Der Isenheimer Altar
Das Werk und seine Wirkung

Hervorgehoben

»Hier ist der tausendfache, individuelle Schmerz wiedergegeben, den jeder Teil des Körpers mitmachen muss und erschütternd Anklage führt gegen die Grausamkeit des Todes«, so Kunsthistoriker Alois Schardt über den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald. Nicht nur er war fasziniert vom Meisterwerk des Malers der Renaissance, wie der von Werner Frick und Günter Schnitzler herausgegebene Sammelband »Isenheimer Altar – Werk und Wirkung« zeigt.

Rezeption des Isenheimer Altars in Kunst, Literatur, Musik und Theologie

Elias Canetti, Lovis Corinth, Otto Dix, Paul Hindemith oder Ricarda Huch ließen sich von Grünewalds Kunstwerk inspirieren. Der Altar aus dem 16. Jahrhundert gilt als eines der Hauptwerke der deutschen Malerei. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfährt er eine stürmische Rezeption in der Bildenden Kunst, in der Literatur, in der Musik und in theologischen Debatten. Das Buch beleuchtet neben dieser Rezeption die Hintergründe der Entstehung des Isenheimer Altars, untersucht seine ikonografischen Besonderheiten und nimmt Matthias Grünewald in den Blick.

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Werner Frick / Günter Schnitzler (Hg.)
Der Isenheimer Altar – Werk und Wirkung
386 S., zahlr. Abb., Pb., 48,– €
ISBN 978-3-7930-9892-8

Die Holzschnitte von Hans Baldumg Grien sind ab dem 19. September in Freiburg zu sehen

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Hans Baldung Grien (1484 oder 1485–1545) gilt als Wegbereiter der Renaissance am Oberrhein. Der Maler, Holzschneider, Kupferschneider und Zeichner arbeitete mehrere Jahre als Geselle bei Albrecht Dürer. Hauptsächlich war der Künstler in Straßburg tätig, doch die Jahre in Freiburg (1512–1517) waren für seine künstlerische Laufbahn entscheidend. Neben dem Hochaltar des Freiburger Münsters entstanden hier weitere Altäre, Andachtstafeln, Bildnisse, Holzschnitte und Fensterentwürfe.
In einer repräsentativen Auswahl der Holzschnitte macht die Kabinettausstellung von September 2016 bis Januar 2017 im Augustinermuseum Freiburg Baldungs Œuvre fassbar. Die Tafelbilder, Zeichnungen und Holzschnitte zeigen einen Künstler, der sich mit einer eigenen Handschrift aus dem Schatten Dürers löste.

Der Katalog zur Ausstellung erscheint im Rombach Verlag.

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Zur Ausstellung.

Hans Baldung Grien
Holzschnitte
Herausgegeben von Felix Reuße für die Städtischen Museen Freiburg, Augustinermuseum
Katalog zur gleichnamigen Kabinettausstellung im Augustinermuseum, 17. September 2016 bis 15. Januar 2017
96 Seiten, zahlr. Farbabb., Klappenbroschur
€ 12,00 (D)
ISBN 978-3-7930-5146-6

Rezension zu Axel Fliethmann: »Texte über Bilder. Zur Gegenwart der Renaissance«, in: Comparatio 2016

9783793097617_01Weitreichende Korrespondenzen – darin sieht Rezensent Michael Cuntz in seiner Buchbesprechung von Axel Fliethmanns Handbuch Texte über Bilder. Zur Gegenwart der Renaissance die „wohl prägnanteste Formulierung des inhaltlichen Programms“. Das Buch, das eine philologische Unterscheidung von Bild und Text im Text vornimmt und korrespondierende Schreibweisen über das Bild zwischen Renaissance und der Moderne seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert vergleicht, biete eine „Fülle interessanter Erkenntnisse“ und sei eine „lohnende Lektüre“, so Cuntz, der auf über vier Seiten detailliert Fliethmanns Werk rezensiert.

 

Rezension: Michael Cuntz: Weitreichende Korrespondenzen. Zu Axel Fliethmanns »Texte über Bilder. Zur Gegenwart der Renaissance«, Freiburg i.Br./Berlin/Wien 2014, in: Comparatio 8 (2016), S. 176-180.