Rezension zu Hans Peter Herrmann: Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburgs im Breisgau, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins, 01/2018

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Der Freiburger Literaturwissenschaftler Hans Peter Herrmann beschäftigt sich in seiner Studie Krisen. Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933-2010 am Beispiel Freiburgs im Breisgau mit der schwierigen und krisenbehafteten Geschichte der deutschen Universitäten nach dem zweiten Weltkrieg. Rezensentin Christa Klein lobt den Autor für seine »im konkreten universitären Alltag situierte historische Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragestellungen der Jahre 1933 bis 2010«. Der Band berichte »differenziert, teils kompakt, teils anekdotisch« und zeichne sich durch »Einblicke in universitäre Organisationsstrukturen und Innovationszusammenhänge aus, die in ihrem soziohistorischen Kontexten und Entwicklungsdynamiken reflektiert werden«, beschreibt Klein weiter.

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Rezension zu Mario Seiler: Uneindeutige Grenzen und die Idee der Ordnung. In: Berichte. Geographie und Landeskunde (Deutsche Akademie für Landeskunde e.V.), Januar 2017

Mario Seilers Promotionsschrift nimmt sich kritisch einer Lücke in der Geschichte der Freiburger Universität an, nämlich der Rolle ihrer Wissenschaftler im Grenzlanddiskurs, insbesondere nach der Annexion Elsass-Lothringens in der NS-Zeit. In seiner ausführlichen Rezension summiert Jörg Stadelbauer diese Publikation als „eine überaus lohnende“ Lektüre. Beeindruckend sei Stadelbauer zufolge „die Weitsicht, mit der Seiler eine Vielzahl von Persönlichkeiten und Organisationen berücksichtigt und ein Netzwerk der Grenzlandarbeit nachzeichnet, das die Diskurse der Zeit aufnahm.“

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Rezension zu Mario Seiler: Uneindeutige Grenzen und die Idee der Ordnung. In: Geschichte am Oberrhein, Februar 2017

Mario Seiler widmet sich in seiner Dissertation einer bisherigen Lücke der Geschichte der Universität Freiburg im Breisgau. Erstmalig beleuchtet diese systematische Studie, wie sich die Universität im Grenzdiskurs im Zuge der Annexion Elsass-Lothringens an das Deutsche Reich „im Sinne des NS-Regimes positionierte – sich somit ›selbstgleichschaltete‹“, wie es Rezensent Jürgen Klöckler formuliert. Aus „reinem Selbsterhaltungstrieb“, so summiert er Seilers Studie, hätte sich das Freiburger Wissenschaftskorps an der nationalsozialistischen Neuordnungs- und Bevölkerungspolitik des ethnisch und kulturell umstrittenen Grenzraumes beteiligt.

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Zwischen Machterhalt und Reformbemühungen – Freiburger Universitätsgeschichte 1933–2010

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Der Freiburger Literaturwissenschaftler Hans Peter Herrmann legt mit dem Band Krisen eine Darstellung und Analyse der Veränderungsprozesse an den westdeutschen Hochschulen seit 1933 vor. In der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und der Hochschulreform nimmt er dabei die Freiburger Universität kritisch in den Blick.
Die deutschen Hochschulen wurden im 20. Jahrhundert zu tiefgreifenden Veränderungen gezwungen. Ende der 1950 Jahre war klar, dass die westdeutschen Universitäten ihre Verfahren, Strukturen und ihr Selbstverständnis an die Bedingungen der demokratischen Massengesellschaft anpassen mussten. Und in den 1970ern konnten sie nicht mehr umhin, sich ihrer eigenen Rolle im Nationalsozialismus zu stellen. Beide Entwicklungen haben zu Krisen der Institution und ihres Selbstbildes geführt. Herrmann hat in diesen Auseinandersetzungen über Jahrzehnte Position bezogen; seine einschlägigen Arbeiten werden von ihm hier erstmals gemeinsam publiziert und in Bezug zueinander gesetzt.

Hans Peter Herrmann, geb. 1929, Studium in Göttingen und Freiburg; Assistent, Dozent, 1973-1994 Professor für Neuere Deutsche Literaturgeschichte in Freiburg. Veröffentlichungen zur Literatur der deutschen Aufklärung, des Sturm und Drang und der Klassik, zur Dramatik des 19. und 20. Jahrhunderts, zu Bert Brecht, zur Didaktik und zur Geschichte der Neugermanistik, zur Universitätsgeschichte und zur Frühgeschichte des deutschen Nationalismus.

Zur Leseprobe.

