Beziehungen zwischen Tieren, Umwelten und Texten

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Texts, Animals, Environments: Zoopoetics and Ecopoetics versammelt literatur- und kulturwissenschaftliche Beiträge, die den Beziehungen zwischen Tieren, Umwelten und Texten nachspüren und auf diese Weise die zahlreichen Verbindungslinien zwischen den Forschungsfeldern des Ecocriticism und der Animal Studies in den Fokus rücken. Während der Ecocriticism für gewöhnlich einen relationalen Ansatz verfolgt und dabei umweltbezogene oder allgemeiner ökologische Phänomene in den Blick nimmt, erforschen die Animal Studies vermehrt einzelne Spezies oder auf Tierindividuen bezogene Aspekte. In diesem Sinne konzentrieren sich der Ecocriticism auf eine ökopoetische und die Animal Studies auf eine zoopoetische Ästhetik. Indem der Sammelband Zoopoetics und Ecopoetics als Schlüsselkonzepte beider Forschungsfelder in Verbindung bringt, erschließt er neue Wege, um Texte, Tiere und Umwelten lesbar zu machen. Im Rahmen dieser Lektüren erscheinen Texte, Tiere und Umwelten dann nicht als voneinander getrennte, sondern als wechselseitig aufeinander bezogene Entitäten, die in einem komplexen Interaktionsverhältnis stehen.

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Frederike Middelhoff / Sebastian Schönbeck / Roland Borgards / Catrin Gersdorf (Hg.)
Texts, Animals, Environments
Zoopoetics and Ecopoetics
Cultural Animal Studies, Band 3
360 S., 3 Abb., Pb., 68,- €
ISBN 978-3-7930-9928-4
Der Band ist in englischer Sprache.

Im Fadenkreuz der Industrialisierung: Umweltthematiken in Hamsuns Nordlandromanen

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Raue Winterlandschaften, Fjorde und verschneite Bergzüge – die unberührte Natur Nordlands faszinierte den norwegischen Autor Knut Hamsun und diente ihm als Projektionsfläche in seinen Romanen. Im Lichte der Industrialisierung ist die Natur allerdings auch menschlichen Eingriffen und negativen Veränderungen unterworfen. Die Studie von Susanne Bär »So seltsam und öde, eine verlassene Landschaft.« Umwelt und Natur in Nordlandromanen Knut Hamsuns geht dieser von der Forschung bisher vernachlässigten Umweltthematik im Werk des Nobelpreisträgers Hamsun auf den Grund. Als Instrumentarien der Textanalyse fungieren dabei nicht zuletzt neuste umwelttheoretische Ansätze wie der Ecocritism. Auf diese Weise gelingt es der Autorin, Hamsuns vielschichtige Haltung zu Natur und Umwelt aufzuschlüsseln. In ihrer Kritik an Technisierung und Fortschritt zeugen die untersuchten Romane von einer „Sensibilität für naturbezogene Aspekte, da relevante Themen offengelegt anstatt ignoriert werden“, so eine wesentliche Erkenntnis von Bärs Studie.

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Susanne Bär studierte Skandinavistik, Finnougristik und Deutsch als Fremdsprache in München und Tromsø.

Susanne Bär
»So seltsam und öde, eine verlassene Landschaft.«
Umwelt und Natur in Nordlandromanen Knut Hamsuns
Nordica Band 23
282 S., Pb., 38,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9862-1
E-ISBN 978-3-7930-6035-2 (PDF)
€ 29,99 (D)

Nähere Details zum Buch sind hier abrufbar: http://tinyurl.com/htmglwu