Wissenschaftliches Buchprogramm erscheint zukünftig unter dem Namen »Rombach Wissenschaft« in der Nomos Verlagsgesellschaft

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Zum 1. März 2020 übernimmt die Nomos Verlagsgesellschaft unser Wissenschaftssegment. Nomos führt die Sparte als Imprint unter dem Namen »Rombach Wissenschaft«.

Die bekannten Rombach Buchreihen wie Litterae, klang-reden, Nordica, Paradeigmata, Freiburger Romanistische Arbeiten, Scenae sowie das Hofmannsthal-Jahrbuch, das Australische Jahrbuch für germanistische Literatur- und Kulturwissenschaft und die Kritische Gesamtausgabe der Werke von Hans Jonas bleiben bestehen und werden von Nomos übernommen.

Unsere Programmbereiche Regionalia und Sachbuch sind von dieser Neuerung unberührt.

Rezension des Bandes Dennis Roth: Krieg in der Oper, in: DIE TONKUNST, Oktober 2019

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Rezensentin Annelies Andries nennt Krieg in der Oper „an ambitious book“. Dennis Roth untersucht den Umgang mit dem Krieg in der Oper über einen Zeitraum von 300 Jahren. Die Studie beginnt mit der Besprechung eines der frühesten Werke, die für die öffentlichen Opernhäuser Venedigs geschrieben wurde: Francesco Cavallis La Didone (1641). Schlussakkord ist Karl Amadeus Hartmanns Simplicius Simplicissimus (Fassung von 1957).

Krieg als Opernthema

Roth erarbeitet neben vielen weiteren Aspekten die Gründe für die Kriegsthematik in Opern: Das Genre Oper eigne sich für spektakuläre Massenszenen wie opulente Prozessionen zur Siegesfeier, Darstellungen des Lagerlebens und Darstellungen von Schlachten und Massakern. Der Krieg war somit ein kommerziell wertvolles Opernthema, das mit seinem Versprechen von Spektakel und großen Emotionen ein breites Publikum anziehen konnte. Es gab aber auch politische und moralischen Gründe für die Auseinandersetzung der Oper mit dem Krieg.

Die Studie, so das Fazit der Rezension, demonstriere den Reichtum des Themas »Krieg in der Oper« und seine Erforschung werde ein guter Ausgangspunkt für zukünftige Forschungen auf diesem Gebiet sein.

HIER gibt`s die vollständige Rezension in DIE TONKUNST.

DIESER LINK führt zur Leseprobe und weiteren Informationen.

Dennis Roth: Krieg in der Oper

Demian Berger über Aura und Anschauung bei Walter Benjamin

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Aura ist ein »sonderbares Gespinst von Raum und Zeit: einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag. An einem Sommermittag ruhend einem Gebirgszug am Horizont oder einem Zweig folgen, der seinen Schatten auf den Betrachter wirft, bis der Augenblick oder die Stunde Teil an ihrer Erscheinung hat – das heißt die Aura dieser Berge, dieses Zweiges atmen«. Dieser Einführung der Aura von Walter Benjamin aus dem Jahr 1931 geht eine komplexe Begriffsgeschichte voraus, die der Philosoph Demian Berger in seinem neuen Buch Aura und Anschauung detailreich untersucht.

Walter Benjamins Begriff der Aura steht im Kontext seiner historisch-materialistischen Wahrnehmungslehre.

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Demian Berger
Aura und Anschauung
Walter Benjamins materialistische Wahrnehmungslehre
Litterae, Band 240
116 S., Pb., 46,– €
ISBN 978-3-7930-9946-8

Music non-stop
Paul Hindemiths Geschichtskonzeptionen

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Martin Andris wirft mit seiner Studie Music-non-stop neue Schlaglichter auf Paul Hindemith. Der Komponist war vor dem Ende der Weimarer Republik für seine kompositorische Vielfalt und rastlose Produktivität berühmt. Man attestierte ihm Stilpluralismus und Ziellosigkeit.

Hindemiths Prinzip der Umgestaltung

Ausgehend von seinem Hauptwerk Das Unaufhörliche kontextualisiert die Untersuchung Hindemiths Karriereverlauf kulturhistorisch. Das Oratorium verfasste Hindemith zusammen mit Gottfried Benn. Die Uraufführung fand 1931 in Berlin statt. Für Komponist und Dichter galt das ›Prinzip der Umgestaltung‹ als Grundlage geschichtlicher Erscheinungen.

