Rezension zu Philipp Münch: Die Bundeswehr in Afghanistan. In: loyal. Das Magazin für Sicherheitspolitik vom Oktober 2016

Philipp Münch thematisiert in seiner Monographie den bis heute höchst kontrovers diskutierten Bundeswehreinsatz in Afghanistan. Unter Berücksichtigung umfangreichen Quellematerials legt er die politischen Hintergründe und die Logik des operativen Vorgehens der Bundeswehr offen, die stets im Spannungsfeld von Kooperation und Bekämpfung der afghanischen Autoritäten agierte. Der Rezensent greift insbesondere Münchs kritisch-analytischen Blick lobend heraus. Dieser mache das Scheitern des Afghanistan-Einsatzes erklärbar: „Münch wirft der Bundesregierung vor, die verschiedenen soziokulturellen Systeme bei ihren Einsatzplanungen und der Formulierung der Einsatzziele nicht hinreichend berücksichtigt zu haben. Deshalb sei der Einsatz in Afghanistan von Anfang an chancenlos gewesen.”

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Zusätzliche Details zum Buch sowie eine Leseprobe finden Sie hier.

Rezension zu Ariane Slater: »Militärsprache«

9783793098171Wie und warum sich die Kommunikationsformen bei der Bundeswehr und ihren Vorläuferarmeen verändert haben und welche militärsprachlichen Bereiche davon am meisten betroffen waren, davon handelt das Buch “Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung” von Ariane Slater. Dabei setze das Werk, so der Rezensent Norbert Stäblein, “einen Maßstab”. Es sei “eine beeindruckende Leistung”, das Thema so informativ und zugleich “mit einer Portion Humor” aufzubereiten und so die spezielle Sprache der Bundeswehr “ein bisschen verständlicher” zu machen.

 

Rezension: Norbert Stäblein: Ariane Slater: Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung, Freiburg i.Br. 2015, in: Zeitschrift für Innere Führung 3 (2016), S. 73.

Rezension zu Philipp Münch: »Die Bundeswehr in Afghanistan«

9783793098270_01Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Da jedoch über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission jedoch wenig bekannt ist, untersucht Philipp Münch erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen. Dabei liefere das Buch “Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen”, so der Rezensent Hans-Dieter Wichter, “überzeugende Analysen” und “wissenschaftlich fundierte und endlich einmal brauchbare Erklärungen für das Scheitern der Afghanistan-Politik.”

Zur vollständigen Rezension.

Rezension: Hans-Dieter Wichter: Philipp Münch: Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen, Freiburg i.Br. 2015, in: FAZ, 28. Juni 2016, S. 6.

Die Bundeswehr in Afghanistan

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Am 5. April 2016 fand in Berlin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) die Buchpräsentation und eine Podiumsdiskussion zu Philipp Münchs Werk Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen statt. Die Podiumsdiskussion wurde von dem sicherheitspolitischen Journalisten Thomas Wiegold (augengeradeaus.net) moderiert. Es diskutierten: Generalleutnant a.D. Rainer Glatz (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Philipp Münch (Wissenschaftlicher Mitarbeiter ZMSBw), Prof. Dr. Conrad Schetter (Direktor Bonn International Center for Conversion).

Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Zum Buch: Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission ist jedoch wenig bekannt. Philipp Münch untersucht erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen. Er analysiert eingehend, wie die Verantwortlichen den Auslandseinsatz strategisch und operativ planten, wie sie mit afghanischen Machthabern umgingen, wie das Nachrichtenwesen funktionierte und wie die Bundeswehr Gewalt anwendete. Die Ergebnisse werden eingebettet in eine Untersuchung der lokalen afghanischen Verhältnisse, unter denen die Bundeswehr agierte.

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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v. l.): Generalleutnant a.D.
Rainer Glatz (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Philipp Münch
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter ZMSBw), Prof. Dr. Conrad Schetter (Direktor
Bonn International Center for Conversion).Thomas Wiegold (augengeradeaus.net).

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General a. D. Glatz bei der Präsentation des Bandes “Die Bundeswehr
in Afghanistan”

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Buchpräsentation im Bundespresseamt

60 Jahre Bundeswehr

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Über zehn Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg ernannte der erste Bundesminister für Verteidigung Theodor Blank (CDU) am 12. November 1955 die ersten Freiwilligen zu Berufs- und Zeitsoldaten der neuen westdeutschen Streitkräfte. Knapp 35 Jahre später trat zum 3. Oktober 1990 die DDR dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei. Der zweite deutsche Staat und mit ihm die Nationale Volksarmee (NVA) existierten fortan nicht mehr. Damit wurde die Bundeswehr zur Armee der Einheit. In den folgenden Jahren wandelte sich die Bundeswehr im Rahmen der NATO von einer Armee zur Landesverteidigung im Kalten Krieg zu einer Armee im Auslandseinsatz.

Das im Rombach Verlag erschienene Buch Die Bundeswehr 1955 bis 2015: Sicherheitspolitik und Streitkräfte in der Demokratie. Analysen, Bilder und Übersichten von Rudolf J. Schlaffer und Marina Sandig (herausgegeben vom ZMSBw) beleuchtet die Geschichte der Bundeswehr.

