»Der Erste Weltkrieg am Oberrhein« Buchvorstellung am 16. Juli in Freiburg

Hervorgehoben

„Das Buch ist sehr gut: Kompetent und sachlich neu“, so das Fazit von Professor Gerd Krumeich, der den Band vorstellte. Der Historiker gilt als einer der renommiertesten internationalen Experten des Ersten Weltkrieges. Die Wiederentdeckung der Geschichte vor Ort sei für die Forschung enorm wichtig und in keiner anderen Region wurde der Krieg so hautnah erlebt wie hier. Das bewegt und interessiert nicht nur Historiker, was sich auch an der Besucherzahl zeigte: Der Innenhof des Museums für Stadtgeschichte am Münsterplatz in Freiburg war bis auf den letzten Platz besetzt.
Das von Robert Neisen und Markus Eisen herausgegebene Buch veranschaulicht in acht Beiträgen die Auswirkungen des Krieges auf den Alltag der Menschen. Die Front verlief im Elsass, darunter hatte nicht nur die Region selbst, sondern auch die Grenzstädte Lörrach und Basel stark zu leiden. Freiburg wurde Ziel von Bombenangriffen, dass aus der Luft auf Zivilisten geschossen wurde, war neu und schockierend.
Die weiteren Beiträge zu Kriegsliedern und -gedichten, Tagebüchern und Feldpostbriefen, die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges an der Freiburger Uni sowie die Untersuchung über die Einbeziehung der Wissenschaftler in die Kriegsanstrengungen nannte Krumeich ebenfalls beispiellos.

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Herausgeber und Autoren.
Vordere von links: Prof. Gerd Krumeich, Dr. Robert Neisen, Markus Eisen, Aibe Marlene Gerdes. Hintere Reihe von links: Andreas Lehmann, Dr. Torang Sinaga, Robert Labhardt, Michael Fischer, Arndt Schreiber, Jan Merk.

Cover

Zur Leseprobe und weiteren Informationen.

 

Gender in der Steinzeit. Buch und Ausstellung „Ich Mann. Du Frau“ widerlegen Stereotypen

Der Jäger und die Sammlerin: Alles nur Klischee? Ja, denn archäologische Funde aus der Steinzeit lassen kein eindeutiges Rollenmuster zu. Geschlechterforschung stand bisher nicht im Fokus archäologischer Debatten. Die Ausstellung Ich Mann. Du Frau. Feste Rollen seit Urzeiten? im Colombischlössle in Freiburg (noch bis 17.5.) ändert das. So belegen die ausgestellten Funde, dass Männern Schmuck oder Haushaltsgegenstände und Frauen Waffen im Grab beigelegt wurden. Der gleichnamige Begleitband dokumentiert die präsentierten Fallbeispiele aus der Ur- und Frühgeschichte und gibt Einblicke in die Arbeitsweise der archäologischen Geschlechterforschung. Zudem werden moderne Geschlechterbilder, ihre gesellschaftliche Relevanz und ihre Entstehung erläutert. Denn das Geschlechtermodell der bürgerlichen Gesellschaft wurde damit begründet, dass es schon seit Urzeiten so gewesen sei. Doch weit – sehr weit gefehlt.

Zur Ausstellung: http://www.freiburg.de/pb/,Lde/604837.html

9783793051145

Mehr zum Buch: http://www.rombach-verlag.de/katalog/rombach/buch/details/ich-mann-du-frau.html