Niklas Bender mit dem Hugo-Friedrich- und Erich Köhler-Preis ausgezeichnet

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Niklas Bender erhält für seine Forschungsarbeit Die lachende Kunst. Der Beitrag des Komischen zur klassischen Moderne den mit 5000 Euro dotierten Hugo-Friedrich- und Erich Köhler-Preis der Universität Freiburg. Bender hat an der FU Berlin und an der Université Paris 8 studiert und promoviert. Von 2005 bis 2014 hat er an der Universität Tübingen gearbeitet und sich 2013 dort in Romanischer Philologie, Allgemeiner und Vergleichender Literaturwissenschaft habilitiert. Seit 2014 vertritt er Lehrstühle, aktuell in Trier.

Moderne Kunst kann Lachen auslösen. Ein Phänomen, das die wissenschaftliche Analyse meist verschweigt. Nicht so Niklas Bender: Er stellt die Komik in den Fokus seiner Forschung und macht deutlich, welche komischen Mittel in der klassischen Moderne (ca. 1900‒1960) wie zum Einsatz kommen. Von Jarry bis Pasolini, von Joyce bis Max Ernst – untersucht werden Werke aller Gattungen und mehrerer Sprachen sowie Beispiele aus Malerei und Film. Durch das Komische setzt sich die literarische Moderne von der Tradition ab. Staat, Religion und Kultur als Horte der Autorität sind dabei laut Bender bevorzugte Ziele des Komischen.

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Joachim Brügge mit dem »Internationalen Preis für Wissenschaft und Forschung 2018 der Stadt Salzburg« ausgezeichnet

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Die Stadt Salzburg vergibt jährlich Kulturfondspreise für außergewöhnliche Leistungen auf den Gebieten der Kunst und Wissenschaft. Der Internationale Hauptpreis für Wissenschaft und Forschung erhielt 2018 der Musikwissenschaftler Joachim Brügge. Er ist seit 1994 Hochschul- bzw. Universitätsassistent an der Universität Mozarteum in Salzburg und Mitbegründer sowie Leiter des dortigen Instituts für musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte. Die von ihm herausgegebene Schriftenreihe klang-reden erscheint seit 2007 im Rombach Verlag. Bis dato wurden 20 Bände publiziert. Zuletzt erschienen ist »Kosmisches Arkadien und «Wienerische Schlampigkeit«.

Wir gratulieren dem Autor für die Auszeichnung!

MozarteumGebaeude

Mozarteum Salzburg

Werk und Wirkung des Künstlers Harald Herrmann

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»Er hatte zuviel Schwarzwald geschluckt, täler- und bergeweise, und alles dunkelte in ihm vor Schmerz und flammte auf in greller Verletztheit. Er war ein Gezeichneter, und was konnte er dann anders, als zeichnen? So zeichnete er, selbst wenn schrieb oder malte, zeichnete er … riss das Mal der Seele in den Vorschein, Zeichnung um Zeichnung sich suchend, sich findend, sich verlassend …«, so beginnt Rudolf Brandner seine Aufzeichnung über den Künstler Harald Herrmann. In dem Band »Über den Negativismus in der Kunst« spürt Brandner den Wegen und Nebenwegen des Zeichners und Malers nach. Der Zeitraum von nahezu 40 Jahren künstlerischer Produktion lässt Vertiefungen und Verästelungen dieses Künstlers in einer ganz eigenen Sicht erscheinen.

Der Band ist Teil des dreibändigen Werks HILUM.Weitere Teilbände:
- »Malerei und Zeichnung« ist der Versuch einer Zusammenfassung und Transparenzgebung der künstlerischen Arbeit Herrmanns der Jahre 2017/2018.
- »TextundBild« verknüpft mit expressiver Prosa drei Gestalten der Kunst- und Literaturgeschichte miteinander: Goya, Pasolini, Vincent (van Gogh). Den Texten zugeordnet werden gemalte und gezeichnete Köpfe.

HARALD HERRMANN, geb. 1954 in Wolfach/Schwarzwald, Künstler und Kunstvermittler, zahlreiche Stipendien und Lehraufträge im In- und Ausland, Mitinitiator kulturpolitischer und künstlerischer Interventionen für den öffentlichen städtischen Raum Freiburg, Leiter und Gründer der Schule der Wahrnehmung.

