Schluchseenixen – neuer Schwarzwaldkrimi von Roland Weis

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Partys und Pokerrunden machten das WM-Quartier der Fußballnationalmannschaft 1982 im Hochschwarzwald zum berüchtigten »Schlucksee«. Roland Weis war als Reporter vor Ort. Jetzt hat er die Ereignisse von damals in seinem neuen Krimi »Schluchseenixen« aufgegriffen.

Schluchseenixen nannten sich drei junge Mitarbeiterinnen des Hetzel Hotels im Ort Schluchsee, wo 1982 die deutsche Fußballnationalmannschaft einige Wochen untergebracht war. Zum Kader von Jupp Derwall gehörten Hans-Peter Briegel, Paul Breitner, die Förster-Brüder, Karl Heinz Rummenigge oder Lothar Matthäus. Nach den Fitnesseinheiten im Lenzkircher Schliecht-Stadion wurde im Quartier gezockt und gezecht – vermutlich waren auch die Schluchseenixen bei den nächtlichen Runden dabei.

40 Jahre später wird eine der ehemaligen Angestellten ermordet. Die Ermittlungen von Lokalreporter Alfred führen auf jene Ereignisse im WM-Trainingslager zurück. Das Buch »Anpfiff« des Torhüters Schumacher legt die Fährte. Alfred entdeckt es auf dem Boot der Ermordeten und damit nehmen die Verstrickungen ihren Lauf.

Roland Weis verwebt historische Fakten, reale Schauplätze, lebende Personen und Fiktionales zu einer spannenden Geschichte mit Lokalkolorit. Schauplätze sind unter anderem einige Kneipen und Gasthäuser in Neustadt, das Hetzel Hotel (heute Vier Jahreszeiten) in Schluchsee, das Stadion in Lenzkirch oder der Ferienort Blasiwald.

Buchcover Schluchseenixen

Roland Weis
Schluchseenixen
Ein Kriminalroman
274 S., Pb., 14,– €
ISBN 978-3-7930-9984-0
Erschienen: September 2022

Dieser Link führt zur Leseprobe »Schluchseenixen«.

Original nur von Roland Weis

»Schluchseenixen« ist der zehnte Fall mit dem Protagonisten Alfred. Bereits seit 1997 erscheinen regelmäßig Schwarzwaldkrimis aus der Feder von Weis, er gilt damit als Gründer des Genres.

Weitere Schwarzwaldkrimis bei Rombach:

Autor Roland Weis

Roland Weis, geb. 1958 in St. Georgen/Schwarzwald, ist promovierter Historiker und gelernter Redakteur. Er leitete die Unternehmenskommunikation der badenova.

Lesungen

11.10.22, 19.30 Uhr: Alte Schlosserei, Lauffenmühle-Areal, Lauchringen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Kulturtage Laufingen statt.

23. 11.22, 19.30 Uhr: Mediathek, Bad Krozingen

24. 11.22: St. Märgen, Kloster, Uhrzeit noch offen

Freiburger Marktkalender meets Medizinkongress

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Den Teilnehmern des SSIEM-Symposiums in Freiburg werden regionale Gerichte von Hans-Albert Stechl aus dem »Freiburger Marktkalender« serviert.

Vom 30.8. bis 2.9.2022 findet das Symposium »Genetics meets Environment« der Society for the Study of Inborn Errors of Metabolism (SSIEM) in Freiburg statt. Die internationale Gesellschaft zur Erforschung angeborener Stoffwechselstörungen trifft sich jährlich an wechselnden Orten. Ute Spiekerkötter, Ärztliche Direktorin der Klinik für Allgemeine Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg, ist Präsidentin des Symposiums. Die Vorträge und Diskussionsrunden thematisieren Genetik und deren Wechselwirkung mit Umweltfaktoren, Technologie, Ethik und Therapie.

Symposium SSIEM Messe Freiburg
Symposium SSEIM 2022 auf der Messe Freiburg, Foto: Wolfgang Wick

Auf Initiative von Wolfgang Wick und seiner Freiburger Agentur Büro Magenta serviert das Catering-Team den rund 2500 Teilnehmern regionale Gerichte nach Rezepten von Hans-Albert Stechl aus dem »Freiburger Marktkalender« – von Apfelkuchen bis Kürbissalat.

