Freiburg wird urbaner
Neue Architektur in der Schwarzwaldmetropole

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Freiburg wächst: Einwohnerzahlen steigen, Touristen strömen, Gebäude schießen aus dem Boden. Die meisten verbinden mit der Universitätsstadt vorwiegend ihren mittelalterlichen Kern. Aber die 900 Jahre alte Stadt hat viel mehr zu bieten. Das neue Buch Freiburg urban von Gisela Graf und Carola Schark zeigt das moderne Gesicht Freiburgs – jenseits von Bächle, Gässle und Münster. Mit 60 herausragenden Bauwerken verdeutlichen die Autorinnen die Vielfalt der Architektur. Die Bandbreite reicht von der Umgestaltung des Augustinermuseums von Christoph Mäckler über Neubauten wie die Universitätsbibliothek von Heinrich Degelo oder das Rathaus im Stühlinger von Ingenhoven Architects bis hin zum Entwurf des neuen Stadtteils Dietenbach von K9 Architekten. Es geht aber auch um sozialen und innovativen Wohnungsbau: In Freiburg entstand das Mietshäuser Syndikat, hier gab es die ersten Baugruppen und Wohnbaugenossenschaften – und nicht zuletzt entwickelte sich in Freiburg eine ökologische Bauweise.

Die Kapitel sind nach Stadtteilen geordnet und jeweils mit einer Karte versehen. Das Buch lädt damit zu Streifzügen durch das urbane Freiburg ein und richtet sich an ein breites Publikum.

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Freiburg urban

Gisela Graf | Carola Schark
Freiburg urban
Neue Architektur in der Schwarzwaldmetropole
224 S., Klappenbroschur, zahlr. Farbfotos, 19,90 €
ISBN 978-3-7930-5173-2

 

Die Zukunft stirbt nie – zur Utopie des Post- und Transhumanismus

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Der Mensch ist sterblich. Oder doch nicht? Der Post- und Transhumanismus versucht, dem Tod zu entkommen. Wie, erläutert Oliver Krüger in seiner Studie Virtualität und Unendlichkeit.
Aus der Sicht des technologischen Posthumanismus ist der Mensch ein Auslaufmodell – überholt von seinen eigenen technischen Schöpfungen. Künstliche Intelligenzen und Roboter sollen die neuen Triebkräfte der Evolutionsgeschichte werden, während die Menschheit ausstirbt. Der Verzicht auf sich selbst werde mit der Unsterblichkeit des Menschen in der Virtualität belohnt.
Krüger beleuchtet die vielfältigen Beziehungen zwischen den philosophischen, literarischen, kybernetischen und religiösen Ideen dieser radikalen Fortschrittsideologie. Im Zentrum stehen dabei die kybernetische Neubestimmung des Menschen, die Singularität, die technologische Unsterblichkeit, die transzendente Superintelligenz und der Entwurf einer kosmischen Heilsgeschichte. Den Schnittpunkt der verschiedenen Analysestränge bildet die von Günther Anders entwickelte Idee der »prometheischen Scham« des Menschen vor seiner medialen Reproduktion – die vermeintliche Minderwertigkeit des »biologischen Menschen« gegenüber seinem unsterblichen, virtuellen Abbild.

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OLIVER KRÜGER, geb. 1973, Dr. phil., hat Soziologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Klassische Archäologie an der Universität Bonn. Er forschte und lehrte an den Universitäten Heidelberg und Princeton bevor er 2007 zum Professor für Religionswissenschaft an der Universität Freiburg (Schweiz) berufen wurde. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Religionssoziologie, das Verhältnis von Religion und Medien sowie die Religionstheorie.

