Rezension zu Der Militärisch-industrielle Komplex? In: Vierteljahreshefte für Wirschafts- und Sozialgeschichte

Ausgewiesene Experten aus sieben Nationen analysieren in dem von Dieter H. Kollmer herausgegebenen Band erstmalig im deutschen Sprachraum die unterschiedlichen Formen der Rüstungsgüterbeschaffung durch die staatlichen Akteure während des Ost-West-Konfliktes. Für Rezensent Falko Heinz gebührt dem Herausgeber das Verdienst, diese Lücke geschlossen zu haben. Das Buch stelle einen “wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte dar”.

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Rezension zu Hans-Werner Ahrens: Die Luftbrücke nach Sarajevo 1992 bis 1996. In: Militärgeschichtliche Zeitschrift vom November 2016

Mit ihrer Beteiligung an der internationalen Luftbrücke nach Sarajevo sicherten die deutschen Transportflieger die Versorgung von Ostbosnien während des Jugoslawienkriegs. Diesen beispiellosen Einsatz erörtert der Zeitzeuge und Generalmajor a.D. Hans-Werner Ahrens umfassend. Dabei werden nicht nur militärische Gesichtspunkte aufgezeigt, sondern auch technische und soziale Weichenstellungen wie die Rolle der Fliegerfrauen. Der Rezensent Horst Boog lobt den Band als „würdige[n] Beginn einer neuen Schriftenreihe“, dem eine „Scharnierfunktion“ in der modernen Luftkriegsgeschichtsschreibung zukomme. Ahrens Studie zeichne gleichsam ihre „wissenschaftliche[ ] Akribie“ sowie ihre leserfreundliche Anschaulichkeit in Form von umfangreichem Kartenmaterial, Chroniken und Graphiken aus. Auf diese Weise könne „ein sehr realistisches Bild des Geschehens“ nachgezeichnet werden.

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Mehr Informationen zum Buch: http://tinyurl.com/jas4tmn

 

Rezension zu Ariane Slater: »Militärsprache«

9783793098171Wie und warum sich die Kommunikationsformen bei der Bundeswehr und ihren Vorläuferarmeen verändert haben und welche militärsprachlichen Bereiche davon am meisten betroffen waren, davon handelt das Buch “Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung” von Ariane Slater. Dabei setze das Werk, so der Rezensent Norbert Stäblein, “einen Maßstab”. Es sei “eine beeindruckende Leistung”, das Thema so informativ und zugleich “mit einer Portion Humor” aufzubereiten und so die spezielle Sprache der Bundeswehr “ein bisschen verständlicher” zu machen.

 

Rezension: Norbert Stäblein: Ariane Slater: Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung, Freiburg i.Br. 2015, in: Zeitschrift für Innere Führung 3 (2016), S. 73.

Rezension zu Dieter H. Kollmer (Hg.): Militärisch-Industrieller Komplex? in: FAZ, 5. Januar 2016

9783793098089Rüstungsbeschaffung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg wird kontrovers diskutiert. Aufgedeckte Fehlentwicklungen und Missstände bei der Beschaffung von Rüstungsgütern für die Bundeswehr schrecken die deutsche Öffentlichkeit immer wieder auf. Dabei werden in den Diskussionen häufig Argumentationsmuster und Begriffe aus der Zeit des Kalten Krieges verwendet, die auch damals schon nur bedingt der Realität entsprachen. So ist zum Beispiel der weithin bekannte Begriff des „Militärisch-Industriellen Komplexes“ für die Verhältnisse in Deutschland bis zum heutigen Tag unpassend. In elf Beiträgen, die laut Rezensent Werner Rahn “gut belegt und leicht zugänglich” sind, werden die unterschiedlichen Ausprägungen und Formen der Rüstungsgüterbeschaffung durch die wichtigsten staatlichen Akteure während des Ost-West Konfliktes multiperspektivisch und international vergleichend beleuchtet. Damit biete der Sammelband überzeugende Forschungsergebnisse und sei “ein wertvoller Beitrag für Politik und Wissenschaft”, so das Fazit Werner Rahns.

