Proben-Prozesse – über das Entstehen von Musik und Theater

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Proben vor einer Aufführung sind kein reines Wiederholen oder Üben. Sie sind Teil der Performance, dienen der Wissensaneignung und Konzeptentwicklung. Formen künstlerischer Thematisierung von Probenvorgängen zeigen das, wie etwa das offene Projekt „Instruments &“ des Komponisten Peter Alblingers oder „Dream Project“ der spanischen Choreografin Cuqui Jerez als „experiment on how to work and how to produce“.
Der von Wolfgang Gratzer und Christoph Lepschy herausgegebene Band Proben-Prozesse fokussiert zeitgenössische Proben-Prozesse vor dem Hintergrund traditioneller Formen der Aufführungsentstehung. An dem Band wirken Künstler/innen sowie Vertreter/innen der Musik-, Performance- und Theaterwissenschaften mit u.a.: Stefanie Carp, Wolf-Dieter Ernst, Patrick Müller, Isabell Mundi, Frank Stadler.

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Wolfgang Gratzer / Christoph Lepschy (Hg.)
Proben-Prozesse
Über das Entstehen von Musik und Theater
Reihe klang-reden Band 22
242 S., zahlr. Abb., Pb., 38,– €
ISBN 978-3-7930-9919-2

Neubewertung der Lyrik des Realismus

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Die Realismus Forschung vernachlässigt die Lyrik. Die Gattung steht unter Subjektivitätsverdacht und spiele im Verhältnis zur faktischen Prosa eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie der Band Lyrik des Realismus belegt. Die Beiträge loten das reflexive und poetologische Potential der Lyrik für die Epoche detailreich aus. Dabei kommen die Publikationssituation der Lyrik und die Poetologien realistischer Lyrik in den Blick: die selbstreflexiven Strukturen der Gedichte, ihre Traditionsbezüge sowie das Interesse an den Dingen und den Zeichen der Wirklichkeit. Diskurse des Realen werden fokussiert: die Rolle der Wahrnehmung, der Medialität und der Technik. Der Band untersucht zudem die realistische Lyrik in ihrem widersprüchlichen Verhältnis zur Leitgattung Prosa.

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Christian Begemann / Simon Bunke (Hg.)
Lyrik des Realismus
Litterae, Band 238
380 S., 22 Abb., geb., 59,– €
ISBN 978-3-7930-9922-2

Beziehungen zwischen Tieren, Umwelten und Texten

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Texts, Animals, Environments: Zoopoetics and Ecopoetics versammelt literatur- und kulturwissenschaftliche Beiträge, die den Beziehungen zwischen Tieren, Umwelten und Texten nachspüren und auf diese Weise die zahlreichen Verbindungslinien zwischen den Forschungsfeldern des Ecocriticism und der Animal Studies in den Fokus rücken. Während der Ecocriticism für gewöhnlich einen relationalen Ansatz verfolgt und dabei umweltbezogene oder allgemeiner ökologische Phänomene in den Blick nimmt, erforschen die Animal Studies vermehrt einzelne Spezies oder auf Tierindividuen bezogene Aspekte. In diesem Sinne konzentrieren sich der Ecocriticism auf eine ökopoetische und die Animal Studies auf eine zoopoetische Ästhetik. Indem der Sammelband Zoopoetics und Ecopoetics als Schlüsselkonzepte beider Forschungsfelder in Verbindung bringt, erschließt er neue Wege, um Texte, Tiere und Umwelten lesbar zu machen. Im Rahmen dieser Lektüren erscheinen Texte, Tiere und Umwelten dann nicht als voneinander getrennte, sondern als wechselseitig aufeinander bezogene Entitäten, die in einem komplexen Interaktionsverhältnis stehen.

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Frederike Middelhoff / Sebastian Schönbeck / Roland Borgards / Catrin Gersdorf (Hg.)
Texts, Animals, Environments
Zoopoetics and Ecopoetics
Cultural Animal Studies, Band 3
360 S., 3 Abb., Pb., 68,- €
ISBN 978-3-7930-9928-4
Der Band ist in englischer Sprache.