Oliver Krüger
Virtualität und Unsterblichkeit
Gott, Evolution und die Singularität im Post- und Transhumanismus
Litterae, Band 123
2. Auflage, aktualisiert und erweitert
474 S., Pb., 54,– €
ISBN 978-3-7930-9939-0

Der Wolf als Politikum – Studie über die Ausrottung eines Raubtiers

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Die Wölfe sind zurück und die Debatten um das geschützte Tier laufen heiß. Einer Wiederkehr geht immer ein Verschwinden voraus: Diese Vorgeschichte beleuchtet der Germanist Alexander Kling in dem Band Unter Wölfen. Anhand von Augenzeugenberichten und Jagdtraktaten sowie Texten der politischen Theorie, der Zoologie und der Literatur zeichnet er die Ausrottung der Wölfe im 17. und 18. Jahrhundert nach. Die Studie zeigt, dass mit der Ausrottung der Wölfe vom 30-jährigen Krieg bis zur Französischen Revolution auch die politische und zivilisatorische Ordnung zur Disposition steht.
Ausgangspunkt der Untersuchung ist das Anwachsen der Wolfspopulation im 30-jährigen Krieg. Die Wölfe vermehren sich in dieser Krisensituation und werden so zu deren zeichenhafter Verkörperung. In Texten nach dem 30-jährigen Krieg werden sie als Schreckensfiguren instrumentalisiert. Das Sprechen und Erzählen von einer unzivilisierten Wolfszeit soll zur Wiedereinsetzung der im Krieg zerstörten Ordnung beitragen. Es ist nicht zuletzt diese affektive Aufladung der Wölfe, mit der maßgeblich ihre Ausrottung vorangetrieben wird. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts bricht die Wolfspopulation schließlich zusammen; das 19. Jahrhundert kennt nur mehr ›letzte Wölfe‹, deren Tötung als Triumph des Menschen inszeniert wird.

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Alexander Kling
Unter Wölfen
Geschichten der Zivilisation und der Souveränität vom 30-jährigen Krieg bis zur Französischen Revolution

Cultural Animal Studies, Band 2
582 S., 12 Abb., Pb., 68,– €
ISBN 978-3-7930-9888-1

Tonmeister – Vermittler zwischen Kunst und Technik

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90% aller konsumierten Musik wird unter Mitwirkung von TonmeisterInnen produziert. Angesichts dieser Prozentzahl ist eine umfassende, wissenschaftliche Studie über das Berufsfeld längst überfällig. Peter Schmidt füllt mit seiner Dissertation Tonmeister – Vermittler zwischen Kunst und Technik jetzt die Lücke.
Schmidt untersucht die Entwicklung und Konzepte der Ausbildung an den wichtigsten Instituten in Deutschland: Erich-Thienhaus-Institut an der Hochschule für Musik in Detmold, Institut für Musik und Medien an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, Tonmeisterinstitut an der Universität der Künste in Berlin.
Biografik und Persönlichkeitsmerkmale von TonmeisterInnen sowie deren musikalische Praxis bilden einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit.
In 26 Interviews wertet der Autor deren Biographien aus. Neben der Erläuterung der individuell oft sehr unterschiedlich gewichteten technischen, musikalischen wie psychologischen Fähigkeiten wird die Frage behandelt, wie TonmeisterInnen selbst ihren Beitrag an einer veröffentlichten Aufnahme beurteilen.

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Der Autor: PETER SCHMIDT, Studium Ton- und Bildtechnik an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf sowie an der FH Düsseldorf; Studium der Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum Salzburg; seit 2008 Leiter des Ton- und Videostudios / MediaLab am Mozarteum; seit 2010 zusätzlich Lehrbeauftragter an der Universität Mozarteum.

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Peter Schmidt
Tonmeister – Vermittler zwischen Kunst und Technik
Ausbildung, Persönlichkeit, Arbeitsumfeld
klang-reden, Band 23, 320 S., Pb., 48,- €
ISBN 978-3-7930-9926-0

Auch als E-Book erhältlich.

