Rezension zu Hans Peter Herrmann: Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburgs im Breisgau, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins, 01/2018

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Der Freiburger Literaturwissenschaftler Hans Peter Herrmann beschäftigt sich in seiner Studie Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburgs im Breisgau mit der schwierigen und krisenbehafteten Geschichte der deutschen Universitäten nach dem zweiten Weltkrieg. Rezensentin Christa Klein lobt den Autor für seine »im konkreten universitären Alltag situierte historische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen der Jahre 1933 bis 2010«. Der Band berichte »differenziert, teils kompakt, teils anekdotisch« und zeichne sich durch »Einblicke in universitäre Organisationsstrukturen und Innovationszusammenhänge aus, die in ihrem soziohistorischen Kontexten und Entwicklungsdynamiken reflektiert werden«, beschreibt Klein weiter.

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Rezension zu Angela Gencarelli: Literarische Realitätsprüfung des Phantastischen. Teilchenphysik und Poetik in Irmtraud Morgners Prosa, in: Germanistik, 07/2018

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Im Vordergrund von Gencarellis Studie Literarische Realitätsprüfung des Phantastischen. Teilchenphysik und Poetik in Irmtraud Morgners Prosa steht die Wechselwirkung zwischen Teilchenphysik und Poetik in Irmtraud Morgners Prosa, die bisher bei der Erforschung der Interferenzen zwischen Literatur und moderner Physik gänzlich übersehen wurde. Rezensent Philipp Ramer nennt Gencarellis Studie einen »Gewinn für die M.-Forschung wie für jene zu den Bezügen von Literatur und Physik«. Gencarelli stelle Morgners Texte in »methodisch nachvollziehbarer und – auch was physikalische Spezifika angeht – verständlicher Weise« dar.

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Rezension zu Carsten Rast: Zeitoasen. Literarische Verlangsamung im Realismus bei Stifter, Raabe und Fontane, in: literaturkritik, 24.08.2018

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Carsten Rast beschäftigt sich in seinem Werk Zeitoasen. Literarische Verlangsamung im Realismus bei Stifter, Raabe und Fontane mit Rückzugsorten, deren Darstellungsweise sich im 19. Jahrhundert ändert. An Stelle von Stabilität und Dauerhaftigkeit treten, bedingt durch technische und gesellschaftliche Entwicklungen, zunehmend kurzfristige Stabilisierungen. »Der Band stellt dar, wie vor allem drei literarische Texte des Realismus anhand spezifischer Raum-Zeit-Stellen (Zeitoasen) Stabilitätsverluste auszugleichen bemüht sind«, hebt die literaturkritik-Redaktion in ihrer Rezension hervor. Sie betont, dass Carsten Rast in seinem Werk »Gattungskonventionen […] ebenso in den Blick« nehme »wie das Verhältnis von Literatur und Technik sowie Fragen des Zeitbewusstseins im 19. Jahrhundert«. Es ergeben sich »Neuentwürfe in Form von Zeitoasen, die zwischen Welt und Ort vermitteln«

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Rezension zu Borgard/Klesse/Kling: Robinsons Tiere, in: IFB, 07/2018

Mit ihrem Band Robinsons Tiere rücken Borgard, Klesse und Kling die in bisherigen Interpretationen zu Defoes Kultfigur Robinson Crusoe vernachlässigten Tiere in den Vordergrund. Rezensent Till Kinzel  beschreibt den Ansatz der Herausgeber als »gelungen und nachahmenswert«. Der Band zeige »exemplarisch in sehr gelungener Weise, daß die Konzentration auf einen Grundtext und seine Appropriationen höchst sinnvoll ist«. Er werde »das Interesse all derjenigen finden, die sich mit Robinsonaden aller Art beschäftigen oder auch an anderen klassischen Texten den Mensch-Tier-Verhältnissen nachgehen möchten«.

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Rezension zu Marquard: Das Lamm in Tigerklauen. Christian Friedrich Henrici alias Picander und das Libretto der Matthäus-Passion, in: Hessisches Pfarrblatt, 04/2018

Reiner Marquard beschäftigt sich in seinem Werk Das Lamm in Tigerklauen mit Bachs Matthäus-Passion und dem Dichter des Librettos, Christian Friedrich Henrici alias Picander, der für rhetorische und theologische Ungereimtheiten heftig kritisiert wurde. Marquard stellt in seiner Analyse fest, dass Henricis Libretto entgegen der heftigen Kritik eine verlässliche Grundlage für Bachs Passionsmusik dargestellt hat. Rezensent Michael Heymel schätzt das Anliegen des Autors: Der Versuch einer Rehabilitierung Henricis sei »aller Ehren wert«. Die Analyse Marquards helfe »die Glaubenstradition zu verstehen, aus der Text und Musik der Großen Passion entstanden« sind. »Damit regt sie neu zum Nachdenken an«, lobt Heymel.