Pittsburgh Symphony Orchestra: seine Geschichte – sein Klang

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Das Pittsburgh Symphony Orchestra (PSO) stand lange im Schatten der »Big Five«. Zu Unrecht, wie Musikjournalist Alain Steffen in seinem neuen Buch Let`s talk about … erläutert. Steffen erzählt die Geschichte des Orchesters seit den Anfängen im Jahre 1894 bis heute und unterhält sich u.a. mit den ehemaligen Chefdirigenten Sir André Previn und Mariss Jansons. Seit 2008 leitet Manfred Honeck das Orchester. Unter ihm erlangt es internationalen Ruhm. Er führt die Musiker auf die weltweiten Bühnen und zu den bedeutenden Festivals.
Interviews mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Solisten geben Einblicke in die Arbeitsweise des Orchesters und veranschaulichen seine einzigartige Klangsprache. Zu Wort kommen u.a. Hélène Grimaud, Thomas Hampson und Anne-Sophie Mutter. Ein Tourneetagebuch nimmt den Leser mit in den Konzertsaal und hinter die Kulissen.

Alain Steffen, geb. 1961, arbeitet u.a. als freier Redakteur für verschiedene luxemburgische Zeitungen und Rundfunkanstalten.

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Alain Steffen (Hg.)
LET’S TALK ABOUT…
PITTSBURGH SYMPHONY ORCHESTRA & MANFRED HONECK
256 S., zahlr. Farbabb., Pb. mit SU, 23 x 23 cm, € 38,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5168-8

Nachlassverwalter Hofmannsthals mit Doppelleben

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Das aktuelle Hofmannsthal-Jahrbuch 2018 nimmt Heinrich Zimmer (1890–1943), Schwiegersohn von Hugo von Hofmannsthal in den Blick. Der Indologe führte ein von seiner Frau toleriertes Doppelleben, das Katharina Geiser eindrücklich mit zahlreichen Briefauszügen schildert. Elsbeth Dangel-Pelloquin erörtert seine editorische Leistung als Nachlassverwalter. Die von Zimmer herausgegebenen Bände hätten es ermöglicht, „Hofmannsthals facettenreiches Schreiben aus dem Korsett des kanonischen Frühwerks zu befreien und seine Vielfalt bekannt zu machen“.
Weitere Aufsätze des Jahrbuchs thematisieren u.a. die Dimension des Existenzialismus bei Hofmannsthal, sein ambivalentes Verhältnis zum ›Berliner‹ Theater der zwanziger Jahre und sein Scheitern an Goldoni in der Komödie Cristians Heimreise.

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Maximilian Bergengruen/Alexander Honold/Gerhard Neumann (†)/
Ursula Renner/Günter Schnitzler/Gotthart Wunberg (Hg.)
Hofmannsthal
Jahrbuch zur Europäischen Moderne
Band 26/2018
364 S., engl. Broschur, 65,50 €, Subskriptionspreis zur Fortsetzung 50,– €
ISBN 978-3-7930-9925-3

Kindheit und Literatur

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Kindheit und Literatur untersucht die ästhetische, epistemologische und diskursive Funktion von Kindheit. Es geht darum, “die Perspektive einer ‘Poetologie des Wissens’ mit der Frage nach der spezifischen Eigenlogik der literarischen Kindheitsreflexion ins Verhältnis zu setzen”, so Herausgeber Davide Giuriato.
Der erste Teil umfasst Aufsätze zu den Kindheitstheoretikern Nietzsche, Freud, Benjamin und Adorno. Die weiteren Beiträge widmen sich der Kindheit als einer poetologischen Reflexionsfigur von der Frühen Neuzeit, über Klassik und Romantik, Moderne bis hin zur Gegenwart. Themen sind u.a.: der Verlust des Sohnes in Giovanni Morellis Aufzeichnungen, autobiografische Kindheitsentwürfe bei Fontane und Dürrenmatt, Heranwachsen als Problem der Kinderliteratur, das böse Kind bei Hustvedt und Shiver.

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Davide Giuriato / Philipp Hubmann / Mareike Schildmann (Hg.)
Kindheit und Literatur
Konzepte – Poetik – Wissen

Litterae, Band 235
340 S., 8 Abb., geb., 58,– €
ISBN 978-3-7930-9928-5

Werk und Wirkung des Künstlers Harald Herrmann

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»Er hatte zuviel Schwarzwald geschluckt, täler- und bergeweise, und alles dunkelte in ihm vor Schmerz und flammte auf in greller Verletztheit. Er war ein Gezeichneter, und was konnte er dann anders, als zeichnen? So zeichnete er, selbst wenn schrieb oder malte, zeichnete er … riss das Mal der Seele in den Vorschein, Zeichnung um Zeichnung sich suchend, sich findend, sich verlassend …«, so beginnt Rudolf Brandner seine Aufzeichnung über den Künstler Harald Herrmann. In dem Band »Über den Negativismus in der Kunst« spürt Brandner den Wegen und Nebenwegen des Zeichners und Malers nach. Der Zeitraum von nahezu 40 Jahren künstlerischer Produktion lässt Vertiefungen und Verästelungen dieses Künstlers in einer ganz eigenen Sicht erscheinen.

