„Deutlichkeit“ im Kunstlosen? Davide Giuriato untersucht einen Leitbegriff der deutschen Aufklärung, Literaturkritik.de

LIT_Giuriato_USDruck.inddIn seiner Rezension lobt Carsten Rast die 2015 erschienene Monographie »›klar und deutlich‹. Ästhetik des Kunstlosen im 18./19. Jahrhundert« des Schweizer Germanisten Davide Giuriato als differenzierte und kenntnisreiche Untersuchung. Der Entwurf einer “Ästhetik der Deutlichkeit” werde in eine “klare Formel” überführt und durch einen historisch-systematischen Abriss der Begriffsgeschichte ergänzt. Am Beispiel der Werke Georg Büchners und Adalbert Stifters könne der Autor schlüssig nachweisen, dass die vermeintliche Kunstlosigkeit als eigene Ästhetik zu identifizieren sei.

Rezension auf Literaturkritik.de

 

Zwischen Machterhalt und Reformbemühungen – Freiburger Universitätsgeschichte 1933–2010

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Der Freiburger Literaturwissenschaftler Hans Peter Herrmann legt mit dem Band Krisen eine Darstellung und Analyse der Veränderungsprozesse an den westdeutschen Hochschulen seit 1933 vor. In der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und der Hochschulreform nimmt er dabei die Freiburger Universität kritisch in den Blick.
Die deutschen Hochschulen wurden im 20. Jahrhundert zu tiefgreifenden Veränderungen gezwungen. Ende der 1950 Jahre war klar, dass die westdeutschen Universitäten ihre Verfahren, Strukturen und ihr Selbstverständnis an die Bedingungen der demokratischen Massengesellschaft anpassen mussten. Und in den 1970ern konnten sie nicht mehr umhin, sich ihrer eigenen Rolle im Nationalsozialismus zu stellen. Beide Entwicklungen haben zu Krisen der Institution und ihres Selbstbildes geführt. Herrmann hat in diesen Auseinandersetzungen über Jahrzehnte Position bezogen; seine einschlägigen Arbeiten werden von ihm hier erstmals gemeinsam publiziert und in Bezug zueinander gesetzt.

Hans Peter Herrmann, geb. 1929, Studium in Göttingen und Freiburg; Assistent, Dozent, 1973-1994 Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte in Freiburg. Veröffentlichungen zur Literatur der deutschen Aufklärung, des Sturm und Drang und der Klassik, zur Dramatik des 19. und 20. Jahrhunderts, zu Bert Brecht, zur Didaktik und zur Geschichte der Neugermanistik, zur Universitätsgeschichte und zur Frühgeschichte des deutschen Nationalismus.

Zur Leseprobe.

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Hans Peter Herrmann
Krisen
Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933–2010 am Beispiel Freiburgs i.Br.
276 S., Pb., € 48,00 (D)
ISBN 978-3-7930-9824-9

Buchpräsentation »Wilhelm Scherer. Essayist, Feuilletonist, Sprach- und Literaturwissenschaftler« am 26.11., 19.30 Uhr, in Wien

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Autor Professor Herbert Zeman im Gespräch mit „Kurier”-Kulturchef Gert Korentschnig.

Der Österreicher Wilhelm Scherer (1841–1886) ist der bedeutendste und wirksamste Sprach- und Literaturwissenschaftler seiner Zeit und weit darüber hinaus. Er gilt als Reformator der germanistischen Studien. Als Ordentlicher Professor an den Universitäten Wien, Straßburg und Berlin beeinflusste Scherer den Universitätsbetrieb seines Faches nachhaltig. Die Einteilung der deutschen Sprachgeschichte in Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch und Neuhochdeutsch geht auf ihn zurück. Berühmt wurde und blieb er bis ins 20. Jahrhundert auch durch seine Essays (Feuilletons) und die weitverbreitete »Geschichte der Deutschen Literatur«.

Herbert Zeman, Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008), hat eine Monografie über Wilhelm Scherer vorgelegt.

Veranstaltungsinfo:

Donnerstag, 26.November 2015, 19.30 Uhr
Buchhandlung Kuppitsch, Schottengasse 4, 1010 Wien

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114 S., 13 Abb., Pb., € 17,50 (D) / € 18,00 (A)
ISBN 978-3-7930-9814-0 Rombach Verlag 2015

Leseprobe.

 

75. Geburtstag von Literaturwissenschaftler und Autor Herbert Zeman am 4. Juni

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Zeman

Herbert Zeman wurde im 1940 in Breitenwaida, Niederösterreich geboren. Er war Ordinarius für neuere deutsche und österreichische Literatur an der Universität Wien und hat an Universitäten in Bonn, Erlangen, Kairo, Rom, Cordoba und der Stanford University in Kalifornien gelehrt. Er zählt zu den renommiertesten Germanisten Österreichs und verfasste zahlreiche Publikationen. Zuletzt sind im Rombach Verlag erscheinen:

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In der Radiosendung Nahaufnahme“ spricht Herbert Zeman über sein Leben für die Literatur. Hören Sie hier rein.