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Rezension zu Anna-Lena Scholz: Kleist/Kafka. Diskursgeschichte einer Konstellation, in: Monatshefte, 01/2018

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Anna-Lena Scholz widmet sich in ihrer Studie Kleist/Kafka. Diskursgeschichte einer Konstellation jenen beiden Autoren, die im literaturwissenschaftlichen und philosophischen Diskurs der Moderne als Lichtgestalten gelten. Die Autorenkonstellation Heinrich von Kleist und Franz Kafka gilt als besonders faszinierend vor allem in Bezug auf jene Lektüren, die thematischen, ästhetischen und politischen Einfluss auf die Literaturwissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts gewonnen haben. »Scholz’ Arbeit leistet hier fraglos einen diskussionswürdigen Beitrag zur Fachgeschichte« resümiert Rezensent Andreas Härter. Die »kenntnis- und materialreiche Arbeit« trage »unzweifelhafte Verdienste in der systematischen Erschließung der Konstellation Kleist/Kafka«. Der Bogen sei weit gespannt und die Darstellung stets angemessen.

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Rezension zu Escher/Theilig: Germania Slavica – Die slawische Geschichte Brandenburgs und Berlins, in: Berliner Geschichte. Zeitschrift für Geschichte und Kultur, 07/2018

Das Begleitheft zur Ausstellung Germania Slavica, die von Mai bis Juli 2016 im Spandauer Rathaus stattgefunden hat, zeichnet die slawische Geschichte Brandenburgs und Berlins nach. Rezensent Mathias C. Tank tituliert das Begleitheft als »exzellente Publikation«, die nicht langweile, sondern neugierig mache. Er lobt die Herausgeber für ihre »detailreiche, bestens verständliche Beschreibung des derzeitigen wissenschaftlichen Forschungsstandes«. Sie hätten es geschafft, die historischen Hintergründe der Germania Slavica wissenschaftlich fundiert und unkompliziert aufzubereiten.

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Rezension zu Frank Oliver Jäger: Literarische Selbstinszenierung zwischen Transgression und Paradoxie, in: Romanische Forschungen 130, 08/2018

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Frank Oliver Jäger untersucht in seiner Studie Literarische Selbstinszenierung zwischen Transgression und Paradoxie am Beispiel dreier französischer Schlüsselautoren des 20. Jahrhunderts das Verhältnis zwischen autobiographischer und fiktionaler Erzählliteratur. Die Rezensentin Nicola Nier lobt Jägers Analysen: Sie seien »jede für sich sowie in Relation zueinander komplex und anspruchsvoll« und blieben »trotzdem nachvollziehbar«. »Erhellend in Bezug auf die Gesamtbetrachtung des Werks« nennt sie den Versuch Jägers »eine Verbindung zwischen den traditionellen Texten und der zeitgenössischen Forschung offenzulegen«. So würden »neue autobiographische Phänomene eine historische Kontextualisierung erfahren«.

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Rezension zu Vedder/Hohendahl: Herausforderungen des Realismus, in: literaturkritik, 29.05.2018

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Der von Ulrike Vedder und Peter Uwe Hohendahl herausgegebene Band Herausforderungen des Realismus erforscht die Produktivität der jüngeren Forschung für neue Lektüren von Theodor Fontane. Dazu laden Fontanes geschichtsträchtige Gesellschaftsromane besonders ein: mit ihren vielfältigen Wahrnehmungs- und Beobachtungsparadigmen, ihrer Dramaturgie der Dinge und ihrem Zusammenspiel von Medialität und Materialität. Thematisiert werden sämtliche Gesellschaftsromane von Vor dem Sturm (1878) bis zum Stechlin (1899).

Rezensentin Natalie Moser nennt den Band verdienstvoll, denn er biete »sowohl neue Interpretationsansätze hinsichtlich der Primärtexte als auch der Ausprägung von Fontanes Realismus«. Er könne im Hinblick auf Fontanes Gesellschaftsprosa »eine Art von Vorarbeit für das 2019 erscheinende neue Fontane-Handbuch darstellen«.  2019 ist der 200. Geburtstag von Theodor Fontane.

Die vollständige Rezension gibt es hier auf www.literaturkritik.de

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Rezension zu Angela Gencarelli: Literarische Realitätsprüfung des Phantastischen. Teilchenphysik und Poetik in Irmtraud Morgners Prosa, in: Wirkendes Wort, 03/2017 (November)

Rezensentin Gabriela Scherer empfiehlt jenen Lesern die Lektüre von Angela Gencarellis Monographie Literarische Realitätsprüfung, denen „Überraschungen im Wissenschaftsbetrieb Lust auf Lesen machen“. Dürrenmatts Kenntnis von Physik ist bekannt und viel erforscht. Irmtraud Morgners Wissensstand in dieser Sparte rücke hingegen erst Gencarelli mit ihrer Studie ins wissenschaftliche Licht. Sie zeige, welche „deutlichen Spuren“ die anhaltende Auseinandersetzung Morgners mit der Physik im ihrem Prosawerk hinterließ.

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