„Die Speisen aus heimischen Zutaten sollen den internationalen Teilnehmern die regionale genussvolle und gesunde Lebensart vermitteln“, sagt Wolfgang Wick. Er präsentiert den Kalender diese Woche auf dem SSIEM Symposium im Foyer der Messe und steht gerne für Fragen zur Verfügung.

Der »Freiburger Marktkalender«erscheint seit 2016 im Rombach Verlag. Die aktuelle Ausgabe für das kommende Jahr ist ab September im Handel.

Freiburger Marktkalender 2023
Freiburger Marktkalender 2023

Hans-Albert Stechl / Wolfgang Wick (Hg.)
Freiburger Marktkalender 2023
16 Blatt/32 Seiten, 12 Kochrezepte mit Rezeptkarten zum Ausschneiden, 
zahlr. Farbabb. und Illustrationen, Spiralbindung, 42 x 29,7 cm,19,90 €
978-3-7930-9981-9 Rombach Verlag 2022

»Altglashütten« Chronik eines Schwarzwaldorfs

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Der Historiker Thomas Martin Buck erzählt in seinem Buch »Altglashütten« Entstehung und Anfänge der gleichnamigen Feldberg Gemeinde in den Jahren 1634 bis 1723. Anhand der Ortsgeschichte macht er deutlich, welche zentrale Funktion die Glasmacherei für die Erschließung und Besiedlung des gesamten Hochschwarzwalds hatte.

Am Anfang war das Glas – seit 1634 wurde es in Altglashütten hergestellt. So entstanden Name und Ort der heutigen Teilgemeinde von Feldberg mit rund 600 Einwohnern. Zur Glasproduktion in den sogenannten Hütten wurden große Mengen Holz benötigt. Für 100 Kilo Glas waren das anfangs rund 200 Kubikmeter, wovon 97 Prozent für die Herstellung der Pottasche und drei Prozent für das Schmelzen verwendet wurden. Das grünstichige, blasige »Waldglas« bestand aus zwei Teilen Holz- bzw. Pottasche und einem Teil Quarzsand, der im Fall von Altglashütten aus der Schweiz kam.

1723 hatten die Glaser die Holzressourcen verbraucht und zogen weiter. Für ihre intensive Nutzung versprachen sie ihren Landesherren, die Rodungsfläche urbar zu machen und infolge wurde diese besiedelt und landwirtschaftlich genutzt. Seit dem 19. Jahrhundert und insbesondere seit dem Eisenbahnanschluss 1926 entwickelte sich Altglashütten für Einwohner und Touristen zu einer »Perle des Schwarzwaldes«, wie ein Reiseführer bereits in den 1920er Jahren den Ort bezeichnete.

War das Glashandwerk einst ein wichtiges proindustrielles Waldgewerbe, ist es heute weitestgehend aus dem Schwarzwald verschwunden. Buck holt es aus der Vergessenheit und beleuchtet es in allen Facetten. Die vormoderne Glasherstellung hatte nicht nur die Funktion einen Alltagsgegenstand herzustellen, sondern den damals noch kaum begehbaren und erschlossenen Wald für Menschen »aufzuschließen«. Davon zeugen viele Glasmachersiedlungen. Sie bildeten neben den Holzhauersiedlungen ein wichtiges Element des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Landesausbaus. Altglashütten ist in diesem Zusammenhang ein besonders eindrückliches Beispiel.

Thomas Martin Buck möchte mit dem Buch die »die für gesamte Schwarzwaldregion wichtige Geschichte des Ortes sichtbarer und bekannter machen, und zwar nach Möglichkeit für Einheimische und Ortsfremde«.

Buchcover Altglashütten
Thomas Martin Buck »Altglashütten«

Thomas Martin Buck, geb. 1961, ist promovierter und habilitierter Mittelalterhistoriker, seit 2006 Professor für Geschichte und ihre Didaktik (mit Schwerpunkt Mittelalter) an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und seit 2010 Mitglied der Kommission für geschichtliche Landeskunde des Landes Baden-Württemberg.

