Rezension zu: Ahmad Milad Karimi: Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie, in: Elibrary, 12/2017

Ahmad Milad Karimi widmet sich in seinem Werk Hingabe den Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie und worin der Standpunkt dieser Theologie besteht. Das Besondere an Karimis Studie ist laut Rezensent Jörg Imran Schröter, dass sie nicht nur eine bestimmte islamische Position darstelle, sondern »zeitlose und ortsunabhängige Grundfragen« behandle. Die Lektüre des Textes sei nicht gerade leicht, hebe aber dadurch »die theologische Auseinandersetzung auf das längst gebotene akademische Niveau einer Islamischen Theologie in Deutschland«.

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Rezension zu Bergengruen/Haut/Langer: Tötungsarten und Ermittlungspraktiken. Zum literarischen und kriminalistischen Wissen von Mord und Detektion, in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte, 09/2017

Der Sammelband Tötungsarten und Ermittlungspraktiken rückt die Frage in den Fokus, ob es einen inneren Anschluss der Ermittlungspraktiken an die jeweiligen Tötungsarten gibt. Gesucht wird die verborgene strukturelle Identität zwischen dem Mord, dem fundamentalen Bruch des Strafgesetzes, und den strafprozessrechtlichen Möglichkeiten, diesen aufzuklären. Für die »gesellschaftliche Diskussion und ihre zunehmende Bereitschaft einer Sozialkritik« liefere der Band »wertvolle Hinweise«, fasst Rezensent Mathias Schmoeckel zusammen. Die Rechtsgeschichte könne dadurch bereichert werden, »nicht zuletzt auch für die Gewinnung neuer Fragestellungen«.

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Rezension zu Drcar/Gratzer: Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte, in: Jazzinstitut.de, 08/2017

Der Band Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte behandelt die Ergebnisse eines Projekts, das zwischen 2014 und 2016 am Institut für musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte (IMRI)/ Universität Mozarteum Salzburg umgesetzt wurde. Das Buch gebe »viele kluge Hinweise« darauf, wie wichtig ein Dirigat zur Umsetzung von Kompositionen sein kann, schlussfolgert Rezensent Wolfram Knauer. Die »intime Annäherung an komponierte Werke« animiere zahlreiche Dirigenten, selbst kompositorisch tätig zu werden. Andererseits erhielten Komponisten, die zugleich dirigierten, ein »verstärktes Bewusstsein für die Interpretation und Interpretierbarkeit auch ihrer eigenen Werke«, bemerkt Knauer weiter.

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Rezension zu Martina Wörgötter: Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers, in: Zeitschrift für deutsche Philologie, 12/2017

Martina Wörgötter eröffnet mit ihrer Studie Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers einen neuen Zugang zum literarischen Werk der Autorin und widmet sich vor allem dem besonderen Interesse Kerschbaumers an der Sprache. Rezensentin Britt-Marie Schuster hebt die »sehr akribischen Detailanalysen«, die in dem »ein oder anderen Fall als Vorbild für vergleichbare Studien dienen« könnten, hervor. Die »stattliche Anzahl« von 27 Analysen demonstriere »die Komplexität von Kerschbaumers Prosa eindrucksvoll«.

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Rezension zu Hense/Müller-Tamm: Poetik der Seelenwanderung, in: Arbitrium, 01/2018

Der Band Poetik der Seelenwanderung bespricht die unterschiedlichen Facetten der Seelenwanderungsidee mit Fokus auf literarhistorische und ästhetische Gesichtspunkte. Rezensent Gideon Stienig lobt die »teils brillanten Einzelstudien«. Dass der Begriff der Seelenwanderung immer noch aktuell ist und Kontroversen aufwirft, lässt sich für Stienig aus dem Sammelband entnehmen. Er analysiere und interpretiere »eine reiche Auswahl an literarischen beziehungsweise populärwissenschaftlichen Referenzen«.

