Rezension zu Ariane Slater: »Militärsprache«

9783793098171Wie und warum sich die Kommunikationsformen bei der Bundeswehr und ihren Vorläuferarmeen verändert haben und welche militärsprachlichen Bereiche davon am meisten betroffen waren, davon handelt das Buch “Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung” von Ariane Slater. Dabei setze das Werk, so der Rezensent Norbert Stäblein, “einen Maßstab”. Es sei “eine beeindruckende Leistung”, das Thema so informativ und zugleich “mit einer Portion Humor” aufzubereiten und so die spezielle Sprache der Bundeswehr “ein bisschen verständlicher” zu machen.

 

Rezension: Norbert Stäblein: Ariane Slater: Militärsprache. Die Sprachpraxis der Bundeswehr und ihre geschichtliche Entwicklung, Freiburg i.Br. 2015, in: Zeitschrift für Innere Führung 3 (2016), S. 73.

Rezension zu Kathrin Engels: »Cocoliche als Mediensprache«

9783793096788Das Cocoliche ist eine Kontaktvarietät, die im 19. Jahrhundert in Argentinien und Uruguay durch italienische Masseneinwanderung entstanden ist. Diese Varietät wird nicht nur im Alltag von den Immigranten gesprochen, sondern auch von argentinischen und uruguayischen Autoren in der Literatur, insbesondere in Theaterstücken verwendet. Mit ihrer Arbeit schließt Kathrin Engels nicht nur eine Forschungslücke, meint die Rezensentin Julia Montemayor Gracia, sondern leistet einen “wichtigen Beitrag” zur sprachwissenschaftlichen Erforschung dieser Besonderheit. Der “umfangreiche Korpus” zeichne die Entwicklung der Cocoliche-Merkmale exemplarisch nach und liefere durch einen Vergleich der Alltags- mit der Theatersprache “interessante Resultate.”

 

Rezension: Julia Montemayor Gracia: Kathrin Engels: Cocoliche als Mediensprache. Die Darstellung einer Lernervarietät im Theater des Rio de la Plata-Raums, Freiburg i.Br./Berlin/Wien 2012, in: Romanische Forschungen 128 (2016), Heft 2, S. 268-271.

Buchpräsentation »Wilhelm Scherer. Essayist, Feuilletonist, Sprach- und Literaturwissenschaftler« am 26.11., 19.30 Uhr, in Wien

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Autor Professor Herbert Zeman im Gespräch mit „Kurier”-Kulturchef Gert Korentschnig.

Der Österreicher Wilhelm Scherer (1841–1886) ist der bedeutendste und wirksamste Sprach- und Literaturwissenschaftler seiner Zeit und weit darüber hinaus. Er gilt als Reformator der germanistischen Studien. Als Ordentlicher Professor an den Universitäten Wien, Straßburg und Berlin beeinflusste Scherer den Universitätsbetrieb seines Faches nachhaltig. Die Einteilung der deutschen Sprachgeschichte in Althochdeutsch, Mittelhochdeutsch, Frühneuhochdeutsch und Neuhochdeutsch geht auf ihn zurück. Berühmt wurde und blieb er bis ins 20. Jahrhundert auch durch seine Essays (Feuilletons) und die weitverbreitete »Geschichte der Deutschen Literatur«.

Herbert Zeman, Ordinarius für neuere Deutsche und Österreichische Literatur an der Universität Wien (emeritiert 2008), hat eine Monografie über Wilhelm Scherer vorgelegt.

Veranstaltungsinfo:

Donnerstag, 26.November 2015, 19.30 Uhr
Buchhandlung Kuppitsch, Schottengasse 4, 1010 Wien

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114 S., 13 Abb., Pb., € 17,50 (D) / € 18,00 (A)
ISBN 978-3-7930-9814-0 Rombach Verlag 2015

Leseprobe.

 

Mit Gedichten lesen lernen – die didaktische Bedeutung von Lyrik

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»Lyrik nervt.« Mit diesem Buchtitel hat Hans Magnus Enzensberger vielen Schülern aus der Seele gesprochen. Aber gerade die Lyrik hat eine besondere Bedeutung für das Lesenlernen. Keine literarische Ausdrucksform ist so sehr auf das Aussetzen der Verständnisroutine angelegt wie die Lyrik. Sie blockiert über die Art wie sie mit Sprache umgeht ein schnelles, ungehindertes Lesen und zwingt zum Innehalten. Vor diesem Hintergrund gehen in dem von Anja Pompe herausgegebenen Band »Kind und Gedicht« renommierte Wissenschaftler der Wirksamkeit von Lyrik für das Lesenlernen in philosophischen, pädagogischen, psychologischen, musik- und literaturwissenschaftlichen sowie fachdidaktischen Reflexionen nach.

Herausgeberin: Anja Pompe ist Literaturdidaktikerin und wissenschaftliche Assistentin an der Universität Rostock.
Die Autoren: Georg W. Bertram, Heinrich Bosse, Hans-Heino Ewers, Hans Ulrich Gumbrecht, Arthur M. Jacobs, Annette Kinder, Hermann Korte, Alexander Košenina, Annegret Lösener, Hans Lösener, Thomas Möbius, Jakob Ossner, Anja Pompe, Ernst Pöppel, Kaspar H. Spinner, Michael Steinmetz, Jörg Zirfas, Gesa zur Nieden

 Lesen Sie hier direkt ins Buch.

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Anja Pompe (Hg.)

Kind und Gedicht

Wie wir lesen lernen           

236 S., Pb., € 38,00 (D)

ISBN 978-3-7930-9803-4

Rombach Verlag 2015