Der Band ist Teil des dreibändigen Werks HILUM.Weitere Teilbände:
- »Malerei und Zeichnung« ist der Versuch einer Zusammenfassung und Transparenzgebung der künstlerischen Arbeit Herrmanns der Jahre 2017/2018.
- »TextundBild« verknüpft mit expressiver Prosa drei Gestalten der Kunst- und Literaturgeschichte miteinander: Goya, Pasolini, Vincent (van Gogh). Den Texten zugeordnet werden gemalte und gezeichnete Köpfe.

HARALD HERRMANN, geb. 1954 in Wolfach/Schwarzwald, Künstler und Kunstvermittler, zahlreiche Stipendien und Lehraufträge im In- und Ausland, Mitinitiator kulturpolitischer und künstlerischer Interventionen für den öffentlichen städtischen Raum Freiburg, Leiter und Gründer der Schule der Wahrnehmung.

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Harald Herrmann
HILUM
Malerei und Zeichnung 2018
TextundBild
Über den Negativismus in der Kunst – Der Weg des Zeichners und Malers Harald Herrmann 1980–2018 von Rudolf Brandner
238 S., zahlr. Abb., 19 x 23,7 cm, Pb., 19,90 €
ISBN 978-3-7930-5174-9



Es gibt eine limitierte Auflage an Original-Zeichnungen von Harald Herrmann, die man zu den drei Bänden für 90 € direkt beim Verlag  erwerben kann. Bei Interesse bitten wir um telefonische Rücksprache: Tel. 0761 45002135.

Rezeptionsgeschichte des Wiener Walzers

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Der Wiener Walzer An der schönen blauen Donau ist ein Werk mit komplexer Rezeptionsgeschichte. Der von Joachim Brügge herausgebende Band »Kosmisches Arkadien« und »Wienerische Schlampigkeit« versammelt Beiträge zur medialen, kompositorischen, musikanalytischen und literarischen Rezeption des Donauwalzers. Aspekte der musikalischen Praxis verdeutlichen Interviews mit den Musikern der Wiener Philharmoniker, die den Walzer jedes Jahr beim Neujahrskonzert spielen. Alexander Drčar liefert die Analyse der unterschiedlichen Interpretationen der wechselnden Dirigenten bei dem Großevent. Er vergleicht dabei die Aufnahmen aus der Zeit von 1954 bis 2010.

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Begriff und Figur der freien Rede

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Von Luther bis Diderot, von Wieland bis Keats: Der Band Bella Parrhesia geht dem historischen Index der Redefreiheit in Literatur, Theologie, Politik und Ästhetik nach. Die Beiträge untersuchen die rhetorischen und ideengeschichtlichen Konstellationen der Parrhesie vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und fügen sich so zu einer Darstellung der Genesis moderner Redefreiheit aus der Rhetorik.

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Litterae, Band 219
394 S., geb., 62,– €
ISBN 978-3-7930-9846-1

Limbus 2018 – Australisches Jahrbuch

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Der Band lotet die Reichweiten, Spielräume und wechselnden Konjunkturen des Herkunfts-Begriffs bei der Generierung von Selbstbildern und Fremdentwürfen in der deutschsprachigen Literatur aus. Dazu zählen u.a.: Migrantenliteratur, Väterliteratur, Nachwendeliteratur, die Ruhrgebietstrilogie von Ralf Rothmann, Botho Strauß’ Erinnerungsbuch Herkunft.

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Franz-Josef Deiters/Axel Fliethmann/Birgit Lang/Alison Lewis/Christiane Weller (Hg.)
Limbus – Australisches Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft
Band 11 (2018):
Herkunft / Origin
272 S., 3 Farbabb., 46,00 €
ISSN 1869-1021
ISBN 978-3-7930-9915-4