Rezension zu Philipp Münch: »Die Bundeswehr in Afghanistan«

9783793098270_01Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Da jedoch über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission jedoch wenig bekannt ist, untersucht Philipp Münch erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen. Dabei liefere das Buch “Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen”, so der Rezensent Hans-Dieter Wichter, “überzeugende Analysen” und “wissenschaftlich fundierte und endlich einmal brauchbare Erklärungen für das Scheitern der Afghanistan-Politik.”

Zur vollständigen Rezension.

Rezension: Hans-Dieter Wichter: Philipp Münch: Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen, Freiburg i.Br. 2015, in: FAZ, 28. Juni 2016, S. 6.

Die Bundeswehr in Afghanistan

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Am 5. April 2016 fand in Berlin am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) die Buchpräsentation und eine Podiumsdiskussion zu Philipp Münchs Werk Die Bundeswehr in Afghanistan. Militärische Handlungslogik in internationalen Interventionen statt. Die Podiumsdiskussion wurde von dem sicherheitspolitischen Journalisten Thomas Wiegold (augengeradeaus.net) moderiert. Es diskutierten: Generalleutnant a.D. Rainer Glatz (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Philipp Münch (Wissenschaftlicher Mitarbeiter ZMSBw), Prof. Dr. Conrad Schetter (Direktor Bonn International Center for Conversion).

Einen ausführlichen Bericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

Zum Buch: Sowohl für die NATO als auch für die Bundeswehr stellte die International Security Assistance Force (ISAF) in Afghanistan den intensivsten und verlustreichsten Einsatz ihrer Geschichte dar. Über die genaue Praxis dieser vielfach als problematisch gesehenen militärischen Mission ist jedoch wenig bekannt. Philipp Münch untersucht erstmals auf breiter Quellenbasis und in historischer Perspektive die Handlungslogik der Bundeswehr in Afghanistan, ebenso die relevanten politischen Entscheidungen. Er analysiert eingehend, wie die Verantwortlichen den Auslandseinsatz strategisch und operativ planten, wie sie mit afghanischen Machthabern umgingen, wie das Nachrichtenwesen funktionierte und wie die Bundeswehr Gewalt anwendete. Die Ergebnisse werden eingebettet in eine Untersuchung der lokalen afghanischen Verhältnisse, unter denen die Bundeswehr agierte.

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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v. l.): Generalleutnant a.D.
Rainer Glatz (Stiftung Wissenschaft und Politik), Dr. Philipp Münch
(Wissenschaftlicher Mitarbeiter ZMSBw), Prof. Dr. Conrad Schetter (Direktor
Bonn International Center for Conversion).Thomas Wiegold (augengeradeaus.net).

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General a. D. Glatz bei der Präsentation des Bandes “Die Bundeswehr
in Afghanistan”

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Buchpräsentation im Bundespresseamt