Landespreis für Heimatforschung 2021 geht an Bernd Hainmüller

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Bernd Hainmüller erhält für seine Forschungsarbeit »Tod am Schauinsland« den mit 2.500 Euro dotierten zweiten Preis der Auszeichnung für Heimatforschung 2021. Baden-Württemberg verleiht den Landespreis seit 1982 an Bürger, die die Geschichte des Südwestens erkunden.

Hainmüller wird für seine langjährige Aufarbeitung des sogenannten »Engländerunglücks« am Schauinsland im Jahr 1936 gewürdigt. Dabei deckt er auf, dass der Lehrer und Schutzbefohlene einer englischen Schülergruppe, Kenneth Keast, für den Tod von fünf Jungen verantwortlich war. Die Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren starben am 17. April 1936 auf dem Schauinsland an Erschöpfung und Unterkühlung. Lehrer Keast wollte die Wandertour auf keinen Fall abbrechen, obwohl die Gruppe völlig erschöpft war, sie sich mehrfach verlaufen hatte und nicht für den einsetzenden Schneefall ausgerüstet war. Schließlich retteten Bürger aus der Gemeinde Hofsgrund die Schüler – für fünf von ihnen kam jede Hilfe zu spät.

Bernd Hainmüller erzählt, was am 17. April 1936 am Schauinsland wirklich geschah.

Hainmüller recherchierte 20 Jahre in Archiven und erfasste akribisch die Quellenlage, die er mit Bild und Textauszügen anschaulich in seinem Buch »Tod am Schauinsland« wiedergibt. Er beweist auf erschütternde Weise, wie die Tragödie für Nazipropaganda missbraucht und damit auch Kenneth Keast nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Denn vor dem Hintergrund der britischen »Appeasement«-Politik und den Bestrebungen Hitler-Deutschlands nach einem Bündnis mit England, hatten weder Großbritannien noch Nazi-Deutschland Interesse an der Aufklärung des Falles von fahrlässiger Tötung.

Die Publikation »Tod am Schauinsland« ist im März 2021 erschienen und Teil der Reihe »Alltag in der Provinz«, die vom Arbeitskreis Regionalgeschichte Freiburg herausgegeben wird. Das Buch diente als Grundlage für die Bühnenfassung »Schauinsland« der englischen Autorin Pamela Carter, die die Perspektive der Schüler darstellt. Am 19. Juni 2021 wurde das Stück am Freiburger Theater uraufgeführt.

In England wird man auf den Fall aufmerksam – die Familien der Opfer wollen Aufklärung.

Journalistin Kate Connolly berichtete im Anschluss über die Premiere und das Buch in der britischen Tageszeitung The Guardian. Darin hebt sie Hainmüllers sorgfältige Rekonstruktion der Geschichte hervor und betont, wie wichtig eine Übersetzung ins Englische für die Familien der Opfer und Überlebenden wäre.

Bereits 2015 publizierte Connolly auf Initiative Hainmüllers einen Artikel zu dem Thema, woraufhin sich Angehörige der Opfer bei dem Autor meldeten. Die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende, denn die Vergangenheit ist nicht vergangen.

Hainmüller, Tod am Schauinsland, Rombach Verlag

Das Freiburg-Kochbuch von Peter Gaymann und Hans-Albert Stechl

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Zwei Freiburger, zwei Leidenschaften, eine Freundschaft: Das sind die Zutaten für
»Das Freiburg-Kochbuch«. Kolumnist und Anwalt Hans-Albert Stechl kreiert seit vielen Jahren eigene Rezepte mit heimischen Lebensmitteln aus der Region Südbaden. 70 davon hat er in dem neuen Kochbuch versammelt, darunter badische Klassiker wie Arme Ritter oder Spargelsuppe. Neben Fisch-, Fleisch- und Geflügelgerichten gibt es 25 vegetarische Haupt- und Vorspeisen von Kartoffelküchle bis Sauerkraut-Tarte sowie Desserts – etwa Erdbeer-Charlotte, gratiniertes Zwetschgenkompott und Rhabarber mit Ziegenquark.

Zeichner Peter Gaymann würzt jedes Rezept mit einer Prise Humor. Seine Cartoons nehmen Freiburger Eigenheiten aufs Korn. Die Szenerien spielen auf dem Münstermarkt, in der Küche, im Restaurant oder auf der Therapiecouch. Hühner radeln mit Einkaufskörben durch die Stadt, schauen mit Bangen auf die Waage, plantschen im Oberlindenbrunnen oder schwitzen Brühe in der Sauna.

