Rezension des Bandes Dennis Roth: Krieg in der Oper, in: DIE TONKUNST, Oktober 2019

Rezensentin Annelies Andries nennt Krieg in der Oper „an ambitious book“. Dennis Roth untersucht den Umgang mit dem Krieg in der Oper über einen Zeitraum von 300 Jahren. Die Studie beginnt mit der Besprechung eines der frühesten Werke, die für die öffentlichen Opernhäuser Venedigs geschrieben wurde: Francesco Cavallis La Didone (1641). Schlussakkord ist Karl Amadeus Hartmanns Simplicius Simplicissimus (Fassung von 1957).

Krieg als Opernthema

Roth erarbeitet neben vielen weiteren Aspekten die Gründe für die Kriegsthematik in Opern: Das Genre Oper eigne sich für spektakuläre Massenszenen wie opulente Prozessionen zur Siegesfeier, Darstellungen des Lagerlebens und Darstellungen von Schlachten und Massakern. Der Krieg war somit ein kommerziell wertvolles Opernthema, das mit seinem Versprechen von Spektakel und großen Emotionen ein breites Publikum anziehen konnte. Es gab aber auch politische und moralischen Gründe für die Auseinandersetzung der Oper mit dem Krieg.

Die Studie, so das Fazit der Rezension, demonstriere den Reichtum des Themas »Krieg in der Oper« und seine Erforschung werde ein guter Ausgangspunkt für zukünftige Forschungen auf diesem Gebiet sein.

HIER gibt`s die vollständige Rezension in DIE TONKUNST.

DIESER LINK führt zur Leseprobe und weiteren Informationen.

Dennis Roth: Krieg in der Oper

Rezension zu Dirk Hausen: Der Hornist Franz Strauß, in: Die Tonkunst, 10/2017

Hervorgehoben

Franz Strauß war einer der bedeutendsten Hornisten des 19. Jahrhunderts. Mit zunehmender Berühmtheit seines Sohnes Richard Strauss schwand jedoch seine künstlerische Bedeutung. Zu Unrecht, wie die Studie von Dirk Hausen darlegt. In dieser ersten Biographie über Franz Strauß werden seine Lebensphasen und musikalischen Tätigkeitsfelder umfassend beleuchtet.
Strauss-Experte Walter Werbeck rezensiert den Band für Die Tonkunst. Sein Fazit: „Hausens Buch bietet beiden Seiten etwas: denen, die dem Einfluss von Franz auf Richard Strauss nachspüren, und denen, die sich für das Leben eines Musikers im München des 19. Jahrhunderts interessieren und nicht ständig an dessen berühmten Sohn erinnert werden wollen.“

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