Freiburg wird urbaner
Neue Architektur in der Schwarzwaldmetropole

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Freiburg wächst: Einwohnerzahlen steigen, Touristen strömen, Gebäude schießen aus dem Boden. Die meisten verbinden mit der Universitätsstadt vorwiegend ihren mittelalterlichen Kern. Aber die 900 Jahre alte Stadt hat viel mehr zu bieten. Das neue Buch Freiburg urban von Gisela Graf und Carola Schark zeigt das moderne Gesicht Freiburgs – jenseits von Bächle, Gässle und Münster.

Stadtführer mit Blick auf Freiburgs urbane Architektur

Mit 60 herausragenden Bauwerken verdeutlichen die Autorinnen die Vielfalt der Architektur. Die Bandbreite reicht von der Umgestaltung des Augustinermuseums von Christoph Mäckler über Neubauten wie die Universitätsbibliothek von Heinrich Degelo oder das Rathaus im Stühlinger von Ingenhoven Architects bis hin zum Entwurf des neuen Stadtteils Dietenbach von K9 Architekten.

Stadtentwicklung und innovatiove Wohnprojekte

Es geht aber auch um sozialen und innovativen Wohnungsbau: In Freiburg entstand das Mietshäuser Syndikat, hier gab es die ersten Baugruppen und Wohnbaugenossenschaften – und nicht zuletzt entwickelte sich in Freiburg eine ökologische Bauweise.

Freiburg urban – das Buch für Stadtspaziergänger

Die Kapitel sind nach Stadtteilen geordnet und jeweils mit einer Karte versehen. Das Buch lädt damit zu Streifzügen durch das urbane Freiburg ein.

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Freiburg urban

Gisela Graf | Carola Schark
Freiburg urban
Neue Architektur in der Schwarzwaldmetropole
224 S., Klappenbroschur, zahlr. Farbfotos, 19,90 €
ISBN 978-3-7930-5173-2

Rezension zu Gerhard Neumann: Selbstversuch, in: DIE ZEIT, 11.04.2019

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Literaturwissenschaftler Gerhard Neumann verstarb im Dezember 2017. Sein autobiografisches Buch Selbstversuch erschien posthum. Die Erinnerungen, privaten Briefe und komplexen Gedanken haben für Rezensent Hans-Peter Kunisch etwas vom »Konzept der Bricolage, des modernen Eingeständnisses vom Leben als Bastelei« und erinnern ihn an Derridas Konzept der »Dekonstruktion«. Neumann kreist immer wieder um Paul Celan. Den Dichter lernt er 1967 in Paris kennen. Drei Jahre später kommt es zum Zerwürfnis. Grund war Neumanns Aufsatz Die absolute Metapher, in dem er die Dichtung Celans in Bezug zu derer Mallarmés setze. Neumann erkennt noch einen weiteren Grund für den Bruch: Er habe die Rolle des Zeitzeugen, die Celan ihm im Gedicht Todtnauberg zukommen ließ, nicht erfüllt. Für Kunisch ist die Interpretation, dass Celan »Antisemitismus-Eingeständnisse« von Deutschen erwartete und ein »privater Rächer« sei, eine »Provokation«.

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Die Zukunft stirbt nie – zur Utopie des Post- und Transhumanismus

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Der Mensch ist sterblich. Oder doch nicht? Der Post- und Transhumanismus versucht, dem Tod zu entkommen. Wie, erläutert Oliver Krüger in seiner Studie Virtualität und Unendlichkeit.
Aus der Sicht des technologischen Posthumanismus ist der Mensch ein Auslaufmodell – überholt von seinen eigenen technischen Schöpfungen. Künstliche Intelligenzen und Roboter sollen die neuen Triebkräfte der Evolutionsgeschichte werden, während die Menschheit ausstirbt. Der Verzicht auf sich selbst werde mit der Unsterblichkeit des Menschen in der Virtualität belohnt.
Krüger beleuchtet die vielfältigen Beziehungen zwischen den philosophischen, literarischen, kybernetischen und religiösen Ideen dieser radikalen Fortschrittsideologie. Im Zentrum stehen dabei die kybernetische Neubestimmung des Menschen, die Singularität, die technologische Unsterblichkeit, die transzendente Superintelligenz und der Entwurf einer kosmischen Heilsgeschichte. Den Schnittpunkt der verschiedenen Analysestränge bildet die von Günther Anders entwickelte Idee der »prometheischen Scham« des Menschen vor seiner medialen Reproduktion – die vermeintliche Minderwertigkeit des »biologischen Menschen« gegenüber seinem unsterblichen, virtuellen Abbild.