Das Freiburg-Kochbuch ist eine genussvolle Liebeserklärung an die Stadt, verbunden mit der Anregung zu nachhaltigem Essen von Hans-Albert Stechl: »Kauft vor allem das, was hier bei uns in der Saison wächst und gedeiht, unterstützt regionale Märkte, Bauernläden und den Einzelhandel, kocht selbst – und es wird uns allen besser gehen.«

Das Freiburg-Kochbuch mit Cartoons von Peter Gaymann.
Das Freiburg-Kochbuch mit Cartoons von Peter Gaymann und Rezepeten von Hans-Albert Stechl.

Peter Gaymann / Hans-Albert Stechl
Das Freiburg-Kochbuch
192 Seiten, zahlr. Abb.
Hardcover mit Fadenheftung und Leseband
29,80 €
ISBN 978-3-7930-9971-0
Rombach Verlag 2021

Peter Gaymann, 1950 in Freiburg im Breisgau geboren, gehört zu den erfolgreichsten Cartoonisten in Deutschland. Über 100 Bücher entstanden von und mit ihm, viele davon sind Bestseller. Seine humoristischen Zeichnungen erscheinen in zahlreichen Zeitungen und Zeitschriften.

Hans-Albert Stechl, 1949 in St. Georgen im Schwarzwald geboren, ist Anwalt für Arbeits- und Medienrecht in Freiburg und leidenschaftlicher Hobbykoch. Seit rund zwanzig Jahren veröffentlicht er eine Kochkolumne in der Badischen Zeitung mit Rezepten, die keinen Stress machen und immer gelingen.

Peter Gaymann und Hans-Albert Stechl, die Autoren des Freiburg-Kochbuchs.
Peter Gaymann und Hans-Albert Stechl. Foto: Michael Spiegelhalter

Tod am Schauinsland – Historische Dokumentation über das »Engländerunglück« von 1936

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»Wir sind durch tiefen Schnee gestampft, es wurde immer kälter und dunkler, jede Orientierung ging verloren. Es war die Hölle«, so schildert Stanley C. Few, was er und seine 26 Mitschüler auf der Wanderung von Freiburg nach Todtnauberg am 17. April 1936 erleiden mussten. Few überlebte. Fünf Jungen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren starben an Erschöpfung und Unterkühlung. Der Lehrer Kenneth Keast wollte die Tour auf keinen Fall abbrechen. Schließlich waren es Bürger aus der Gemeinde Hofsgrund, die den Schülern zu Hilfe kamen.

Wie Nazi-Deutschland das Schicksal der englischen Schüler für ihre Propaganda ausschlachtete

85 Jahre nach dem tödlichen Ereignis erzählt Bernd Hainmüller in »Tod am Schauinsland«, was genau an jenem Tag geschah. 20 Jahre recherchierte er in Archiven und erfasste akribisch die Quellenlage, die er mit Bild und Textauszügen anschaulich wiedergibt. Er beweist dabei auf erschütternde Weise, wie das Schicksal der Schüler für Nazipropaganda missbraucht und Kenneth Keast nie zur Rechenschaft gezogen wurde. Vor dem Hintergrund der britischen »Appeasement«-Politik und den Bestrebungen Hitler-Deutschlands nach einem Bündnis mit England, hatten weder Großbritannien noch Nazi-Deutschland Interesse an der Aufklärung des Falles von fahrlässiger Tötung.

Drei Erinnerungsorte – ein Ereignis

Der Autor klärt zudem auf, warum es drei Erinnerungsorte gibt: das von den Nazis erbaute monomentale »Engländerdenkmal« am Schauinsland, den »Eaton-Gedenkstein« und die »Elternplakette« an der Kirche in Hofsgrund.

Das Buch ist eine Kooperation des Arbeitskreises Regionalgeschichte Freiburg e.V. und des Freiburger Theaters. Dort wird das Stück »Schauinsland« von Pamela Carter am 19. Juni uraufgeführt. Die Bühnenfassung thematisiert die Sicht der Schüler.