Thomas Martin Buck
Altglashütten 
Zur Frühgeschichte einer Glasmachersiedlung im Hochschwarzwald (1634–1723)
Herausgegeben vom Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg e.V., Band 20
238 S., zahlr. Abb., Pb., 26,– €
ISBN 978-3-7930-9983-3 Rombach Verlag 2022

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Wanderbuch »Gipfelrausch & Vesperpause«

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Das angestaubte Image vom Wandern ist längst passé. Der Freiburger Florian Bechert begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene für das hippe Hobby. In seinem neuen Tourguide »Gipfelrausch & Vesperpause« verrät er 40 abenteuerliche Routen rund um Freiburg im Südschwarzwald.

Wozu Wandern? Diese Frage kennt der siebenfache Vater Florian Bechert zu gut. Doch der 50-Jährige hat es geschafft, dass keines seiner Kinder genau diese Frage stellt. Sobald sie die Wanderstiefel schnüren konnten, ging er mit ihnen durch wilde Schluchten, zu gemütlichen Aussichtsbänken oder einem Kickplatz mit Höhenfeeling. Damit alle Spaß beim Wandern haben, legt Bechert einige Kriterien fest: kurze Anfahrtswege, moderate Anstiege, schöne Plätze zum Chillen, geniale Aussichten, Felsen, Wasserfälle, Vesperpausen und – sofern an der Strecke – ein Gasthaus zum Einkehren.

Gschasifelsen
Gschasifelsen mit Weitsicht ©Florian Bechert

Für sein neues Buch hat der Autor 40 Wanderungen in den Gebieten Belchen, Elztal, Feldberg, Freiburg, Kaiserstuhl, Kandel und Schauinsland ausgesucht. Darunter sind wenig bekannte Strecken wie die Goldsbachschlucht in Simonswald, das Kuriseck Spick in Obersexau oder der Gschasifelsen im Prechtal. Bei heißen Temperaturen empfiehlt er die Eislöcher im Zastlertal oder die Teichschlucht bei Gütenbach und er weiß, wie man überlaufene Wanderautobahnen umgeht.

Becherts Einkehrtipps reichen vom Sauerkirscheis auf dem Eckhof über Käsesahne im Bäreneckle bis zu Brägele auf dem Gießhübel.
Jede Tour enthält eine ausführliche Wegbeschreibung, eine Detailkarte zur Orientierung, Angaben zur Anfahrt, Schwierigkeitsgrad und Höhenunterschied sowie GPS-Daten.

Kuriseck Obersexau
Kuriseck mit Blick auf den Kandel ©Florian Bechert

Autor: Florian Bechert, geb. 1972, ist Einzelhändler und Mitinhaber eines Skateboard- und Snowboard Geschäfts in Freiburg.

Florian Bechert 
Gipfelrausch & Vesperpause 
40 entspannte Wanderungen rund um Freiburg,
Kandel, Elztal, Feldberg & Belchen
240 S., zahlr. Farbabb., 24,95 €
ISBN 978-3-7930-5199-2 Rombach Verlag 2022

Florian Bechert »Gipfelrausch & Vesperpause«

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Buchvorstellung »Die Rolle Badens in Europa«

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Zahlreiche Ehemalige und Aktive der deutsch-französisch-schweizerischen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit fanden sich 29.6.2022 im Regierungspräsidium Freiburg zu einer ungewöhnlichen Buchpräsentation ein: Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Herausgeber Sven von Ungern-Sternberg stellten den vom Rombach Verlag produzierten Beitrag des Landesvereins Badische Heimat zum 70-jährigen Landesjubiläum »Die Rolle Badens in Europa – Badische Außenpolitik von 1945 bis heute« vor.

Mehrere Dutzend Autorenbeiträge von dies- und jenseits der Grenze beleuchten in diesem Sammelband die Entwicklung der politischen, kulturellen und wirtschaftlichen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der letzten Jahrzehnte.

Das Besondere an diesem Buch ist, dass die Autoren Gestalter der Grenzüberschreitenden Zusammenarbeit waren oder noch sind. Persönlichkeiten, die mit Leib und Seele sich für unser Europa am Oberrhein eingesetzt haben und einsetzen.

