Begriff und Figur der freien Rede

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Von Luther bis Diderot, von Wieland bis Keats: Der Band Bella Parrhesia geht dem historischen Index der Redefreiheit in Literatur, Theologie, Politik und Ästhetik nach. Die Beiträge untersuchen die rhetorischen und ideengeschichtlichen Konstellationen der Parrhesie vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und fügen sich so zu einer Darstellung der Genesis moderner Redefreiheit aus der Rhetorik.

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Litterae, Band 219
394 S., geb., 62,– €
ISBN 978-3-7930-9846-1

Rezension zu: Ahmad Milad Karimi: Hingabe. Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie, in: Elibrary, 12/2017

Ahmad Milad Karimi widmet sich in seinem Werk Hingabe den Grundfragen der systematisch-islamischen Theologie und worin der Standpunkt dieser Theologie besteht. Das Besondere an Karimis Studie ist laut Rezensent Jörg Imran Schröter, dass sie nicht nur eine bestimmte islamische Position darstelle, sondern »zeitlose und ortsunabhängige Grundfragen« behandle. Die Lektüre des Textes sei nicht gerade leicht, hebe aber dadurch »die theologische Auseinandersetzung auf das längst gebotene akademische Niveau einer Islamischen Theologie in Deutschland«.

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9783793098232

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Rezension zu Bergengruen/Haut/Langer: Tötungsarten und Ermittlungspraktiken. Zum literarischen und kriminalistischen Wissen von Mord und Detektion, in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte, 09/2017

Der Sammelband Tötungsarten und Ermittlungspraktiken rückt die Frage in den Fokus, ob es einen inneren Anschluss der Ermittlungspraktiken an die jeweiligen Tötungsarten gibt. Gesucht wird die verborgene strukturelle Identität zwischen dem Mord, dem fundamentalen Bruch des Strafgesetzes, und den strafprozessrechtlichen Möglichkeiten, diesen aufzuklären. Für die »gesellschaftliche Diskussion und ihre zunehmende Bereitschaft einer Sozialkritik« liefere der Band »wertvolle Hinweise«, fasst Rezensent Mathias Schmoeckel zusammen. Die Rechtsgeschichte könne dadurch bereichert werden, »nicht zuletzt auch für die Gewinnung neuer Fragestellungen«.

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Limbus 2018 – Australisches Jahrbuch

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Der Band lotet die Reichweiten, Spielräume und wechselnden Konjunkturen des Herkunfts-Begriffs bei der Generierung von Selbstbildern und Fremdentwürfen in der deutschsprachigen Literatur aus. Dazu zählen u.a.: Migrantenliteratur, Väterliteratur, Nachwendeliteratur, die Ruhrgebietstrilogie von Ralf Rothmann, Botho Strauß’ Erinnerungsbuch Herkunft.

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Franz-Josef Deiters/Axel Fliethmann/Birgit Lang/Alison Lewis/Christiane Weller (Hg.)
Limbus – Australisches Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft
Band 11 (2018):
Herkunft / Origin
272 S., 3 Farbabb., 46,00 €
ISSN 1869-1021
ISBN 978-3-7930-9915-4

Fronterfahrung in den Romanen des Ersten Weltkriegs

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Johannes Waßmer analysiert in seiner Studie Die neuen Zeiten im Westen und das ästhetische Niemandsland die Westfront-Romane von Ernst Jünger, Henri Barbusse, Erich Maria Remarque, Werner Beumelburg und Christian Kracht. Ihre Texte erzählen vom Leid der Soldaten, von den kaum noch wahrnehmbaren Granaten, Minen und Schrapnells, von der Kameradschaft und vom ›Erlebnis Krieg‹. Die Soldaten geben dem als sinnlos empfundenen Sterben einen Sinn. Durch diese »Sinngebung des Sinnlosen« werden der Erste Weltkrieg, die Westfront und das Erleben der Soldaten in einen geschichtlichen Rahmen gestellt und als notwendiger Schritt in eine erhoffte Zukunft gedeutet. Waßmer argumentiert, dass sich die Texte in ein Narrativ der Erfahrung und ein Narrativ der Erwartung auffächern. Auch wenn sie sich in der Sinndeutung unterscheiden, erheben sie alle die Beschleunigungserfahrung an der Front zum zentralen Topos.