 

Rezension: Werner Rahn: Dieter H. Kollmer (Hg.): Militärisch-Industrieller Komplex? Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg, Freiburg i.Br. 2015, in: FAZ, 5. Januar 2016, Nr. 3.

Neuer Forschungsband über Rüstung in Europa und Nordamerika – Buchvorstellung in Berlin

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Die Rüstungsbeschaffung in Europa und den USA hat sich durch die sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen und die technologischen Entwicklungen in den letzten Jahrzenten stark verändert. Um diesen Wandel besser beurteilen zu können, lohnt sich ein Blick zurück in die nähere Vergangenheit des Kalten Krieges. Dabei drängen sich verschiedene Fragen auf: Welche Bedeutung misst der Staat der Produktion von Waffen zu? Wie organisiert er die Beschaffung von Material für die Streitkräfte? Welchen Einfluss nehmen die Entscheidungsträger aus Politik, Militär, Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der Rüstungsgüterproduktion auf die allgemeinen politischen Prozesse des Staates? Diesen Fragen geht der von Dieter H. Kollmer herausgegebene Forschungsband »Militärisch-Industrieller Komplex?« auf den Grund.

Ausgewiesene Experten aus sieben Nationen analysieren darin erstmalig im deutschen Sprachraum die unterschiedlichen Formen der Rüstungsgüterbeschaffung durch die staatlichen Akteure während des Ost-West-Konfliktes. Ein Ergebnis der Untersuchung ist u.a. die Konzeption des „Rüstungsinterventionismus“ als ein Gegenentwurf zum „Militärisch-industriellen Komplex“: Der „Rüstungsinterventionismus“ wird in mehreren europäischen Staaten praktiziert und basiert in ordnungspolitischer Hinsicht auf dem Ausschreibungsverfahren.

Zu dem Buch fand 27. Mai ein Podiumsgespräch im Bundespresseamt statt.
Neben dem Herausgeber Dr. Dieter Kollmer nahmen Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Industrie teil.

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Dieter H. Kollmer
Militärisch-Industrieller Komplex?
Rüstung in Europa und Nordamerika nach dem Zweiten Weltkrieg
Mit Beiträgen von Bastian Giegerich, Torsten Diedrich, Holger H. Herwig, John Louth, Søren Nørby, Erwin A. Schmidl, Florian Seiller, Niklas Stenlås, Matthias Uhl, Christoph Wyniger
320 S., Pb., € 24,80 (D) ISBN 978-3-7930-9808-9

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Herausgeber: Dieter H. Kollmer ist Offizier, Historiker und Fachprojektleiter „Geschichte der Bundeswehr“ am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) sowie Lehrbeauftragter an der Universität Potsdam.

Beiträger: Bastian Giegerich, Torsten Diedrich, Holger H. Herwig, John Louth, Søren Nørby, Erwin A. Schmidl, Florian Seiller, Niklas Stenlås, Matthias Uhl, Christoph Wyniger

 

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200. Jahrestag der Schlacht von Waterloo

Die Schlacht bei Waterloo 1815 besiegelte Napoleons politisches Ende. Wie kam es dazu? Der Sammelband »Wie Napoleon nach Waterloo kam« gibt in 40 Beiträgen Antworten. Die Autoren führen dabei in die politischen und militärischen Grundlagen des Zeitalters und deren Rezeption ein. Besondere Betrachtung findet die Herausbildung eines neuen Kriegsbildes sowie dessen Einfluss auf Organisation, Ausbildung und Kriegführung. Die Darstellung und Analyse der Bekämpfung des napoleonischen Machtanspruches im Rahmen der »Befreiungskriege« bis zur Schlacht bei Waterloo bilden dabei einen operationsgeschichtlichen Schwerpunkt.0

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Eberhard Birk / Thorsten Loch / Peter Andreas Popp (Hg.)

Wie Napoleon nach Waterloo kam

Eine kleine Geschichte der Befreiungskriege 1813 bis 1815

Im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, Potsdam, und in Zusammenarbeit mit dem Napoleonmuseum Thurgau

340 S., zahlreiche Abbildungen und farbige Karten, Pb., € 24,80 (D)

ISBN 978-3-7930-9802-7

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