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Hans Peter Herrmann
Krisen
Arbeiten zur Universitätsgeschichte 1933–2010 am Beispiel Freiburgs i.Br.
276 S., Pb., € 48,00 (D)
ISBN 978-3-7930-9824-9

Buchvorstellung »Auf Jahr und Tag. Freiburgs Geschichte der Neuzeit« am 10. Dezember im Parlersaal in Freiburg

Die Historiker Hans-Peter Widmann und Dr. Heinrich Schwendemann präsentierten im Parlersaal des Münsterbauvereins elf spannende Episoden aus 500 Jahren Stadtgeschichte Freiburgs. Ausgehend von einem besonderen Datum haben sie Zeithorizonte aufgespannt und die Vergangenheit so sehr lebendig erzählt. Der Bogen reichte vom Bauernkrieg, der Hexenverfolgung im 16. Jahrhundert über die vorderösterreichische, französische und badische Zeit bis hin zu den beiden Weltkriegen und dem Wiederaufbau der Stadt im 20. Jahrhundert. Einige Beispiele: Am 4. Mai 1770 machte Marie-Antoinette auf ihrer Hochzeitsreise nach Versailles Station in Freiburg. Über 1000 Zuschauer strömten heran. Am 28. Februar 1900 wurden Frauen zum Studium zugelassen. Heute stellen sie die Mehrheit der Studierenden. Der 27.11.1944 gilt noch immer als schwärzester Tag der Stadt. Beim Luftangriff wurden 2800 Menschen getötet und große Teile der Stadt zerstört.

Zur Buchbesprechung der Badischen Zeitung:
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/so-wird-geschichte-greifbar-gemacht–115063870.html

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Beiträger und Herausgeber.

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Dr. Heinrich Schwendemann (links) und Hans-Peter Widmann

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Herausgegeben vom Landesverein Badische Heimat (Dr. Sven von Ungern-Sternberg) und der Abteilung Landesgeschichte am Historischen Seminar der Universität Freiburg (Prof. Dr. Jürgen Dendorfer)
240 S., Pb., 15 x 22,4 cm, € 26,00
ISBN 978-3-7930-5134-3

Zu weiteren Details und der Leseprobe.

 

Mario Seiler erhält Ralf-Dahrendorf-Preis für Dissertation

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Für seine jüngst im Rombach Verlag publizierte wissenschaftliche Arbeit Uneindeutige Grenzen und die Idee der Ordnung. Der Grenzlanddiskurs an der Universität Freiburg im Zeitalter der beiden Weltkriege erhält der Historiker Mario Seiler den Ralf-Dahrendorf-Preis, der am 21. Oktober im Rahmen der Eröffnung des Akademischen Jahres verliehen wird.

In seiner Doktorarbeit untersucht Seiler die Entwicklung eines weit gefächerten Wissenschaftsdiskurses über Grenzen und Grenzräume an der Universität Freiburg im Zeitraum der beiden Weltkriege. Im Sommer 1940 verbanden Freiburger Wissenschaftler mit der bevorstehenden Wiederangliederung Elsass-Lothringens an das Deutsche Reich die feste Überzeugung, dem in umstrittenen Grenzraum im Südwesten mittels scheinbar objektiver wissenschaftlicher Erkenntnisse künftig eine neue Ordnung zu geben. Dabei glaubten sie, die nationalsozialistische Neuordnungs- und Bevölkerungspolitik in Elsass und Lothringen wissenschaftlich begleiten oder gar steuern zu können. Die Historisierung dieses ›Grenzlanddiskurses‹ wirft dabei nicht nur ein Licht auf bisherige Blindstellen in der Geschichte der Freiburger Hochschule.

Seiler korrigiert mit seinen Forschungsergebnissen das historische Selbstbild der Universität, so das Fazit der Badischen Zeitung. Zur ausführlichen Rezension der Badischen Zeitung vom 17.10.2015.

Mario Seiler, geb. 1979, hat Geschichte, Germanistik, Anglistik und Klassische Philologie in Freiburg, Basel, Tübingen und Tours studiert, wurde 2014 promoviert und ist heute als Gymnasiallehrer sowie in der Lehrerausbildung tätig.

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€ 64,00 (D), 644 S., Pb.
ISBN 978-3-7930-9815-7

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Lyrik als Klangkunst: Zur kompositorischen Dimension von Gedichten

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Das Hören hat eine erkenntnistheoretische Dimension. Das belegt Anne Holzmüller in ihrer Dissertation »Lyrik als Klangkunst«. Gedicht- und Liedanalyse konsequent vom Klanglichen her zu denken, ist ein Novum in der Forschung. Das Potential sprachklanglicher Analysen führt sie am Beispiel von Goethes Nachtliedern und ihren Vertonungen vor. Mit dieser Arbeit liefert Anne Holzmüller eine Anleitung zum aufmerksamen, sensiblen und wissenden Hören von Gedichten.

Zur Leseprobe.

Anne Holzmüller studierte Schulmusik und Germanistik in Freiburg und Krakau. Seit 2012 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Musikwissenschaftlichen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Die vorliegende Studie wurde 2014 mit dem Gerhart-Baumann-Preis für interdisziplinäre Literaturwissenschaft ausgezeichnet.

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Anne Holzmüller
Lyrik als Klangkunst
Klanggestalten in Goehtes Nachtliedern und ihren Vertonungen von Reichardt bis Wolf
Reihe litterae, Band 212
467 S., € 58,00 (D)
ISBN 978-3-7930-9806-5
Rombach Verlag 2015