Günterstal – kleiner Ort mit großer Geschichte
Neues Buch über den Freiburger Stadtteil von Karin Groll-Jörger

Hervorgehoben

Kunsthistorikerin Karin Groll-Jörger legt zum 900-jährigen Freiburger Stadtjubiläum den zweiten Band ihrer Chronik über Günterstal vor, das den Zeitraum von 1890 bis 1945 umfasst. Mit ihren Büchern will sie etwas Bleibendes schaffen und dem Abriss historischer Bausubstanz sowie dem Interessenmangel an Lokalgeschichte entgegenwirken. Die positiven Reaktionen vieler Leser auf den ersten Band (2013) motivierten die Autorin zum Weiterschreiben:

„Einige der seit langem ansässigen Bewohner begannen, die eigene Vergangenheit in einem anderen Licht zu sehen und zu begreifen, dass sich Überlieferung eben doch lohnt, und einige der sogenannten Neugünterstäler, die den Stadtteil bis dahin für historisch irrelevant hielten, merkten auf.“

Die Eingemeindung 1890 von Günterstal zu Freiburg veränderte die Infrastruktur und das soziale Leben

Günterstal ist seit 1890 ein Stadtteil von Freiburg. Die Eingemeindung verursachte viele Veränderungen: Abfallwirtschaft, Elektrifizierung, Kanalisation, Straßenbahnlinie. Diese verbesserte Infrastruktur war aber auch eine finanzielle Belastung. Infolge sollten sich zunehmend wohlhabende Bürger in Günterstal ansiedeln.
Um 1900 gab es die ersten Landhäuser und Villen auf den bis dahin landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Der Erste Weltkrieg brachte Not und Elend, schweißte jedoch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen näher zusammen. In der Krisenzeit der Nachkriegsjahre wanderten einige nach Übersee aus.

Günterstal im Zweiten Weltkrieg

Zu den schwärzesten Stunden Günterstals gehört das Dritte Reich: Die Angst vor Bombardierungen und Bespitzelungen war grausamer Alltag. Hinzu kamen die Kriegsopfer. Viele Männer sind im Krieg gefallen, gerieten in Gefangenschaft oder blieben vermisst.

Leseprobe.

Autorin Karin Groll-Jörger lebt in Günterstal und erforscht dessen Geschichte seit Jahren

KARIN GROLL-JÖGER studierte in Mainz und Freiburg Kunstgeschichte, Geschichte und Klassische Archäologie.

Karin Groll-Jörger
Günterstal
Von der Eingemeindung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1890–1945
676 S., zahlr. Farbfotos, geb., 48,– €
ISBN 978-3-7930-5187-9 Rombach Verlag 2020

Rezension zu Markus Eisen/Robert Neisen (Hg.): Der Erste Weltkrieg am Oberrhein. In: Geschichte am Oberrhein, Februar 2017

Durch die nahe Vogesenfront zum unmittelbaren Hinterland des Kriegsgeschehens gemacht, ist die Oberrheingegend geradezu prädestiniert, um „eine Mikrogeschichte des Ersten Weltkriegs zu erzählen“, betont Hansmartin Schwarzmeier in seiner Rezension dieses Sammelbandes des Arbeitskreises Regionalgeschichte e.V. Freiburg. Die acht aus einer Vortragsreihe stammenden Beiträge beleuchten aus facettenreichen Blickwinkeln, wie die südbadische bzw. elsässische Region 1914 am Grat zwischen Kriegsbegeisterung und realem Kampfgeschehen balanciert. Dass dabei die Situation der lokalen Bevölkerung ebenso wie die Rolle Basels miteinbezogen wird, erkennt Schwarzmeier als sehr gelungen.

Dieser Link führt zu weiteren Informationen zum Buch sowie zur Leseprobe.

Cover

 

Rezension zu Sven von Ungern-Sternberg (Hg.): »Naturschutz in Baden«, in: Freiburger Universitätsblätter 2016

BadHeimat_Naturschutz_DRUCK.inddDie wechselhafte Geschichte des Naturschutzes in Baden wird in dem von Sven von Ungern-Sternberg herausgegebenen Band Naturschutz in Baden. Geschichte – Probleme – Perspektiven umfassend dargestellt und von den Anfängen bis zur Gegenwart in den wichtigsten Entwicklungen nachgezeichnet. In ihrer Rezension geht Eva Opitz detailliert auf die unterschiedlichen Beiträge des Buches ein und betont, wie schnell sich der interessierte Laie einen Überblick verschaffen könne über die historischen Entwicklungen des Naturschutzes. Die Rezensentin hebt abschließend hervor, dass die in diesem Werk vergegenwärtigte Vergangenheit „ein wichtiger Puzzlestein im Naturschutzgeschehen vom 19. Jahrhundert bis heute“ seien.

 

Rezension: Eva Opitz: Sven von Ungern-Sternberg (Hg.): Naturschutz in Baden. Geschichte – Probleme – Perspektiven, Freiburg i.Br. 2015, in: Freiburger Universitätsblätter Heft 211/1 (2016), S. 190-191.

Buchpräsentation »Der Erste Weltkrieg am Oberrhein« am 16. Juli in Freiburg

Hervorgehoben

Der Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg lädt herzlich ein zur Buchvorstellung:

Am: 16. Juli, um 19 Uhr

Im: Museum für Stadtgeschichte im Innenhof, Münsterplatz, Freiburg

Einführung in den Sammelband: Prof. em. Dr. Gerd Krumeich, Historiker und einer der renommiertesten internationalen Experten des Ersten Weltkrieges

Begrüßung: Peter Kalchthaler (Museum für Stadtgeschichte), Dr. Robert Neisen (Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg e.V.), Dr. Torang Sinaga (Rombach Verlag)

Der Erste Weltkrieg veränderte die Oberrheinregion tiefgreifend. Bereits in den ersten Wochen des Krieges wurde sie Aufmarschgebiet und Schauplatz von Grenzgefechten. Durch die nahe Vogesenfront war die Region als unmittelbares Hinterland der Front stärker vom Kriegsgeschehen betroffen als das deutsche Binnenland. Zugleich zerschnitt der Erste Weltkrieg den bis dahin kulturell und wirtschaftlich eng verflochtenen Oberrheinraum und führte zu nationalstaatlichen Grenzziehungen, unter deren Folgen seine Bewohner noch heute zu leiden haben.

In acht Beiträgen beleuchten die Autoren die Konfrontation der Hauptgegner Deutschland und Frankreich am Oberrhein und ihre massiven Auswirkungen auf Südbaden, das Elsass und die Grenzstadt Basel. Anhand populärer Zeitdokumente wie Kriegslieder oder Kriegstagebücher werden in diesem auch Alltag und Erleben der „kleinen Leute“ hinter der Front dargestellt.

Das Buch erscheint im Rombach Verlag und ist ab dem 17. Juli im Handel.

Robert Neisen / Markus Eisen (Hg.)
Der Erste Weltkrieg am Oberrhein
206 S., 26 s/w-Abb., Pb. 15,0 x 22,4 cm, € 19,90 (D)
ISBN 978-3-7930-9812-6
Cover

Zur Leseprobe.

Weitere Informationen und Veranstaltungen vom Arbeitskreis Regionalgeschichte.