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Johannes Waßmer
Die neuen Zeiten im Westen und das ästhetische Niemandsland
Phänomenologie der Beschleunigung und Metaphysik der Geschichte in den Westfront-Romanen des Ersten Weltkriegs
Reihe Litterae, Band 237
438 S., geb., 68,– €
ISBN 978-3-7930-9921-5

Johannes Waßmer, geb. 1983, Promotion 2017, Studium der Neueren und Älteren deutschen Literatur und der Philosophie, Arbeitsschwerpunkte: Krieg und Literatur, Literatur der Moderne, Literatur- und Kulturtheorie, insbesondere Präsenz der Zeichen, Zeit, Beschleunigung und Geschichtsphilosophie, Martin Buber.

Rezension zu Drcar/Gratzer: Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte, in: Jazzinstitut.de, 08/2017

Der Band Komponieren & Dirigieren. Doppelbegabungen als Thema der Interpretationsgeschichte behandelt die Ergebnisse eines Projekts, das zwischen 2014 und 2016 am Institut für musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte (IMRI)/ Universität Mozarteum Salzburg umgesetzt wurde. Das Buch gebe »viele kluge Hinweise« darauf, wie wichtig ein Dirigat zur Umsetzung von Kompositionen sein kann, schlussfolgert Rezensent Wolfram Knauer. Die »intime Annäherung an komponierte Werke« animiere zahlreiche Dirigenten, selbst kompositorisch tätig zu werden. Andererseits erhielten Komponisten, die zugleich dirigierten, ein »verstärktes Bewusstsein für die Interpretation und Interpretierbarkeit auch ihrer eigenen Werke«, bemerkt Knauer weiter.

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Rezension zu Martina Wörgötter: Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers, in: Zeitschrift für deutsche Philologie, 12/2017

Martina Wörgötter eröffnet mit ihrer Studie Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers einen neuen Zugang zum literarischen Werk der Autorin und widmet sich vor allem dem besonderen Interesse Kerschbaumers an der Sprache. Rezensentin Britt-Marie Schuster hebt die »sehr akribischen Detailanalysen«, die in dem »ein oder anderen Fall als Vorbild für vergleichbare Studien dienen« könnten, hervor. Die »stattliche Anzahl« von 27 Analysen demonstriere »die Komplexität von Kerschbaumers Prosa eindrucksvoll«.

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Rezension zu Hense/Müller-Tamm: Poetik der Seelenwanderung, in: Arbitrium, 01/2018

Der Band Poetik der Seelenwanderung bespricht die unterschiedlichen Facetten der Seelenwanderungsidee mit Fokus auf literarhistorische und ästhetische Gesichtspunkte. Rezensent Gideon Stienig lobt die »teils brillanten Einzelstudien«. Dass der Begriff der Seelenwanderung immer noch aktuell ist und Kontroversen aufwirft, lässt sich für Stienig aus dem Sammelband entnehmen. Er analysiere und interpretiere »eine reiche Auswahl an literarischen beziehungsweise populärwissenschaftlichen Referenzen«.

9783793097730

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Rezension zu Elias Zimmermann: Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne, in: Literaturhaus Wien, 10/2017

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Elias Zimmermann untersucht in seiner Studie Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne die Konstellation von Literatur und postmoderner Architektur anhand von zwei exemplarischen Romanen: Thomas Bernhards Korrektur und Hermann Burgers Schilten. Seine Arbeit wurde 2017 mit dem Fakultätspreis der philosophisch-historischen Fakultät der Universität Lausanne ausgezeichnet. »Zimmermanns Studie schreibt sich in die aktuelle Diskussion über die Frage der Lesbarkeit von Architektur ein«, resümiert Rezensent Roland Innerhofer. Es leiste hierzu »einen äußerst wichtigen und eigenständigen Beitrag«. Für Innerhofer ist es eine »erhellende Lektüre«, die besonders Begriffen wie dem architektonischen Ereignis präzisere Konturen verleihe.

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Rezension zu Thomas Pittrof (Hg.): Carl Muth und das Hochland (1903-1941), in: Theologie & Literatur, 09/2018

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Der Sammelband Carl Muth und das Hochland (1903-1941) fokussiert den Publizisten Carl Muth, der als einer der großen »Modernisierer« innerhalb des deutschsprachigen Bildungs- und Kulturkatholizismus des vergangenen Jahrhunderts gilt. Mit der Gründung und langjährigen Herausgeberschaft der Zeitschrift Hochland brachte er neue Sichtweisen in das Kulturfeld des deutschen Katholizismus, blieb damit aber nicht unumstritten. »All diese Spannungen werden im vorliegenden Band überaus sachkundig und gut lesbar aufgearbeitet«, so Rezensent Georg Langenhorst. Er resümiert, dass es insgesamt ein »bestens erschlossener Band« sei, der nicht nur Einzelfacetten nebeneinander stelle, sondern einer konsequent umgesetzten Gesamtprogrammatik folge.

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