9783793097730

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Rezension zu Elias Zimmermann: Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne, in: Literaturhaus Wien, 10/2017

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Elias Zimmermann untersucht in seiner Studie Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne die Konstellation von Literatur und postmoderner Architektur anhand von zwei exemplarischen Romanen: Thomas Bernhards Korrektur und Hermann Burgers Schilten. Seine Arbeit wurde 2017 mit dem Fakultätspreis der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Lausanne ausgezeichnet. »Zimmermanns Studie schreibt sich in die aktuelle Diskussion über die Frage der Lesbarkeit von Architektur ein«, resümiert Rezensent Roland Innerhofer. Es leiste hierzu »einen äußerst wichtigen und eigenständigen Beitrag«. Für Innerhofer ist es eine »erhellende Lektüre«, die besonders Begriffen wie dem architektonischen Ereignis präzisere Konturen verleihe.

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Rezension zu Thomas Pittrof (Hg.): Carl Muth und das Hochland (1903-1941), in: Theologie & Literatur, 09/2018

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Der Sammelband Carl Muth und das Hochland (1903-1941) fokussiert den Publizisten Carl Muth, der als einer der großen »Modernisierer« innerhalb des deutschsprachigen Bildungs- und Kulturkatholizismus des vergangenen Jahrhunderts gilt. Mit der Gründung und langjährigen Herausgeberschaft der Zeitschrift Hochland brachte er neue Sichtweisen in das Kulturfeld des deutschen Katholizismus, blieb damit aber nicht unumstritten. »All diese Spannungen werden im vorliegenden Band überaus sachkundig und gut lesbar aufgearbeitet«, so Rezensent Georg Langenhorst. Er resümiert, dass es insgesamt ein »bestens erschlossener Band« sei, der nicht nur Einzelfacetten nebeneinander stelle, sondern einer konsequent umgesetzten Gesamtprogrammatik folge.

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Rezension zu Gerhard Neumann: Selbstversuch, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.08.2018

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Ein Schlüsselereignis in Gerhard Neumanns autobiographischen Selbstversuch ist die Begegnung zwischen Paul Celan und Martin Heidegger in Todtnauberg 1967, der Neumann als stummer Zeuge beiwohnte. In seinem Selbstversuch spricht er zum ersten Mal über dieses Ereignis und dessen Folgen. Die Rezensentin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung bezeichnet Neumann als einen »Lehrer, der mit seiner gesamten Existenz für die von ihm behandelten Gegenstände einzustehen schien«. In seinen »autobiographischen Skizzen« werde seine »bedächtige Stimme, mit der er den Studenten Kafka und Hofmannsthal, Foucault und Roland Barthes nahebrachte, noch einmal hörbar«.

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Rezension zu Anna-Lena Scholz: Kleist/Kafka. Diskursgeschichte einer Konstellation, in: Arbitrium, 04/2018

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»Das Buch hält, was es im Untertitel verspricht«, so lautet das Urteil des Rezensenten Dirk Oschmann zu Anna-Lena Scholz’ Werk. In ihren Ausführungen zu der Autorenkonstellation Kleist und Kafka fokussiert  Scholz jene Kafka- und Kleist-Lektüren, die thematischen, ästhetischen und politischen Einfluss auf die Literaturwissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts gewonnen haben. Der »zentral[e] Gehalt« der Studie bestehe in der »Einladung zu prinzipieller Selbstreflexion, in den übergreifenden Fragen nach den diskursiven Prämissen, Funktionsweisen, impliziten Werturteilen und strategischen Motivationen«, resümiert Oschmann. Wer mit der Fach- und Theoriegeschichte vertraut sei, könne sich anhand dieser Studie nochmals wesentliche Entwicklungen vor Augen führen, beschreibt Oschmann weiter.

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Rezension zu Hans Peter Herrmann: Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburgs im Breisgau, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins, 01/2018

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Der Freiburger Literaturwissenschaftler Hans Peter Herrmann beschäftigt sich in seiner Studie Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburgs im Breisgau mit der schwierigen und krisenbehafteten Geschichte der deutschen Universitäten nach dem zweiten Weltkrieg. Rezensentin Christa Klein lobt den Autor für seine »im konkreten universitären Alltag situierte historische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen der Jahre 1933 bis 2010«. Der Band berichte »differenziert, teils kompakt, teils anekdotisch« und zeichne sich durch »Einblicke in universitäre Organisationsstrukturen und Innovationszusammenhänge aus, die in ihrem soziohistorischen Kontexten und Entwicklungsdynamiken reflektiert werden«, beschreibt Klein weiter.

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