Music non-stop
Paul Hindemiths Geschichtskonzeptionen

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Martin Andris wirft mit seiner Studie Music-non-stop neue Schlaglichter auf Paul Hindemith. Der Komponist war vor dem Ende der Weimarer Republik für seine kompositorische Vielfalt und rastlose Produktivität berühmt. Man attestierte ihm Stilpluralismus und Ziellosigkeit. Ausgehend von seinem Hauptwerk Das Unaufhörliche kontextualisiert die Untersuchung Hindemiths Karriereverlauf kulturhistorisch. Das Oratorium verfasste Hindemith zusammen mit Gottfried Benn. Die Uraufführung fand 1931 in Berlin statt. Für Komponist und Dichter galt das ›Prinzip der Umgestaltung‹ als Grundlage geschichtlicher Erscheinungen.
Unter Rückgriff auf einen breiten publizistischen Quellenkorpus analysiert Andris die Debatten über die Legitimität der ›Metamorphose‹ als normative Kämpfe um ästhetische Ziele. Die Signifikanz des Unaufhörlichen in der Krisensituation der späten 1920er Jahre veranschaulicht er, indem er den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Implikationen von Geschichtskonzeptionen nachspürt. Weiterhin erörtert er die Frage, ob Musik Zeit und Geschichte erfahrbar machen kann.

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LIT236_Andris_U1_400

Martin Andris
Music non-stop
Paul Hindemiths Geschichtskonzeptionen vor dem Ende der Weimarer Republik
Litterae, Band 236, 220 S., geb., 46,– €
ISBN 978-3-7930-9920-8