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OLIVER KRÜGER, geb. 1973, Dr. phil., hat Soziologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Klassische Archäologie an der Universität Bonn. Er forschte und lehrte an den Universitäten Heidelberg und Princeton bevor er 2007 zum Professor für Religionswissenschaft an der Universität Freiburg (Schweiz) berufen wurde. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Religionssoziologie, das Verhältnis von Religion und Medien sowie die Religionstheorie.

Oliver Krüger
Virtualität und Unsterblichkeit
Gott, Evolution und die Singularität im Post- und Transhumanismus
Litterae, Band 123
2. Auflage, aktualisiert und erweitert
474 S., Pb., 54,– €
ISBN 978-3-7930-9939-0

Der Wolf als Politikum – Studie über die Ausrottung eines Raubtiers

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Die Wölfe sind zurück und die Debatten um das geschützte Tier laufen heiß. Einer Wiederkehr geht immer ein Verschwinden voraus: Diese Vorgeschichte beleuchtet der Germanist Alexander Kling in dem Band Unter Wölfen. Anhand von Augenzeugenberichten und Jagdtraktaten sowie Texten der politischen Theorie, der Zoologie und der Literatur zeichnet er die Ausrottung der Wölfe im 17. und 18. Jahrhundert nach. Die Studie zeigt, dass mit der Ausrottung der Wölfe vom 30-jährigen Krieg bis zur Französischen Revolution auch die politische und zivilisatorische Ordnung zur Disposition steht.
Ausgangspunkt der Untersuchung ist das Anwachsen der Wolfspopulation im 30-jährigen Krieg. Die Wölfe vermehren sich in dieser Krisensituation und werden so zu deren zeichenhafter Verkörperung. In Texten nach dem 30-jährigen Krieg werden sie als Schreckensfiguren instrumentalisiert. Das Sprechen und Erzählen von einer unzivilisierten Wolfszeit soll zur Wiedereinsetzung der im Krieg zerstörten Ordnung beitragen. Es ist nicht zuletzt diese affektive Aufladung der Wölfe, mit der maßgeblich ihre Ausrottung vorangetrieben wird. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts bricht die Wolfspopulation schließlich zusammen; das 19. Jahrhundert kennt nur mehr ›letzte Wölfe‹, deren Tötung als Triumph des Menschen inszeniert wird.

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Alexander Kling
Unter Wölfen
Geschichten der Zivilisation und der Souveränität vom 30-jährigen Krieg bis zur Französischen Revolution

Cultural Animal Studies, Band 2
582 S., 12 Abb., Pb., 68,– €
ISBN 978-3-7930-9888-1

Tonmeister – Vermittler zwischen Kunst und Technik

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90% aller konsumierten Musik wird unter Mitwirkung von TonmeisterInnen produziert. Angesichts dieser Prozentzahl ist eine umfassende, wissenschaftliche Studie über das Berufsfeld längst überfällig. Peter Schmidt füllt mit seiner Dissertation Tonmeister – Vermittler zwischen Kunst und Technik jetzt die Lücke.
Schmidt untersucht die Entwicklung und Konzepte der Ausbildung an den wichtigsten Instituten in Deutschland: Erich-Thienhaus-Institut an der Hochschule für Musik in Detmold, Institut für Musik und Medien an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf, Tonmeisterinstitut an der Universität der Künste in Berlin.
Biografik und Persönlichkeitsmerkmale von TonmeisterInnen sowie deren musikalische Praxis bilden einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit.
In 26 Interviews wertet der Autor deren Biographien aus. Neben der Erläuterung der individuell oft sehr unterschiedlich gewichteten technischen, musikalischen wie psychologischen Fähigkeiten wird die Frage behandelt, wie TonmeisterInnen selbst ihren Beitrag an einer veröffentlichten Aufnahme beurteilen.

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Der Autor: PETER SCHMIDT, Studium Ton- und Bildtechnik an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf sowie an der FH Düsseldorf; Studium der Musikwissenschaft an der Universität Mozarteum Salzburg; seit 2008 Leiter des Ton- und Videostudios / MediaLab am Mozarteum; seit 2010 zusätzlich Lehrbeauftragter an der Universität Mozarteum.