Hainmüller, Tod am Schauinsland, Rombach Verlag

Autor Bernd Hainmüller, geboren 1948, ist Soziologe, Erziehungswissenschaftler und Grund- und Hauptschullehrer und war bis 2013 Lehrerausbilder am Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Offenburg. Er forscht seit vielen Jahren zur Geschichte des Nationalsozialismus in Freiburg, v.a. zur Freiburger Hitlerjugend, der Biographie des Freiburger Oberbürgermeisters Franz Kerber und als Mitarbeiter des Blauen Hauses Breisach über die Deportation badischer Juden nach Gurs.

Bernd Hainmüller
Tod am Schauinsland
Das „Engländerunglück« am 17. April 1936 und seine Folgen
Eine historische Dokumentation
226 S., zahlr. Abb., Pb., 26,– €
ISBN 978-3-7930-9973-4 Rombach Verlag 2021
Erscheinungstermin: 7. April 2021

Auf der Suche nach dem perfekten Haus in Südbaden

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Das Buch »Landschaften, Menschen und 33 Häuser« von Jochen Ludwig ist ein Roadmovie durch Südbaden mit dem Ziel Eigenheim und vielen Geschichten von unterwegs.

Haus mit Garten – davon träumt jeder. Jochen und Corinna Ludwig waren lange eine Ausnahme. Die beiden lebten zufrieden in ihrer Freiburger Drei-Zimmer-Wohnung – bis zur Rente. Dann wollten sie nochmal ganz neu anfangen und machten sich auf die Suche nach dem Traumhaus.
33 Besichtigungen und ein Jahr später hatten sie den Kaufvertrag in der Tasche und eine Immobilie in Titisee-Neustadt.

Der Autor erzählt, wie er und seine Frau von einem Besichtigungstermin zum nächsten fuhren, getrieben von Neugier und Lust auf Veränderung. Ihr Weg führte sie in die Ortenau, in den Hotzenwald und ins Markgräflerland und von einer Hoffnung zur nächsten Enttäuschung.

Und trotzdem, jede Fahrt hat sich für sie gelohnt. Denn sie entdeckten unbekannte Landschaften und lernten interessante Menschen kennen: Da gab es den in Afrika lebenden Sohn, der nachHause zurückgekommen war, um seinen kranken Vater zu pflegen. Das hochbetagte Brüderpaar, das voller Zukunftspläne steckte. Die Tochter, die sich nur schwer vom Elternhaus trennen konnte. Und schließlich einen Makler, der eigentlich Opernsänger war.

HIER geht`s direkt ins Buch zur Leseprobe.


Jochen Ludwig, geb. 1946, war von 1985 bis 2011 Direktor des Museums für Neue Kunst in Freiburg.

Jochen Ludwig
Landschaften, Menschen und 33 Häuser
Unterwegs zum eigenen Heim
216 S., zahl. s/w-Abb., Pb., 19,80 €
ISBN 978-3-7930-5195-4 Rombach Verlag 2020

Buch von Jochen Ludwig: "Landschaften,Menschen und 33 Häuser", Rombach Rerlag 2020
Jochen Ludwig: Lanschaften, Menschen und 33 Häuser. Unterwegs zum eigenen Heim.

Echte Schwarzwälder

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Reportagen über besondere Menschen aus dem Schwarzwald

Die Journalistin Gabriele Hennicke hat einen Spürsinn für Menschen mit außergewöhnlichen Biografien. In ihrem neuen Buch »Echte Schwarzwälder« erzählt sie in 25 spannenden, reich bebilderten Reportagen von Frauen und Männern, die ihre Leidenschaft zum Beruf machen, ihre Träume verwirklichen und die besonderen Lebensbedingungen im Schwarzwald kreativ nutzen.

Da gibt es den Holzbildhauer, der Masken für jahrhundertealte und neu gegründete Fastnachtszünfte entwickelt und herstellt. Atomkraftgegner, die es von der Bürgerbewegung zum Ökostromanbieter schafften. Einen Betriebswirt, der Misohersteller wird. Eine Agrarbiologin, die ein Tee-Unternehmen aufbaut. Die junge Bäuerin, für die der Erhalt einer Nutztierrasse wichtiger ist als eine hohe Milchleistung. Der Ranger, der sein Leben der Wutachschlucht verschreibt. Eine Chemietechnikerin, die ihren Garten zum Geschäftsfeld macht. Den Schäfer, der seinen Beruf nur aus Idealismus und seiner Freude an der Natur und den Tieren ausübt. Ein junges Paar, dem auf seiner Weltreise klar wird, »dass wir unsere Kultur eingetauscht haben gegen eine globalisierte, wenig individuelle Lebensform, bei der alles immer effektiver, schneller, höher, weiter sein muss«. Mit einfachsten Mitteln hingegen wird ein Hirtenjunge zum Olympiasieger und ein junger Mann auf der Suche nach seiner Bestimmung zum Käsekuchenkönig.