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Harald Herrmann
HILUM
Malerei und Zeichnung 2018
TextundBild
Über den Negativismus in der Kunst – Der Weg des Zeichners und Malers Harald Herrmann 1980–2018 von Rudolf Brandner
238 S., zahlr. Abb., 19 x 23,7 cm, Pb., 19,90 €
ISBN 978-3-7930-5174-9



Es gibt eine limitierte Auflage an Original-Zeichnungen von Harald Herrmann, die man zu den drei Bänden für 90 € direkt beim Verlag  erwerben kann. Bei Interesse bitten wir um telefonische Rücksprache: Tel. 0761 45002135.

Rezeptionsgeschichte des Wiener Walzers

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Der Wiener Walzer An der schönen blauen Donau ist ein Werk mit komplexer Rezeptionsgeschichte. Der von Joachim Brügge herausgebende Band »Kosmisches Arkadien« und »Wienerische Schlampigkeit« versammelt Beiträge zur medialen, kompositorischen, musikanalytischen und literarischen Rezeption des Donauwalzers. Aspekte der musikalischen Praxis verdeutlichen Interviews mit den Musikern der Wiener Philharmoniker, die den Walzer jedes Jahr beim Neujahrskonzert spielen. Alexander Drčar liefert die Analyse der unterschiedlichen Interpretationen der wechselnden Dirigenten bei dem Großevent. Er vergleicht dabei die Aufnahmen aus der Zeit von 1954 bis 2010.

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Begriff und Figur der freien Rede

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Von Luther bis Diderot, von Wieland bis Keats: Der Band Bella Parrhesia geht dem historischen Index der Redefreiheit in Literatur, Theologie, Politik und Ästhetik nach. Die Beiträge untersuchen die rhetorischen und ideengeschichtlichen Konstellationen der Parrhesie vom 16. bis zum 18. Jahrhundert und fügen sich so zu einer Darstellung der Genesis moderner Redefreiheit aus der Rhetorik.

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Litterae, Band 219
394 S., geb., 62,– €
ISBN 978-3-7930-9846-1

Limbus 2018 – Australisches Jahrbuch

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Der Band lotet die Reichweiten, Spielräume und wechselnden Konjunkturen des Herkunfts-Begriffs bei der Generierung von Selbstbildern und Fremdentwürfen in der deutschsprachigen Literatur aus. Dazu zählen u.a.: Migrantenliteratur, Väterliteratur, Nachwendeliteratur, die Ruhrgebietstrilogie von Ralf Rothmann, Botho Strauß’ Erinnerungsbuch Herkunft.

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Franz-Josef Deiters/Axel Fliethmann/Birgit Lang/Alison Lewis/Christiane Weller (Hg.)
Limbus – Australisches Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft
Band 11 (2018):
Herkunft / Origin
272 S., 3 Farbabb., 46,00 €
ISSN 1869-1021
ISBN 978-3-7930-9915-4

Fronterfahrung in den Romanen des Ersten Weltkriegs

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Johannes Waßmer analysiert in seiner Studie Die neuen Zeiten im Westen und das ästhetische Niemandsland die Westfront-Romane von Ernst Jünger, Henri Barbusse, Erich Maria Remarque, Werner Beumelburg und Christian Kracht. Ihre Texte erzählen vom Leid der Soldaten, von den kaum noch wahrnehmbaren Granaten, Minen und Schrapnells, von der Kameradschaft und vom ›Erlebnis Krieg‹. Die Soldaten geben dem als sinnlos empfundenen Sterben einen Sinn. Durch diese »Sinngebung des Sinnlosen« werden der Erste Weltkrieg, die Westfront und das Erleben der Soldaten in einen geschichtlichen Rahmen gestellt und als notwendiger Schritt in eine erhoffte Zukunft gedeutet. Waßmer argumentiert, dass sich die Texte in ein Narrativ der Erfahrung und ein Narrativ der Erwartung auffächern. Auch wenn sie sich in der Sinndeutung unterscheiden, erheben sie alle die Beschleunigungserfahrung an der Front zum zentralen Topos.

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Johannes Waßmer
Die neuen Zeiten im Westen und das ästhetische Niemandsland
Phänomenologie der Beschleunigung und Metaphysik der Geschichte in den Westfront-Romanen des Ersten Weltkriegs
Reihe Litterae, Band 237
438 S., geb., 68,– €
ISBN 978-3-7930-9921-5

Johannes Waßmer, geb. 1983, Promotion 2017, Studium der Neueren und Älteren deutschen Literatur und der Philosophie, Arbeitsschwerpunkte: Krieg und Literatur, Literatur der Moderne, Literatur- und Kulturtheorie, insbesondere Präsenz der Zeichen, Zeit, Beschleunigung und Geschichtsphilosophie, Martin Buber.