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Peter Schmidt
Tonmeister – Vermittler zwischen Kunst und Technik
Ausbildung, Persönlichkeit, Arbeitsumfeld
klang-reden, Band 23, 320 S., Pb., 48,- €
ISBN 978-3-7930-9926-0

Auch als E-Book erhältlich.

Die Antike im Spiegel der Gegenwart

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Philologe Klaus Bartels versammelt in seinem Buch Jahrtausendworte – in die Gegenwart gesprochen antike Literatur von Platon bis Marc Aurel. Die Zitate der Denker sind erstaunlich aktuell. Denn die Jahrtausende alten Weisheiten setzt der Autor in Bezug auf unser heutiges kulturelles und politisches Leben. In den Kapiteln Selbsterkenntnis, Aufstieg und Sturz, Staat und Gesetz, Global Village, Freund und Feind, Alternatives Leben oder Natur und Technik zeigt sich eine zeitenlose Themenfülle.
Die Texte »laden ein, im weiten Raum des geistigen Internet, wo schon seit längster Zeit ein Click ›tausend Verbindungen schlägt‹, in die Kreuz und Quere bald die Antike aus der Perspektive der Gegenwart, bald die Gegenwart aus der Perspektive der Antike zu betrachten und zu befragen«, so Bartels.

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Klaus Bartels
Jahrtausendworte – in die Gegenwart gesprochen
Paradeigmata, Band 50
204 S., Hardcover, 15 x 22,4 cm, 46,- €
ISBN 978-3-7930-9941-3

Proben-Prozesse – über das Entstehen von Musik und Theater

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Proben vor einer Aufführung sind kein reines Wiederholen oder Üben. Sie sind Teil der Performance, dienen der Wissensaneignung und Konzeptentwicklung. Formen künstlerischer Thematisierung von Probenvorgängen zeigen das, wie etwa das offene Projekt „Instruments &“ des Komponisten Peter Alblingers oder „Dream Project“ der spanischen Choreografin Cuqui Jerez als „experiment on how to work and how to produce“.
Der von Wolfgang Gratzer und Christoph Lepschy herausgegebene Band Proben-Prozesse fokussiert zeitgenössische Proben-Prozesse vor dem Hintergrund traditioneller Formen der Aufführungsentstehung. An dem Band wirken Künstler/innen sowie Vertreter/innen der Musik-, Performance- und Theaterwissenschaften mit u.a.: Stefanie Carp, Wolf-Dieter Ernst, Patrick Müller, Isabell Mundi, Frank Stadler.

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Wolfgang Gratzer / Christoph Lepschy (Hg.)
Proben-Prozesse
Über das Entstehen von Musik und Theater
Reihe klang-reden Band 22
242 S., zahlr. Abb., Pb., 38,– €
ISBN 978-3-7930-9919-2

Rezension zu Gerhard Neumann: Selbstversuch, in: Mitteilungen der Fontane Gesellschaft, 12/2018

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Der Rezensent übt ein wohlwollendes Urteil über die posthum erschienene Autobiografie von Gerhard Neumann: »Ein spannendes Buch, das wissenschaftlich und zugleich poetisch-erzählend ist.«

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Rezension zu Niklas Bender: Die lachende Kunst. Der Beitrag des Komischen zur klassischen Moderne, in: Germanisch-Romanische Monatsschrift 68.3 (2018)

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Moderne Kunst kann Lachen auslösen. Ein Phänomen, das die wissenschaftliche Analyse meist verschweigt. Nicht so Niklas Bender: Mit seiner Studie Die lachende Kunst stellt er die Komik in den Fokus seiner Forschung. Er macht deutlich, welche komischen Mittel in der klassischen Moderne (ca. 1900‒1960) wie zum Einsatz kommen.

Es sei der Verdienst des Autors, den Beitrag des Komischen zur Klassischen Moderne in den Fokus der Forschung zu rücken. Bender gibt einen »gelungenen Überblick über klassische und aktuelle Deutungen des Komischen«, so Rezensent Fabian Hauner. Es biete sich in Benders Analyse »Anreiz genug, nochmals Werke der klassischen Moderne in die Hand zu nehmen und den Blick ex nagativo hin zu einer positiven, lachende Kunst der Moderne zu wenden.«

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