GABRIELE HENNICKE ist freie Journalistin. Sie lebt in Münstertal und arbeitet in der Fauststadt Staufen. Ebenfalls im Rombach Verlag erschienen: »Jenseits von Bollenhut und Kuckucksuhr. Tüftler, Pioniere und Originale aus dem Schwarzwald«. www.schwarzwaldgeschichten.com

Buch von Gabriele Hennicke; Echte Schwarzwälder, Rombach Verlag 2020
Gabriele Hennicke: Echte Schwarzwälder

Gabriele Hennicke
Echte Schwarzwälder
Geschichten vom Königstiger bis zur Gartengäfin
168 S., zahlr. Abb., 14,8 x 21 cm, Pb., 18 Euro
ISBN 978-3-7930-5193-0 Rombach Verlag 2020

Geisterturm: der neue Schwarzwaldkrimi von Roland Weis

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»Geisterturm« ist der neunte Krimi von Roland Weis mit der Hauptfigur Alfred. Der Inhalt folgt dem bewährten Erzählmuster der Reihe: Ein wahres historisches Ereignis zieht seine Fäden bis in die Gegenwart. Lokalreporter und Student Alfred ist der Freiburger Kriminalpolizei immer eine Spur voraus und ermittelt auf eigene Faust. Fast alle handelnden Personen sind real, denn dem Autor geht es um Authentizität:

Viele Schwarzwaldkrimis, die sich so nennen, begnügen sich mit ein bisschen Titisee-Folklore oder mit Bollenhut und Kuckucksuhren, um Schwarzwaldatmosphäre vorzutäuschen. Das sei dem Leser versprochen: Hier geht es echter zu.

Am Hochfirstturm auf dem Neustädter Hausberg wird eine Leiche entdeckt

Die Handlung spielt im Winter. Tatort ist der Neustädter Hausberg Hochfirst. Dort entdeckt Alfred die festgefrorene Leiche eines jungen Mannes auf der Plattform des Aussichtsturms. Dieser wurde im Ersten und Zweiten Weltkrieg militärisch zur Spionage genutzt. Heute ist er ein Ausguck für Wanderer. An manchen Tagen hören Turmbesteiger Stimmen im Inneren. Dieses seltsame Phänomen lockt ein Forscherteam vom Parapsychologischen Institut aus Freiburg auf den Berg. Aber nicht nur sie interessieren sich für den Turm, sondern auch eine Neonazigruppe aus dem Dreisamtal und ein englischer Materialforscher.
Nach und nach kommt Alfred den Akteuren auf die Spur. Dabei gerät er zwischen Hornschlittenabfahrten, Nikolaustour und viel Glühwein beim Neustädter Weihnachtssingen mächtig ins Schlittern.

Roland Weis kennt den Hochschwarzwald wie kein Zweiter

Roland Weis, geb. 1958 in St. Georgen/Schwarzwald, ist promovierter Historiker und gelernter Redakteur. Neben seinen Krimis hat er zahlreiche Bücher über die Geschichte des Hochschwarzwaldes geschrieben:
Magisch – Mystisch – Megalithisch. Die rätselhafte vorchristliche Vergangenheit von Süd- und Hochschwarzwald
Der Hotzenweg. Eine frühgeschichtliche Route vom Hochrhein ins Donaugebiet
Zeitreise zu Fuß durch den Hochschwarzwald. Wissen erwandern – Neues entdecken auf bekannten Wegen

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Roland Weis
Geisterturm
Ein Kriminalroman
304 S., Pb., 12,– €
ISBN 9-783-7930-5191-6

Günterstal – kleiner Ort mit großer Geschichte
Neues Buch über den Freiburger Stadtteil von Karin Groll-Jörger

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Kunsthistorikerin Karin Groll-Jörger legt zum 900-jährigen Freiburger Stadtjubiläum den zweiten Band ihrer Chronik über Günterstal vor, das den Zeitraum von 1890 bis 1945 umfasst. Mit ihren Büchern will sie etwas Bleibendes schaffen und dem Abriss historischer Bausubstanz sowie dem Interessenmangel an Lokalgeschichte entgegenwirken. Die positiven Reaktionen vieler Leser auf den ersten Band (2013) motivierten die Autorin zum Weiterschreiben:

„Einige der seit langem ansässigen Bewohner begannen, die eigene Vergangenheit in einem anderen Licht zu sehen und zu begreifen, dass sich Überlieferung eben doch lohnt, und einige der sogenannten Neugünterstäler, die den Stadtteil bis dahin für historisch irrelevant hielten, merkten auf.“

Die Eingemeindung 1890 von Günterstal zu Freiburg veränderte die Infrastruktur und das soziale Leben

Günterstal ist seit 1890 ein Stadtteil von Freiburg. Die Eingemeindung verursachte viele Veränderungen: Abfallwirtschaft, Elektrifizierung, Kanalisation, Straßenbahnlinie. Diese verbesserte Infrastruktur war aber auch eine finanzielle Belastung. Infolge sollten sich zunehmend wohlhabende Bürger in Günterstal ansiedeln.
Um 1900 gab es die ersten Landhäuser und Villen auf den bis dahin landwirtschaftlich genutzten Flächen.
Der Erste Weltkrieg brachte Not und Elend, schweißte jedoch die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen näher zusammen. In der Krisenzeit der Nachkriegsjahre wanderten einige nach Übersee aus.

Günterstal im Zweiten Weltkrieg

Zu den schwärzesten Stunden Günterstals gehört das Dritte Reich: Die Angst vor Bombardierungen und Bespitzelungen war grausamer Alltag. Hinzu kamen die Kriegsopfer. Viele Männer sind im Krieg gefallen, gerieten in Gefangenschaft oder blieben vermisst.

Leseprobe.

Autorin Karin Groll-Jörger lebt in Günterstal und erforscht dessen Geschichte seit Jahren

KARIN GROLL-JÖGER studierte in Mainz und Freiburg Kunstgeschichte, Geschichte und Klassische Archäologie.

Karin Groll-Jörger
Günterstal
Von der Eingemeindung bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1890–1945
676 S., zahlr. Farbfotos, geb., 48,– €
ISBN 978-3-7930-5187-9 Rombach Verlag 2020

Freiburg auf dem Weg zur »Green City« – Ein Buch zum Stadtjubiläum

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Neue Veröffentlichung des Landesvereins Badische Heimat e.V.

Zum 900-jährigen Jubiläum der Stadt Freiburg dokumentiert der Landesverein Badische Heimat in Band 16 seiner Schriftenreihe mit Freiburg auf dem Weg zur »Green City« auf mehr als 500 Seiten die jüngere Geschichte der Stadt als Modellkommune einer nachhaltigen Stadtpolitik.

Perspektiven der Green City Freiburg

Sven von Ungern-Sternberg, Vorsitzender des Landesvereins und Herausgeber des dank städtischer Förderung als Jubiläumsprojekt veröffentlichten Bandes, unterstreicht mit dieser Überschrift, dass das unter der Ägide des ehemaligen Oberbürgermeisters Dieter Salomon für Freiburg geschaffene Label »Green City« kein in Stein gemeißelter Status sein kann: Es geht um eine Zielperspektive, an der stetig hart gearbeitet und um die politisch immer wieder gerungen wird. Das spiegelt auch die Palette der zahlreichen Fachbeiträge wider.

40 Autoren berichten über Freiburger Stadtpolitik

Ungern-Sternberg lässt 40 Persönlichkeiten, die beruflich entweder direkt oder indirekt mit der Freiburger Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte eng verbunden waren oder sind, als fachliche Zeitzeugen zu Wort kommen.
Der Herausgeber und Co-Autor schöpft nicht zuletzt aus dem reichen Fundus seiner eigenen Berufs- und Lebenserfahrungen als ehemaliger Vorsitzender der CDU-Stadtratsfraktion, langjähriger Freiburger Baubürgermeister und schließlich als südbadischer Regierungspräsident. Die zwei Jahrzehnte umfassende Periode als Baubürgermeister war für ihn ursprünglich die Motivation, die Freiburger Kommunalpolitik der 1980er- und 1990er-Jahre aus dem Blickwinkel des Baudezernats zu beschreiben. Dass er sich dann schließlich dafür entschieden hat, in prägnanter Form neben entscheidenden Fakten auch subjektive Wertungen und persönliche Erfahrungen – kurzum, Kommunalgeschichte – aus erster Hand von maßgeblichen Akteuren zu Wort kommen zu lassen, macht den von Stephanie Zumbrink lektorierten und von Rombach verlegten Band zu einer spannenden Lektüre insbesondere für Zeitzeugen der Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte, aber auch für kommunal-politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger anderer Städte und Gemeinden,  die sich mit vergleichbaren Herausforderungen der städtebaulichen Entwicklung konfrontiert sehen wie Freiburg.