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer

Wir haben nicht den Anspruch auf einen Platz in der Bestsellerliste, sondern auf eine authentische Dokumentation mit Nachhaltigkeitseffekt: Auch nachfolgende Generationen sollen sich erinnern können, wie überzeugte und überzeugende Akteure aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz die Zusammenarbeit im Lauf der Jahrzehnte weiterentwickelt haben.

Herausgeber Sven von Ungern-Sternberg
Von links nach rechts im Bild: Torang Sinaga, Verlagsleiter; Rémi Bertrand, ehem. Vizepräsident der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass; Sven von Ungern-Sternberg, Landesverein Badische Heimat; Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer; Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg a.D. Erwin Teufel; Hans Martin Tschudi, ehem. Präsident der D-F-CH-Oberrheinkonferenz; Jürgen Oser, ehem. Stabsstellenleiter Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Europa im Regierungspräsidium Freiburg

Freiburger Stadtplanung unter völkischer Gesinnung

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Wulf Rüskamp legt ein längst überfälliges Buch über den umstrittenen Architekten Joseph Schlippe (1885–1970) vor. Schlippe war von 1925 bis 1951 Leiter des Hochbauamtes in Freiburg. Ohne Karriereknick hat er zwei politische Systemwechsel mitgemacht. Rüskamp geht der Frage nach, inwiefern Schlippes völkisch nationale Gesinnung das Freiburger Stadtbild bestimmte.

„Die Stümperarchitekten haben aus meinen Idealplan teilweise eine böse Karikatur gemacht …“, schreibt Joseph Schlippe 1957. Der Architekt war von 1925 bis 1951 Leiter des Hochbauamts in Freiburg und wollte die Stadt nach deren Bombardierung 1944 mit schlichten, sich unterordnenden, unauffälligen Bauten mit Einheitsfassaden wiederaufbauen.

Wulf Rüskamp, Historiker und ehemaliger Redakteur der Badischen Zeitung, sieht in Schlippes Baupolitik den Ausdruck einer völkisch nationalen Überzeugung. Diese Erkenntnis belegt er in seinem neuen Buch „Fassaden für die Volksgemeinschaft“ mit Quellenmaterial aus dem Nachlass des umstrittenen Stadtplaners. Anhand von Entwürfen, Modellen und Gebäuden wie dem Verkehrsamt am Rotteckring oder dem ehemaligen Kaufhaus Blust in der Kaiser-Joseph-Straße veranschaulicht das Buch Schlippes Stadtideal.

Rüskamp geht zudem der Frage nach, warum Schlippe trotz belegter Angleichung an die Nationalsozialisten auch nach 1945 bis zu seiner Pensionierung 1951 seine Position im Rathaus weiter ausüben konnte. Diese Tatsache setzt der Autor in Kontext zur vielfach fehlenden Selbstbefragung von Spitzenbeamten in den Nachkriegsjahren, in denen sich nationalsozialistische Denkstrukturen weiter behaupten konnten – und die einer Generation angehörten, deren Weltbild sich aus dem 19. Jahrhundert speiste. Dem zugrunde liegt nach Rüskamps Einschätzung ein „Denken in Dichotomien […] verabsolutierten Definitionen und darin untrennbar eingebettete Werturteile“, aus denen die „Verachtung des Individuellen und des freien Willens“ resultiere. Demnach sollte alles aufgehen „in der naturhaften Gemeinschaft, die vor 1945 ‚Volk‘ hieß, nach 1945 vielfach ‚Abendland‘“.

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Wulf Rüskamp: Fassaden für die Volksgemeinschaft. Das Cover zeigt eien Detail aus den 1937 entstandenen Plänen für die Umgestaltung der Fassaden der Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg.

Wulf Rüskamp
Fassaden für die Volksgemeinschaft
Stadtbild und Ideologie:
Das Beispiel des Freiburger Stadtplaners Joseph Schlippe 1925 bis 1951
234 S., zahl. Abb., Pb., 34,– Euro
ISBN 978-3-7930-9977-2
Rombach Verlag 2022

Wulf Rüskamp, geb. 1953, studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Kunstgeschichte an den Universitäten Erlangen-Nürnberg und Köln. 1983 wurde er mit einer literatursoziologischen Arbeit zu Lessing promoviert. Von 1988 bis 2019 arbeitete er als Redakteur bei der Badischen Zeitung. Eines seiner Schwerpunktthemen war dabei Architektur und Stadtplanung.