Ästhetik fetischistischer Anschauung in Literatur und Psychoanalyse

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Matthias Bock entfaltet in seiner Studie das Modell der »Figuration des Augenblicks« als eine innovative Theorie des Fetischismus. Der Autor untersucht die Darstellung fetischistischer Körperanschauung in Texten der Literatur und Psychoanalyse. Im Zentrum seiner Interpretation stehen kanonische Prosatexte des 19. und 20. Jahrhunderts: E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann, Robert Musils Törleß-Roman, Elfriede Jelineks Die Klavierspielerin, Texte von Sigmund Freud und Jacques Lacan.

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Matthias Bock
Figurationen des Augenblicks
Zur Ästhetik fetischistischer Anschauung in Literatur und Psychoanalyse
Litterae, Band 234
314 S., 8 Abb., geb., 58,– € (D)
ISBN 978-3-7930-9916-1

MATTHIAS BOCK, geb. 1985, Studium der Germanistik, Politischen Wissenschaft und Psychologie in Hannover, Promotion 2017. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Dekadente Literatur vor und nach Nietzsche

Diemo Landgraf untersucht in seiner neuen Studie das Spannungsverhältnis zwischen Ethik und Ästhetik in der dekadenten Literatur.
Die Entwicklung einer modernen Ästhetik bei Gautier, Baudelaire, Flaubert und Huysmans geht mit einer Kritik der als dekadent empfundenen Gesellschaft einher. Friedrich Nietzsche wird durch jene französischen décadents beeinflusst. Tendenzen wie der Nihilismus, der Vitalismus, die Abkehr von der traditionellen Moral oder die Krise der Spiritualität liegen zentralen Thesen und Motiven seiner späten Philosophie zugrunde.
Die um 1900 einsetzende europaweite Nietzsche-Rezeption verbreitet wiederum den Dekadenzgedanken über Frankreich hinaus. Infolge reflektieren die ästhetische Avantgarde vorbereitende Autoren wie Baroja, D’Annunzio, Éca de Queirós, Gide, Martínes Ruiz, Valle-Inclán und Thomas Mann Nietzsches Philosophie.

LESEPROBE 

Diemo Landgraf ist Professor für German und Hispanic Studies an der Acadia University in Wolfville (Kanada).

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Diemo Landgraf
Ethik und Ästhetik in der dekadenten Literatur vor und nach Nietzsche
Reihe Litterae Band 233
394 S., geb. 15,4 x 22,8 cm, 68,– €
ISBN 978-3-7930-9911-6

Gerhard Neumann und Paul Celan –
vom Scheitern der Zeitzeugenschaft

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»Eine Begegnung, die im Desaster endete«, lässt den Literaturwissenschaftler Gerhard Neumann zeitlebens nicht los. In seiner am 22. August 2018 posthum erscheinenden Autobiografie Selbstversuch erzählt er erstmals über die »Begegnung mit Paul Celan und das Verstehenwollen« des Dichters.
Neumann lernt Celan in 1967 in Paris kennen und trifft ihn später einige Male in Freiburg. 1970 kommt es zum Zerwürfnis: Celan fühlt sich durchs Neumanns Aufsatz über die absolute Metapher völlig missverstanden. Drei Jahre zuvor war es Neumann, der Paul Celan und Martin Heidegger zu dessen berühmter Berghütte nach Todtnauberg fuhr. Das Gedicht Todtnauberg greift die denkwürdige Begegnung mit Heidegger auf. Neumann kommt darin die Rolle des Zeitzeugen zu: »der uns fährt, der Mensch, der’s mit anhört«. Diese Rolle habe Neumann verfehlt. Warum? Antworten sucht er im Erzählen seines Lebens. Ein Leben, das durch Literatur und Sprache bestimmt ist.

LESEPROBE

Gerhard Neumann (c) Michael Bramberger

Gerhard Neumann
(c) Michael Bramberger

GERHARD NEUMANN (1934–2017), Studium der Germanistik und Romanistik. Professuren an den Universitäten Bonn, Erlangen, Freiburg i.Br., München, seit 2002 emeritiert, seit 2005 Honorarprofessor an der Freien Universität Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen u.a. zu Lichtenberg, Goethe, Kleist, Fontane und Kafka, zur Poetik, Methodik, Kultur- und Editionswissenschaft. Mitherausgeber der historisch-kritischen Kafka-Ausgabe und des Hofmannsthal-Jahrbuchs zur europäischen Moderne. 

 

 

 

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Selbstversuch
386 S., zahlr. Abb., Pb., 58,– €
ISBN 978-3-7930-9901-7

Das Buch erscheint am 22.08.2018.