Rezension zu Anna-Lena Scholz: Kleist/Kafka. Diskursgeschichte einer Konstellation, in: Arbitrium, 04/2018

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»Das Buch hält, was es im Untertitel verspricht«, so lautet das Urteil des Rezensenten Dirk Oschmann zu Anna-Lena Scholz’ Werk. In ihren Ausführungen zu der Autorenkonstellation Kleist und Kafka fokussiert  Scholz jene Kafka- und Kleist-Lektüren, die thematischen, ästhetischen und politischen Einfluss auf die Literaturwissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts gewonnen haben. Der »zentral[e] Gehalt« der Studie bestehe in der »Einladung zu prinzipieller Selbstreflexion, in den übergreifenden Fragen nach den diskursiven Prämissen, Funktionsweisen, impliziten Werturteilen und strategischen Motivationen«, resümiert Oschmann. Wer mit der Fach- und Theoriegeschichte vertraut sei, könne sich anhand dieser Studie nochmals wesentliche Entwicklungen vor Augen führen, beschreibt Oschmann weiter.

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Rezension zu Anna-Lena Scholz: Kleist/Kafka. Diskursgeschichte einer Konstellation, in: Monatshefte, 01/2018

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Anna-Lena Scholz widmet sich in ihrer Studie Kleist/Kafka. Diskursgeschichte einer Konstellation jenen beiden Autoren, die im literaturwissenschaftlichen und philosophischen Diskurs der Moderne als Lichtgestalten gelten. Die Autorenkonstellation Heinrich von Kleist und Franz Kafka gilt als besonders faszinierend vor allem in Bezug auf jene Lektüren, die thematischen, ästhetischen und politischen Einfluss auf die Literaturwissenschaft und Philosophie des 20. Jahrhunderts gewonnen haben. »Scholz’ Arbeit leistet hier fraglos einen diskussionswürdigen Beitrag zur Fachgeschichte« resümiert Rezensent Andreas Härter. Die »kenntnis- und materialreiche Arbeit« trage »unzweifelhafte Verdienste in der systematischen Erschließung der Konstellation Kleist/Kafka«. Der Bogen sei weit gespannt und die Darstellung stets angemessen.

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Rezension zu Anna-Lena Scholz: Kleist/Kafka. Auf: Fixpoetry.com

“Irgendwie mag ich das Buch, jedenfalls Passagen, ich hoffe, daß das in meiner Rezension nicht unterging. Es ist übrigens auch vom Verlag schön ausgestattet, Castor und Pollux als Umschlag…”, so das Fazit des Rezensenten Martin A. Hainz. Wie er zu diesem Urteil kommt, können Sie hier lesen.

Mehr Details zum Buch und eine Leseprobe können Sie unter diesem Link einsehen: http://bit.ly/2d9M9YM

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Kleist – ein Anhängsel Kafkas? Zur Diskursgeschichte einer Autorenkonstellation

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Die Germanistin und Journalistin Anna-Lena Scholz eröffnet mit ihrer Studie Kleist/Kafka ein neues Forschungsfeld: Der Dialog von Literatur und Literaturwissenschaft als kritische Diskurs- und Rezeptionsrekonstruktion. Die Verbindung der ruhmbesetzten Autoren Heinrich von Kleist und Franz Kafka besteht nicht in der Ähnlichkeit ihrer Texte, sondern in der Verwandtschaft ihrer philosophischen, literaturwissenschaftlichen und politischen Rezeption im 20. Jahrhundert. Scholz analysiert die entsprechenden Essays von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno, Hannah Arendt, Judith Butler, Gilles Deleuze/Félix Guattari, Mathieu Carrière, Jacques Derrida, Giorgio Agamben und Paul de Man als Transkriptionen der Werke Kleists und Kafkas. So wird verständlich, wie die Bedeutsamkeit und diskursive Autorität dieser Autorenkonstellation erst erzeugt und anschließend immer wieder reproduziert wurden. Die außergewöhnliche Funktion Kafkas als »Meta-Autor« lässt Kleist dabei als dessen Anhängsel deuten.

Anna-Lena Scholz, Studium der Germanistik und ev. Theologie in Bonn, Oxford und Berkeley; 2010 bis 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche und Niederländische Philologie an der Freien Universität Berlin, seit 2015 freie Autorin im Bereich Hochschulpolitik und Geisteswissenschaften u.a. für DIE ZEIT und Der Tagesspiegel.

Die Studie wurde als herausragende Forschungsarbeit mit dem Scherer-Preis 2016 ausgezeichnet.

Weitere Informationen: www.anna-lena-scholz.de

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424 S., 7 s/w-Abb., geb., 71,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9839-3
Auch als E-Book: http://bit.ly/2axKiZz

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