Spur der Münstersteine

Der 10. Band der Schriftenreihe des Freiburger Münsterbauvereins erzählt die Geschichte über den Stoff, aus dem das Münster ist. Das Buch dokumentiert, woher das Gestein seit dem Mittelalter bis heute kommt, wie es gewonnen, nach Freiburg transportiert und verbaut wird.

Das Freiburger Münster besteht aus 40.000 Kubikmeter Sandstein. Ein Großteil der Steine stammt noch aus dem Mittelalter von den Steinbrüchen in der Umgebung. Das Bauwerk entstand zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert in den Epochen Spätromanik und Gotik. Insgesamt wurde aus rund 30 verschiedenen Steinbruchrevieren Material zur Baustelle geschafft – einst in Handarbeit mit einfachen Werkzeugen abgetragen und von Ochsenkarren zur Baustelle gezogen.

Nicht jeder Stein hat die Jahrhunderte überstanden, doch der Sandstein aus Tennenbach weist auch nach 800 Jahren nur leichte Witterungsschäden auf. Aktuell wird wieder Buntsandstein von dort am Münster verbaut, neben Neckartäler Hartsandstein aus Eberbach-Gretengrund oder Mittlerer Buntsandstein aus Lahr-Kuhbach.

Das Autorenteam unter der Federführung des Geologen Wolfgang Werner und der Münsterbaumeisterin Anne-Christine Brehm geht in dem Buch »Die Steine für den Münsterbau« auf Entdeckungstour zu den unterschiedlichen Steinbrüchen. Sie berichten über das Entstehen von Sandstein, mittelalterlichen und heutigen Abbauverfahren, Transportwegen und den Versatz des Materials auf der Baustelle. Neben dem Sandstein werden weitere am und im Münster verwendete Gesteinstypen vorgestellt, z.B. Kalksandstein aus Pfaffenweiler, der für Bodenplatten und Grabmale verwendet wurde.

Das Buch wird abgerundet mit drei Wanderungen zu den historischen Steinbrüchen bei Tennenbach, Heimbach und Sexau. So lässt sich die Spur der Steine konkret nachverfolgen.

Buchcover: Die Steine für den Münsterbau
Die Steine für den Münsterbau

Das Autorenteam

  • ANNE-CHRISTINE BREHM, PD Dr., Diplom-Ingenieurin, Architekturhistorikerin, seit Juli 2021 Freiburger Münsterbaumeisterin.
  • BERTRAM JENISCH, Dr. Archäologe, Stellvertretender Fachbereichsleiter Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.
  • WOLFGANG WERNER, Dr., Diplom-Geologe, Leitender Regierungsdirektor i. R., ehemaliger Referatsleiter Landesrohstoffgeologie am Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Regierungspräsidium Freiburg.
  • JENS WITTENBRINK, Dr., Diplom-Geologe, Regierungsdirektor am Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Regierungspräsidium Freiburg
  • UWE ZÄH, staatlich geprüfter Restaurator und Meister im Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, seit 1996 in der Freiburger Münsterbauhütte tätig und seit 2014 Hüttenmeister.
  • STEPHANIE ZUMBRINK, M.A., Kunsthistorikerin, seit 2007 Mitarbeiterin beim Freiburger Münsterbauverein.

Wolfgang Werner / Anne-Christine Brehm / Uwe Zäh /
Jens Wittenbrink / Stephanie Zumbrink mit einem Beitrag von Bertram Jenisch
Freiburger Münster – Die Steine für den Münsterbau
Herkunft – Gewinnung – Verwendung vom Mittelalter bis heute
Schriftenreihe Münsterbauverein, Band 10
248 S., zahlr. Farbabb., Klappenbroschur, 24,90 Euro
ISBN 978-3-7930-5196-1 Rombach Verlag 2022

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Umkirch und der Breisgau im Ersten Weltkrieg

Die Bevölkerung im Breisgau war aufgrund der Frontnähe im Unterschied zur Mehrheit der Deutschen unmittelbar von den Gefechten im Ersten Weltkrieg (1914–1918) betroffen. Was das für die Region und speziell für die Gemeinde Umkirch bedeutete, schildert Historiker Daniel Schneider in seinem neuen Buch »Umkirch und der Breisgau im Ersten Weltkrieg«.

