionen sein kann, schlussfolgert Rezensent Wolfram Knauer. Die »intime Annäherung an komponierte Werke« animiere zahlreiche Dirigenten, selbst kompositorisch tätig zu werden. Andererseits erhielten Komponisten, die zugleich dirigierten, ein »verstärktes Bewusstsein für die Interpretation und Interpretierbarkeit auch ihrer eigenen Werke«, bemerkt Knauer weiter.

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Rezension zu Martina Wörgötter: Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers, in: Zeitschrift für deutsche Philologie, 12/2017

Martina Wörgötter eröffnet mit ihrer Studie Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers einen neuen Zugang zum literarischen Werk der Autorin und widmet sich vor allem dem besonderen Interesse Kerschbaumers an der Sprache. Rezensentin Britt-Marie Schuster hebt die »sehr akribischen Detailanalysen«, die in dem »ein oder anderen Fall als Vorbild für vergleichbare Studien dienen« könnten, hervor. Die »stattliche Anzahl« von 27 Analysen demonstriere »die Komplexität von Kerschbaumers Prosa eindrucksvoll«.

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Rezension zu Hense/Müller-Tamm: Poetik der Seelenwanderung, in: Arbitrium, 01/2018

Der Band Poetik der Seelenwanderung bespricht die unterschiedlichen Facetten der Seelenwanderungsidee mit Fokus auf literarhistorische und ästhetische Gesichtspunkte. Rezensent Gideon Stienig lobt die »teils brillanten Einzelstudien«. Dass der Begriff der Seelenwanderung immer noch aktuell ist und Kontroversen aufwirft, lässt sich für Stienig aus dem Sammelband entnehmen. Er analysiere und interpretiere »eine reiche Auswahl an literarischen beziehungsweise populärwissenschaftlichen Referenzen«.

9783793097730

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Rezension zu Elias Zimmermann: Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne, in: Literaturhaus Wien, 10/2017

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Elias Zimmermann untersucht in seiner Studie Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne die Konstellation von Literatur und postmoderner Architektur anhand von zwei exemplarischen Romanen: Thomas Bernhards Korrektur und Hermann Burgers Schilten. Seine Arbeit wurde 2017 mit dem Fakultätspreis der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Lausanne ausgezeichnet. »Zimmermanns Studie schreibt sich in die aktuelle Diskussion über die Frage der Lesbarkeit von Architektur ein«, resümiert Rezensent Roland Innerhofer. Es leiste hierzu »einen äußerst wichtigen und eigenständigen Beitrag«. Für Innerhofer ist es eine »erhellende Lektüre«, die besonders Begriffen wie dem architektonischen Ereignis präzisere Konturen verleihe.

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