Die Antike im Spiegel der Gegenwart

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Philologe Klaus Bartels versammelt in seinem Buch Jahrtausendworte – in die Gegenwart gesprochen antike Literatur von Platon bis Marc Aurel. Die Zitate der Denker sind erstaunlich aktuell. Denn die Jahrtausende alten Weisheiten setzt der Autor in Bezug auf unser heutiges kulturelles und politisches Leben. In den Kapiteln Selbsterkenntnis, Aufstieg und Sturz, Staat und Gesetz, Global Village, Freund und Feind, Alternatives Leben oder Natur und Technik zeigt sich eine zeitenlose Themenfülle.
Die Texte »laden ein, im weiten Raum des geistigen Internet, wo schon seit längster Zeit ein Click ›tausend Verbindungen schlägt‹, in die Kreuz und Quere bald die Antike aus der Perspektive der Gegenwart, bald die Gegenwart aus der Perspektive der Antike zu betrachten und zu befragen«, so Bartels.

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Klaus Bartels
Jahrtausendworte – in die Gegenwart gesprochen
Paradeigmata, Band 50
204 S., Hardcover, 15 x 22,4 cm, 46,- €
ISBN 978-3-7930-9941-3

Proben-Prozesse – über das Entstehen von Musik und Theater

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Proben vor einer Aufführung sind kein reines Wiederholen oder Üben. Sie sind Teil der Performance, dienen der Wissensaneignung und Konzeptentwicklung. Formen künstlerischer Thematisierung von Probenvorgängen zeigen das, wie etwa das offene Projekt „Instruments &“ des Komponisten Peter Alblingers oder „Dream Project“ der spanischen Choreografin Cuqui Jerez als „experiment on how to work and how to produce“.
Der von Wolfgang Gratzer und Christoph Lepschy herausgegebene Band Proben-Prozesse fokussiert zeitgenössische Proben-Prozesse vor dem Hintergrund traditioneller Formen der Aufführungsentstehung. An dem Band wirken Künstler/innen sowie Vertreter/innen der Musik-, Performance- und Theaterwissenschaften mit u.a.: Stefanie Carp, Wolf-Dieter Ernst, Patrick Müller, Isabell Mundi, Frank Stadler.

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Wolfgang Gratzer / Christoph Lepschy (Hg.)
Proben-Prozesse
Über das Entstehen von Musik und Theater
Reihe klang-reden Band 22
242 S., zahlr. Abb., Pb., 38,– €
ISBN 978-3-7930-9919-2

Neubewertung der Lyrik des Realismus

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Die Realismus Forschung vernachlässigt die Lyrik. Die Gattung steht unter Subjektivitätsverdacht und spiele im Verhältnis zur faktischen Prosa eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie der Band Lyrik des Realismus belegt. Die Beiträge loten das reflexive und poetologische Potential der Lyrik für die Epoche detailreich aus. Dabei kommen die Publikationssituation der Lyrik und die Poetologien realistischer Lyrik in den Blick: die selbstreflexiven Strukturen der Gedichte, ihre Traditionsbezüge sowie das Interesse an den Dingen und den Zeichen der Wirklichkeit. Diskurse des Realen werden fokussiert: die Rolle der Wahrnehmung, der Medialität und der Technik. Der Band untersucht zudem die realistische Lyrik in ihrem widersprüchlichen Verhältnis zur Leitgattung Prosa.

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Christian Begemann / Simon Bunke (Hg.)
Lyrik des Realismus
Litterae, Band 238
380 S., 22 Abb., geb., 59,– €
ISBN 978-3-7930-9922-2

Beziehungen zwischen Tieren, Umwelten und Texten

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Texts, Animals, Environments: Zoopoetics and Ecopoetics versammelt literatur- und kulturwissenschaftliche Beiträge, die den Beziehungen zwischen Tieren, Umwelten und Texten nachspüren und auf diese Weise die zahlreichen Verbindungslinien zwischen den Forschungsfeldern des Ecocriticism und der Animal Studies in den Fokus rücken. Während der Ecocriticism für gewöhnlich einen relationalen Ansatz verfolgt und dabei umweltbezogene oder allgemeiner ökologische Phänomene in den Blick nimmt, erforschen die Animal Studies vermehrt einzelne Spezies oder auf Tierindividuen bezogene Aspekte. In diesem Sinne konzentrieren sich der Ecocriticism auf eine ökopoetische und die Animal Studies auf eine zoopoetische Ästhetik. Indem der Sammelband Zoopoetics und Ecopoetics als Schlüsselkonzepte beider Forschungsfelder in Verbindung bringt, erschließt er neue Wege, um Texte, Tiere und Umwelten lesbar zu machen. Im Rahmen dieser Lektüren erscheinen Texte, Tiere und Umwelten dann nicht als voneinander getrennte, sondern als wechselseitig aufeinander bezogene Entitäten, die in einem komplexen Interaktionsverhältnis stehen.