In Umkirch waren die Kampfhandlungen im Oberelsass schmerzlich spürbar: Die Artilleriefeuer waren zu hören, viele fühlten sich von Luftangriffen und dem Einmarsch der Franzosen bedroht, Nachschubkolonnen zur Verpflegung der Frontsoldaten zogen täglich durch den Ort und es gab ein Kriegsgefangenenlager. Hinzu kamen die ohnehin schwerwiegenden Auswirkungen des Krieges wie Versorgungsnot, Trauer und Leid über verwundete und verstorbene Soldaten oder der Mangel an Arbeitskräften. Von den 700 Einwohnern wurden 102 Männer zum Kriegsdienst eingezogen, 21 von ihnen kamen während des Krieges zu Tode. Durch die Einführung der Zwangswirtschaft mussten die Landwirte und die ansässige Mühle Getreide, Kartoffeln, Fleisch, Mehl oder Milch an die Stadtbevölkerung abgeben. Zudem etablierte sich ein Schwarzmarkt, es kam zu „Hamsterfahrten“ von Freiburgern in die umliegenden Dörfer, was für die Landbevölkerung zur Belastung wurde.

Umkirch steht stellvertretend für viele Gemeinden im Breisgau

Daniel Schneider greift für sein Buch auf zahlreiche Quellen zurück und gibt einen fundierten Einblick in die Lebensumstände und die Erfahrungen der Umkircher während des Ersten Weltkrieges und den Anfängen der Weimarer Republik. Die Geschehnisse in Umkirch setzt er in Kontext zu den historischen Entwicklungen in Deutschland und Europa und liefert damit ein Stück Zeitgeschichte. Umkirch steht dabei stellvertretend für viele Gemeinden im Breisgau, in denen sich die Lage ähnlich darstellte.

Daniel Schneider: Umkirch und der Breisgau im Ersten Weltkrieg

Der Autor Daniel Schneider studierte in Freiburg im Breisgau Geschichtswissenschaften, Klassische Archäologie und Öffentliches Recht, ist Magister Artium und Diplom-Archivar (FH) und derzeit Doktorand am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Rechtsgeschichte an der Universität Bayreuth sowie hauptberuflich in einem staatlichen Archiv und nebenamtlich als Leiter des Umkircher Gemeindearchivs tätig.

Daniel Schneider
Umkirch und der Breisgau im Ersten Weltkrieg
Erfahrungen und Alltag zwischen Monarchie und Demokratie
162 S., zahlr. Abb., Pb., 24 €
ISBN 978-3-7930-9976-5 – Rombach Verlag 2022

Das Buch erscheint in der Reihe »Alltag und Provinz«, hrsg. vom Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg e.V. Dies sind die weiteren Publikationen des Arbeitskreises.

Kinderbuch: Mein erstes Fußballjahr

Wolfgang Weyers, ehemaliger Sportreporter und Dermatologe, ist seit über 20 Jahren in der Jugendarbeit als Trainer und Betreuer beim VfR Merzhausen aktiv. Mit dem Projekt »Kicken und Lesen« engagiert sich der Verein in der Leseförderung, dazu trägt auch das Kinderbuch »Mein erstes Fußballjahr« für Kinder ab 10 Jahren bei. Der Freiburger Benjamin Höllrigl hat den Text illustriert.

Die fiktive Geschichte ist aus der Perspektive eines 10-jährigen Jungen verfasst: Lukas mag Fußball, fast jeden Tag kickt er mit seinen Freunden auf dem Bolzplatz hinter der Schule oder auf der Straße. Sein Freund Marc ist schon im Fußballverein und will Lukas zum Training mitnehmen. Erst traut er sich nicht, weil er schlechter spielt als Marc und auch keine richtigen Kickschuhe hat. Schließlich geht er doch mit und es beginnt sein erstes Fußballjahr in der D-Jugend-Mannschaft mit spannenden Abenteuern, Siegen, Niederlagen, Feiern und vielen neuen Freunden.