Pressemeldung, Badische Heimat e.V., Freiburg, 18.6.2020

Freiburg auf dem Weg zur »Green City« Buch zum Stadtjubiläum
Freiburg auf dem Weg zur »Green City« – Ein Buch zum Stadtjubiläum

Sven von Ungern-Sternberg (Hg.)
Freiburg auf dem Weg zur »Green City«
Ein Buch zum Stadtjubiläum
Schriftenreihe der Badischen Heimat, Band 16
538 Seiten, 34 €
ISBN 978-3-7930-5190-9
Rombach Verlag 2020

Das „russische“ Freiburg – ein Buch von Elisabeth Cheauré über russische Kultur

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Slavistin Elisabeth Cheauré versammelt in ihrem Sachbuch Das „russische“ Freiburg nahezu sämtliche Ereignisse und Menschen, die Freiburg mit Russland historisch und kulturell verbindet. Das Buch ist ein Beitrag zum 900-jährigen Stadtjubiläum, in der russisches Leben eine lange und vielfältige Tradition hat:
Zum Jahreswechsel 1813/14 war Zar Alexander I. in der Stadt. Die ersten russischen Studenten kamen schon vor dem Zar im 18. Jahrhundert. Russische und deutsche Philosophen begründeten 1909 mit „Logos“ eine internationale Zeitschrift für Philosophie. Die Schriftstellerin Marina Zwetajewa lebte 1904/05 im Mädchenpensionat an der Wallstraße. Maxim Gorki wohnte Anfang der 1920er Jahre in Günterstal. „Freiburg hat mich bezaubert“, schreibt er 1923 in einem Brief. Die Klavier- und Orgelbaufirma Welte verbreitete weltweit russische Musik. Der erste deutsche Passionsfilm unter russischer Regie wurde in Freiburg gedreht. Die Stadt hat einen russischen Chor, russische Kulturtage und hier lebte bis zu ihrem Tod 2010 die Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier. Cheauré erinnert auch an das schwere Leid der sowjetischen Kriegsgefangen und „Ostarbeiter“ während des Zweiten Weltkrieges.

Das Buch enthält einen Stadtplan von Freiburg mit Legende, die auf die jeweiligen Kapitel verweist, so können die Leserin und der Leser den Spuren russischer Kultur durch Freiburg folgen.

LESEPROBE Das „russische Freiburg“.

Autorin Elisabeth Cheauré ist Professorin für Slavische Philologie und Gender Studies an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Initiatorin des „Zwetajewa-Zentrums für russische Kultur an der Universität Freiburg e.V.“ und Sprecherin des „Internationalen Graduiertenkollegs Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität‘ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“.

Elisabeth Cheauré
Das „russische“ Freiburg
Menschen – Orte – Spuren

Mit Gastbeiträgen von Marie-Luise Bott, Heiko Haumann
Peter Kalchthaler, Natalia Barannikova und Karin Mourik
464 S., zahlr. Abb., Hardcover, 34,– €
ISBN 978-3-7930-5188-6

Wissenschaftliches Buchprogramm erscheint zukünftig unter dem Namen »Rombach Wissenschaft« in der Nomos Verlagsgesellschaft

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Zum 1. März 2020 übernimmt die Nomos Verlagsgesellschaft unser Wissenschaftssegment. Nomos führt die Sparte als Imprint unter dem Namen »Rombach Wissenschaft«.

Die bekannten Rombach Buchreihen wie Litterae, klang-reden, Nordica, Paradeigmata, Freiburger Romanistische Arbeiten, Scenae sowie das Hofmannsthal-Jahrbuch, das Australische Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft und die Kritische Gesamtausgabe der Werke von Hans Jonas bleiben bestehen und werden von Nomos übernommen.

Unsere Programmbereiche Regionalia und Sachbuch sind von dieser Neuerung unberührt.