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Frederike Middelhoff / Sebastian Schönbeck / Roland Borgards / Catrin Gersdorf (Hg.)
Texts, Animals, Environments
Zoopoetics and Ecopoetics
Cultural Animal Studies, Band 3
360 S., 3 Abb., Pb., 68,- €
ISBN 978-3-7930-9928-4
Der Band ist in englischer Sprache.

Pittsburgh Symphony Orchestra: seine Geschichte – sein Klang

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Das Pittsburgh Symphony Orchestra (PSO) stand lange im Schatten der »Big Five«. Zu Unrecht, wie Musikjournalist Alain Steffen in seinem neuen Buch Let`s talk about … erläutert. Steffen erzählt die Geschichte des Orchesters seit den Anfängen im Jahre 1894 bis heute und unterhält sich u.a. mit den ehemaligen Chefdirigenten Sir André Previn und Mariss Jansons. Seit 2008 leitet Manfred Honeck das Orchester. Unter ihm erlangt es internationalen Ruhm. Er führt die Musiker auf die weltweiten Bühnen und zu den bedeutenden Festivals.
Interviews mit Musikern, Dirigenten, Komponisten und Solisten geben Einblicke in die Arbeitsweise des Orchesters und veranschaulichen seine einzigartige Klangsprache. Zu Wort kommen u.a. Hélène Grimaud, Thomas Hampson und Anne-Sophie Mutter. Ein Tourneetagebuch nimmt den Leser mit in den Konzertsaal und hinter die Kulissen.

Alain Steffen, geb. 1961, arbeitet u.a. als freier Redakteur für verschiedene luxemburgische Zeitungen und Rundfunkanstalten.

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Alain Steffen (Hg.)
LET’S TALK ABOUT…
PITTSBURGH SYMPHONY ORCHESTRA & MANFRED HONECK
256 S., zahlr. Farbabb., Pb. mit SU, 23 x 23 cm, € 38,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5168-8

Nachlassverwalter Hofmannsthals mit Doppelleben

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Das aktuelle Hofmannsthal-Jahrbuch 2018 nimmt Heinrich Zimmer (1890–1943), Schwiegersohn von Hugo von Hofmannsthal in den Blick. Der Indologe führte ein von seiner Frau toleriertes Doppelleben, das Katharina Geiser eindrücklich mit zahlreichen Briefauszügen schildert. Elsbeth Dangel-Pelloquin erörtert seine editorische Leistung als Nachlassverwalter. Die von Zimmer herausgegebenen Bände hätten es ermöglicht, „Hofmannsthals facettenreiches Schreiben aus dem Korsett des kanonischen Frühwerks zu befreien und seine Vielfalt bekannt zu machen“.
Weitere Aufsätze des Jahrbuchs thematisieren u.a. die Dimension des Existenzialismus bei Hofmannsthal, sein ambivalentes Verhältnis zum ›Berliner‹ Theater der zwanziger Jahre und sein Scheitern an Goldoni in der Komödie Cristians Heimreise.

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Maximilian Bergengruen/Alexander Honold/Gerhard Neumann (†)/
Ursula Renner/Günter Schnitzler/Gotthart Wunberg (Hg.)
Hofmannsthal
Jahrbuch zur Europäischen Moderne
Band 26/2018
364 S., engl. Broschur, 65,50 €, Subskriptionspreis zur Fortsetzung 50,– €
ISBN 978-3-7930-9925-3