Rezension zu Martina Wörgötter: »Poetik und Linguistik«

LIT214_Woergoetter_USKorr3.indd“Kerschbaumer verdient Leser” – so lautet das Postulat des Rezensenten Martin A. Hainz in Anbetracht der Tatsache, dass die Werke der Schriftstellerin Marie-Thérèse Kerschbaumers den Ruf haben, nur schwer zugänglich zu sein. Die linguistisch inspirierte Poetik der Autorin erfordert aufgrund ihrer stilistischen Heterogenität einen interdisziplinären Ansatz, den das Werk Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers von Martina Wörgötter verfolgt. Dabei gehe Wörgötter, so der Rezensent, ”raffiniert, vielschichtig und umsichtig” vor und lasse bei ihrem close reading eine “klare Methodik” walten. Wörgötter zeige damit “die Facetten einer Autorin, die sich durch diese Brüche als genuine Stimme bewährt.”

 
Rezension auf: fixpoetry.com

Rezension zu Kathrin Engels: »Cocoliche als Mediensprache«

9783793096788Das Cocoliche ist eine Kontaktvarietät, die im 19. Jahrhundert in Argentinien und Uruguay durch italienische Masseneinwanderung entstanden ist. Diese Varietät wird nicht nur im Alltag von den Immigranten gesprochen, sondern auch von argentinischen und uruguayischen Autoren in der Literatur, insbesondere in Theaterstücken verwendet. Mit ihrer Arbeit schließt Kathrin Engels nicht nur eine Forschungslücke, meint die Rezensentin Julia Montemayor Gracia, sondern leistet einen “wichtigen Beitrag” zur sprachwissenschaftlichen Erforschung dieser Besonderheit. Der “umfangreiche Korpus” zeichne die Entwicklung der Cocoliche-Merkmale exemplarisch nach und liefere durch einen Vergleich der Alltags- mit der Theatersprache “interessante Resultate.”

 

Rezension: Julia Montemayor Gracia: Kathrin Engels: Cocoliche als Mediensprache. Die Darstellung einer Lernervarietät im Theater des Rio de la Plata-Raums, Freiburg i.Br./Berlin/Wien 2012, in: Romanische Forschungen 128 (2016), Heft 2, S. 268-271.

Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers

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Ambivalenzen prägen die literarische Sprache der Schriftstellerin Marie-Thérèse Kerschbaumers und haben ihren Werken den Ruf verschafft, nur schwer zugänglich zu sein. Die linguistisch inspirierte Poetik der Autorin erfordert aufgrund ihrer stilistischen Heterogenität einen interdisziplinären Ansatz, den das Werk Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers von Martina Wörgötter verfolgt. Unter der Prämisse einer starken Beeinflussung der Autorin durch strukturalistische Theorien widmet sich diese Studie dem besonderen Interesse Kerschbaumers an der Sprache – seiner theoretisch-poetologischen Dimension einerseits, den Manifestationen in der konkreten Sprachverwendung andererseits. So wird anhand eines individuellen literarischen Werks und seiner variantenreichen Sprach- und Stilexperimente die Bedeutung der Sprache bzw. des Zusammenhangs von Linguistik und Poetik, wie sie eine ganze literarische Generation geprägt hat, exemplarisch dargestellt und gleichzeitig ein Modell entworfen, um den Dialog zwischen Sprach- und Literaturwissenschaft gelingen zu lassen.

Leseprobe

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Martina Wörgötter
Poetik und Linguistik
Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers
Reihe Litterae, Band 214
446 S., geb., 53 € (D)
ISBN 978-3-7930-9832-4