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248 S., geb., zahlreiche Bilder, Grafiken und Informationskästen, €28,00
ISBN 978-3-7930-9836-2

Leseprobe.

Neuer Forschungsband über Rüstung in Europa und Nordamerika – Buchvorstellung in Berlin

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Die Rüstungsbeschaffung in Europa und den USA hat sich durch die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen und die technologischen Entwicklungen in den letzten Jahrzenten stark verändert. Um diesen Wandel besser beurteilen zu können, lohnt sich ein Blick zurück in die nähere Vergangenheit des Kalten Krieges. Dabei drängen sich verschiedene Fragen auf: Welche Bedeutung misst der Staat der Produktion von Waffen zu? Wie organisiert er die Beschaffung von Material für die Streitkräfte? Welchen Einfluss nehmen die Entscheidungsträger aus Politik, Militär, Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der Rüstungsgüterproduktion auf die allgemeinen politischen Prozesse des Staates? Diesen Fragen geht der von Dieter H. Kollmer herausgegebene Forschungsband »Militärisch-Industrieller Komplex?« auf den Grund.

Ausgewiesene Experten aus sieben Nationen analysieren darin erstmalig im deutschen Sprachraum die unterschiedlichen Formen der Rüstungsgüterbeschaffung durch die staatlichen Akteure während des Ost-West-Konfliktes. Ein Ergebnis der Untersuchung ist u.a. die Konzeption des „Rüstungsinterventionismus“ als ein Gegenentwurf zum „Militärisch-industriellen Komplex“: Der „Rüstungsinterventionismus“ wird in mehreren europäischen Staaten praktiziert und basiert in ordnungspolitischer Hinsicht auf dem Ausschreibungsverfahren.

Zu dem Buch fand 27. Mai ein Podiumsgespräch im Bundespresseamt statt.
Neben dem Herausgeber Dr. Dieter Kollmer nahmen Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie teil.

Lesen Sie hier mehr dazu.

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Dieter H. Kollmer
Militärisch-Industrieller Komplex?
Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg
Mit Beiträgen von Bastian Giegerich, Torsten Diedrich, Holger H. Herwig, John Louth, Søren Nørby, Erwin A. Schmidl, Florian Seiller, Niklas Stenlås, Matthias Uhl, Christoph Wyniger
320 S., Pb., € 24,80 (D) ISBN 978-3-7930-9808-9

Lesen Sie hier ins Buch.

 

Herausgeber: Dieter H. Kollmer ist Offizier, Historiker und Fachprojektleiter „Geschichte der Bundeswehr“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) sowie Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam.

Beiträger: Bastian Giegerich, Torsten Diedrich, Holger H. Herwig, John Louth, Søren Nørby, Erwin A. Schmidl, Florian Seiller, Niklas Stenlås, Matthias Uhl, Christoph Wyniger

 

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Bilanz des ISAF-Einsatzes nach dem Abzug aus Afghanistan Aktueller Band „Neueste Militärgeschichte“: From Venus to Mars?

Ende 2014 hat die Nato-Schutztruppe ISAF (International Security Assistance Force) ihren Einsatz in Afghanistan nach 13 Jahren beendet. Ihre ursprüngliche Aufgabe war es, die afghanischen Sicherheitskräfte in Kabul zu unterstützen. Im Oktober 2003 erweiterte dann die UN den Verantwortungsbereich der ISAF über die Grenzen Kabuls hinaus. Es wurden PRTs (Provincial Reconstruction Teams) in den Provinzen eingesetzt, um den Aufbau staatlicher Strukturen zu sichern. Soldaten und ziviles Personal unterschiedlicher Ministerien arbeiteten dort zusammen und sollten die Entwicklungsarbeit in Afghanistan schützen und koordinieren. Ab 2006 verschlechterte sich die Sicherheitslage. Im Kampf gegen die wieder erstarkenden Taliban rückte mehr und mehr der militärische Aspekt der Mission in den Vordergrund. Die Gewaltaktion löste insbesondere im unmilitärischen Europa eine Grundsatzdebatte über das militärische Vorgehen aus.
Erstmals dokumentiert der vorliegende Sammelband „Vom Venus to Mars?“ die verschiedenen nationalen Ansätze und Ziele “der” ISAF-Mission sowie die Ergebnisse im Einsatzgebiet. Im Fokus steht das Wirken der PRTs auf unterschiedlichen Ebenen. Mit Schwerpunkt auf den europäischen Truppenstellern in Nord- und Westafghanistan verdeutlichen Historiker, Politikwissenschaftler und Soziologen, wie die Erfahrung des Afghanistan-Einsatzes die beteiligten Streitkräfte für immer verändert hat.

Lesen Sie hier direkt ins Buch: http://goo.gl/Scdg9E

AFG PRTs_Cover_From Venus to Mars? Provincial Reconstruction Teams and the European Military Experience in Afghanistan, 2001–2014

Neueste Militärgeschichte. Analysen und Studien Band 3

476 S., zahlr. Abb., geb. 16,5 x 24 cm € 48,00 (D), ISBN 978-3-7930-9771-6

 

 

 

 

Herausgeber: Dr. Bernhard Chiari, geboren 1965, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundeswehr Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften in Potsdam. Seit 2015 ist er Director Organisations & Government bei EXOP in Konstanz und lehrt an der Universität der Bundeswehr in München.