Freiburg wird urbaner
Neue Architektur in der Schwarzwaldmetropole

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Freiburg wächst: Einwohnerzahlen steigen, Touristen strömen, Gebäude schießen aus dem Boden. Die meisten verbinden mit der Universitätsstadt vorwiegend ihren mittelalterlichen Kern. Aber die 900 Jahre alte Stadt hat viel mehr zu bieten. Das neue Buch Freiburg urban von Gisela Graf und Carola Schark zeigt das moderne Gesicht Freiburgs – jenseits von Bächle, Gässle und Münster. Mit 60 herausragenden Bauwerken verdeutlichen die Autorinnen die Vielfalt der Architektur. Die Bandbreite reicht von der Umgestaltung des Augustinermuseums von Christoph Mäckler über Neubauten wie die Universitätsbibliothek von Heinrich Degelo oder das Rathaus im Stühlinger von Ingenhoven Architects bis hin zum Entwurf des neuen Stadtteils Dietenbach von K9 Architekten. Es geht aber auch um sozialen und innovativen Wohnungsbau: In Freiburg entstand das Mietshäuser Syndikat, hier gab es die ersten Baugruppen und Wohnbaugenossenschaften – und nicht zuletzt entwickelte sich in Freiburg eine ökologische Bauweise.

Die Kapitel sind nach Stadtteilen geordnet und jeweils mit einer Karte versehen. Das Buch lädt damit zu Streifzügen durch das urbane Freiburg ein und richtet sich an ein breites Publikum.

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Freiburg urban

Gisela Graf | Carola Schark
Freiburg urban
Neue Architektur in der Schwarzwaldmetropole
224 S., Klappenbroschur, zahlr. Farbfotos, 19,90 €
ISBN 978-3-7930-5173-2

 

Rezension zu Elias Zimmermann: Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne, in: Literaturhaus Wien, 10/2017

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Elias Zimmermann untersucht in seiner Studie Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne die Konstellation von Literatur und postmoderner Architektur anhand von zwei exemplarischen Romanen: Thomas Bernhards Korrektur und Hermann Burgers Schilten. Seine Arbeit wurde 2017 mit dem Fakultätspreis der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Lausanne ausgezeichnet. »Zimmermanns Studie schreibt sich in die aktuelle Diskussion über die Frage der Lesbarkeit von Architektur ein«, resümiert Rezensent Roland Innerhofer. Es leiste hierzu »einen äußerst wichtigen und eigenständigen Beitrag«. Für Innerhofer ist es eine »erhellende Lektüre«, die besonders Begriffen wie dem architektonischen Ereignis präzisere Konturen verleihe.

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Buch und Bau: Erzählen am Leitfaden der Architektur

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Verschlungene Korridore, unübersichtliche Zimmerfolgen: In diesem Wirrwarr wacht Josef K. auf. Der Raum verbildlicht die intransparenten Machtstrukturen, denen der Protagonist im Roman Der Prozeß ausgeliefert ist. Dies ist ein Fallbeispiel aus dem neuen Buch Lebens- und Liebesarchitekturen. Der von Gerhard Neumann und Julia Weber herausgegebene Sammelband thematisiert die Perspektive der Architektur für die Literaturwissenschaft. Es werden die Verschränkungen zwischen Bautechniken und narrativen Subjektentwürfen in literarischen Texten erkundet. Worauf es dabei ankommt, „ist die poetische Gestaltung und Organisation der Räume, in denen Leben und Liebe, soziales und erotisches Geschehen stattfinden, sich verwirklichen, gelingen oder aber scheitern“, so die Herausgeber.
Die Beiträge reichen von der französischen Aufklärung über die russische Moderne bis zur deutschen Gegenwartsliteratur und diskutieren verschiedene Formen der Raumorganisation, die zur Darstellung von sozialem Leben und Kommunikation dienen.

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Gerhard Neumann / Julia Weber (Hg.)
Lebens- und Liebesarchitekturen
Erzählen am Leitfaden der Architektur
Reihe Litterae, Band 218
416 S., zahlr. s/w Abb., geb., 78,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9845-4