Wolfgang Weyers im SWR Fernsehen

Die SWR-Landesschau sendete am 31.1.2022 einen TV-Spot über das Engagement von Wolfgang Weyers auf dem Kickplatz vom VfR Merzhausen und seine Arbeit als Kinderbuchautor. Hier geht`s zur Sendung, Beitrag läuft ab Minute 20.

SWR Landesschau Baden-Württemberg, Sendung vom 31.1.2022

In vier Bänden erzählt Wolfgang Weyers die Geschichte von Lukas und seinem Freund Marc so lebhaft wie ein Lokalderby auf dem heimischen Rasenplatz des VfR Merzhausen.

Hier geht´s zur Leseprobe »Mein erstes Fußballjahr«.

Wolfgang Weyers
Mein erstes Fußballjahr (vier Bände)
Pb., zahlr. Farbillustrationen von Benjamin Höllrigl, 12 € je Band
1. Band, ISBN 978-3-7930-5201-2, 230 Seiten
2. Band, ISBN 978-3-7930-5202-9, 237 Seiten 
Die weiteren Bände erscheinen im März 2022.

Landespreis für Heimatforschung 2021 geht an Bernd Hainmüller

Bernd Hainmüller erhält für seine Forschungsarbeit »Tod am Schauinsland« den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Preis der Auszeichnung für Heimatforschung 2021. Baden-Württemberg verleiht den Landespreis seit 1982 an Bürger, die die Geschichte des Südwestens erkunden.

Hainmüller wird für seine langjährige Aufarbeitung des sogenannten »Engländerunglücks« am Schauinsland im Jahr 1936 gewürdigt. Dabei deckt er auf, dass der Lehrer und Schutzbefohlene einer englischen Schülergruppe, Kenneth Keast, für den Tod von fünf Jungen verantwortlich war. Die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren starben am 17. April 1936 auf dem Schauinsland an Erschöpfung und Unterkühlung. Lehrer Keast wollte die Wandertour auf keinen Fall abbrechen, obwohl die Gruppe völlig erschöpft war, sie sich mehrfach verlaufen hatte und nicht für den einsetzenden Schneefall ausgerüstet war. Schließlich retteten Bürger aus der Gemeinde Hofsgrund die Schüler – für fünf von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

Bernd Hainmüller erzählt, was am 17. April 1936 am Schauinsland wirklich geschah.

Hainmüller recherchierte 20 Jahre in Archiven und erfasste akribisch die Quellenlage, die er mit Bild und Textauszügen anschaulich in seinem Buch »Tod am Schauinsland« wiedergibt. Er beweist auf erschütternde Weise, wie die Tragödie für Nazipropaganda missbraucht und damit auch Kenneth Keast nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Denn vor dem Hintergrund der britischen »Appeasement«-Politik und den Bestrebungen Hitler-Deutschlands nach einem Bündnis mit England, hatten weder Großbritannien noch Nazi-Deutschland Interesse an der Aufklärung des Falles von fahrlässiger Tötung.

Die Publikation »Tod am Schauinsland« ist im März 2021 erschienen und Teil der Reihe »Alltag in der Provinz«, die vom Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg herausgegeben wird. Das Buch diente als Grundlage für die Bühnenfassung »Schauinsland« der englischen Autorin Pamela Carter, die die Perspektive der Schüler darstellt. Am 19. Juni 2021 wurde das Stück am Freiburger Theater uraufgeführt.

In England wird man auf den Fall aufmerksam – die Familien der Opfer wollen Aufklärung.

Journalistin Kate Connolly berichtete im Anschluss über die Premiere und das Buch in der britischen Tageszeitung The Guardian. Darin hebt sie Hainmüllers sorgfältige Rekonstruktion der Geschichte hervor und betont, wie wichtig eine Übersetzung ins Englische für die Familien der Opfer und Überlebenden wäre.

Bereits 2015 publizierte Connolly auf Initiative Hainmüllers einen Artikel zu dem Thema, woraufhin sich Angehörige der Opfer bei dem Autor meldeten. Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, denn die Vergangenheit ist nicht vergangen.

Hainmüller, Tod am Schauinsland, Rombach Verlag
Hainmüller: Tod am Schauinsland