Rezension zu Bergengruen/Haut/Langer: Tötungsarten und Ermittlungspraktiken. Zum literarischen und kriminalistischen Wissen von Mord und Detektion, in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte, 09/2017

Der Sammelband Tötungsarten und Ermittlungspraktiken rückt die Frage in den Fokus, ob es einen inneren Anschluss der Ermittlungspraktiken an die jeweiligen Tötungsarten gibt. Gesucht wird die verborgene strukturelle Identität zwischen dem Mord, dem fundamentalen Bruch des Strafgesetzes, und den strafprozessrechtlichen Möglichkeiten, diesen aufzuklären. Für die »gesellschaftliche Diskussion und ihre zunehmende Bereitschaft einer Sozialkritik« liefere der Band »wertvolle Hinweise«, fasst Rezensent Mathias Schmoeckel zusammen. Die Rechtsgeschichte könne dadurch bereichert werden, »nicht zuletzt auch für die Gewinnung neuer Fragestellungen«.

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Ästhetik fetischistischer Anschauung in Literatur und Psychoanalyse

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Matthias Bock entfaltet in seiner Studie das Modell der »Figuration des Augenblicks« als eine innovative Theorie des Fetischismus. Der Autor untersucht die Darstellung fetischistischer Körperanschauung in Texten der Literatur und Psychoanalyse. Im Zentrum seiner Interpretation stehen kanonische Prosatexte des 19. und 20. Jahrhunderts: E.T.A. Hoffmanns Der Sandmann, Robert Musils Törleß-Roman, Elfriede Jelineks Die Klavierspielerin, Texte von Sigmund Freud und Jacques Lacan.

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Matthias Bock
Figurationen des Augenblicks
Zur Ästhetik fetischistischer Anschauung in Literatur und Psychoanalyse
Litterae, Band 234
314 S., 8 Abb., geb., 58,– € (D)
ISBN 978-3-7930-9916-1

MATTHIAS BOCK, geb. 1985, Studium der Germanistik, Politischen Wissenschaft und Psychologie in Hannover, Promotion 2017. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover.

Rezension zu Bergengruen/Haut/Langer (Hg.): Tötungsarten und Ermittlungstechniken. In: Monatshefte für deutschsprachige Literatur und Kultur, Januar 2017

Die Beiträge des Sammelbandes Tötungsarten und Ermittlungstechniken verfolgen das Neben- und Miteinander von Verbrechen mit Todesfolge und deren Detektion in der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. Es werden Texte von Friedrich Schiller, E.T.A Hoffmann, Georg Büchner, Theodor Fontane oder Annette von Droste-Hülshoff analysiert. Dabei steht die Frage im Fokus, ob es einen inneren Anschluss der Ermittlungspraktiken an die jeweiligen Tötungsarten gibt und welche Rolle der konkreten Eigenlogik spezifischer Tötungsarten zukommt.
„Den Beiträgen des Bandes gelingt es durchweg, die historischen Entstehungsbedindungen von literarischen Texten des 19. Jahrhunderts, die das Verbrechen thematisieren, und deren spezifische literarische Verarbeitungen wissensgeschichtlich zu kontextualisieren“, so das Fazit des Rezensenten. Besonders für den Bereich des gattungsgeschichtlichen Wandels im deutschsprachigen Bereich würden sich dadurch wichtige Erkenntnisse für das Schreiben über Kriminalität erschließen.

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Maximilian Bergengruen / Gideon Haut / Stephanie Langer (Hg.)
Tötungsarten und Ermittlungspraktiken
Zum literarischen und kriminalistischen Wissen von Mord und Detektion

Das unsichere Wissen der Literatur, Band 1
229 S., Pb 15,0 x 22,4 cm
€ 48,00 (D)
ISBN 978-3-7930-9834-8

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Rezension zu Daniel Hilpert: Magnetisches Erzählen. In: E.T.A Hoffmann-Jahrbuch vom November 2016

Der von Franz Anton Mesmer begründete Animalische Magnetismus geht von einem jedem lebenden Wesen innewohnenden Fluidum aus, das der heilenden Berührung eines Magnetiseurs bedarf. Als wirkungsmächtiger naturphilosophischer Diskurs prägte der Magnetismus die Literatur der Romantik wesentlich. Daniel Hilpert zeigt in seiner Studie Knotenpunkte zwischen den Werken E.T.A. Hoffmanns und zentralen Theoremen des Magnetismus auf, die vor allem Figurenebene und Erzählstruktur betreffen. Die Rezensentin Stephanie Kroesen spricht Hilperts „materialreiche[r] und differenzierte[r] Analyse“ klaren forschungsgeschichtlichen Mehrwert zu. In ihrem Abschlussfazit würdigt sie seine Studie als „wichtigen, geradezu ‚magnetisierenden‘ Forschungsbeitrag, der […] aufgrund der ansprechenden Argumentation sowohl Hoffmann-Kennern als auch mit diesem Thema weniger Vertrauten enormes Lesevergnügen bereitet“.

9783793097587

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Rezension zu Daniel Hilpert: Magnetisches Erzählen. In: Zeitschrift für Germanistik vom September 2016

Daniel Hilpert arbeitet in seiner Studie die diskursiven Einflüsse des naturphilosophischen Paradigmas des Magnetismus auf die Erzählungen E.T.A. Hoffmanns heraus. Dabei wird Magnetismus nicht lediglich als Topos begriffen, sondern als narratives Strukturprinzip, das dem gesamten Œuvre E.T.A. Hoffmanns zugrunde liegt. Der Rezensent Bastian Dewenter lobt die „überzeugend[e]“ und „innovative Studie“. Sie zeige, insbesondere aufgrund von Hilperts profunder Quellenkenntnis zum Magnetismus, „neue spannende und gewinnbringende Einblicke in Hoffmanns Prosa“ auf.

9783793097587

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