Hindemiths Geschichtskonzeption

Unter Rückgriff auf einen breiten publizistischen Quellenkorpus analysiert Andris die Debatten über die Legitimität der ›Metamorphose‹ als normative Kämpfe um ästhetische Ziele. Die Signifikanz des Unaufhörlichen in der Krisensituation der späten 1920er Jahre veranschaulicht er, indem er den politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Implikationen von Geschichtskonzeptionen nachspürt. Weiterhin erörtert er die Frage, ob Musik Zeit und Geschichte erfahrbar machen kann.

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Martin Andris
Music non-stop
Paul Hindemiths Geschichtskonzeptionen vor dem Ende der Weimarer Republik
Litterae, Band 236, 220 S., geb., 46,– €
ISBN 978-3-7930-9920-8

Rezension zu Vedder/Hohendahl (Hg.): Herausforderungen des Realismus, in: Mitteilungen der Theodor Fontane Gesellschaft, Juni 2019

„Der Band enthält 14 scharfsinnige und gut formulierte Studien“, so das Fazit von Martin Lowsky. Auf einige Erkenntnisse geht er näher ein: Etwa, dass Fontanes Theaterszenen Wirklichkeit seien und sein Realismus einzelne Personen in den Fokus rücke, um sie dann in ein unbekanntes großes Ganzes einzuordnen.

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Rezension zu Elias Zimmermann: Lesbare Häuser? Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne, in: Journal of Austrian Studies Association, 52:1–2, Spring 2019

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Die Wechselwirkung zwischen neuerer Literatur und postmoderner Architektur wurden bis dato nur wenig erforscht. Elias Zimmermanns Studie Lesbare Häuser? untersucht diese Konstellation anhand von zwei Romanen aus den 1970er Jahren: Thomas Bernhards Korrektur und Hermann Burgers Schilten.
Laura McLary resümiert: Die Studie biete eine tiefe und dichte Analyse von zwei wichtigen postmodernen Romanen. Die Fokussierung auf Möglichkeiten und Grenzen der Architektur als Metapher lassen die Romane in einem kulturhistorischen Kontext verstehen, sowohl im Hinblick auf sprachphilosophische Fragestellungen als auch auf zeitgenössische Architekturdiskurse. Die Rezensentin betont zudem die klare Struktur der Arbeit: »Though at times it can be difficult to maintain an overview of the various intricacies of Zimmermann’s lines of argument, the clear structure of the study, divided evenly between analysis of Korrektur and Schilten, provides helpful points of orientation, as do the clearly organized an d clearly organized introduction and conclusion.«

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Die Zukunft stirbt nie – zur Utopie des Post- und Transhumanismus

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Der Mensch ist sterblich. Oder doch nicht? Der Post- und Transhumanismus versucht, dem Tod zu entkommen. Wie, erläutert Oliver Krüger in seiner Studie Virtualität und Unendlichkeit.
Aus der Sicht des technologischen Posthumanismus ist der Mensch ein Auslaufmodell – überholt von seinen eigenen technischen Schöpfungen. Künstliche Intelligenzen und Roboter sollen die neuen Triebkräfte der Evolutionsgeschichte werden, während die Menschheit ausstirbt. Der Verzicht auf sich selbst werde mit der Unsterblichkeit des Menschen in der Virtualität belohnt.
Krüger beleuchtet die vielfältigen Beziehungen zwischen den philosophischen, literarischen, kybernetischen und religiösen Ideen dieser radikalen Fortschrittsideologie. Im Zentrum stehen dabei die kybernetische Neubestimmung des Menschen, die Singularität, die technologische Unsterblichkeit, die transzendente Superintelligenz und der Entwurf einer kosmischen Heilsgeschichte. Den Schnittpunkt der verschiedenen Analysestränge bildet die von Günther Anders entwickelte Idee der »prometheischen Scham« des Menschen vor seiner medialen Reproduktion – die vermeintliche Minderwertigkeit des »biologischen Menschen« gegenüber seinem unsterblichen, virtuellen Abbild.

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OLIVER KRÜGER, geb. 1973, Dr. phil., hat Soziologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Klassische Archäologie an der Universität Bonn. Er forschte und lehrte an den Universitäten Heidelberg und Princeton bevor er 2007 zum Professor für Religionswissenschaft an der Universität Freiburg (Schweiz) berufen wurde. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Religionssoziologie, das Verhältnis von Religion und Medien sowie die Religionstheorie.

Oliver Krüger
Virtualität und Unsterblichkeit
Gott, Evolution und die Singularität im Post- und Transhumanismus
Litterae, Band 123
2. Auflage, aktualisiert und erweitert
474 S., Pb., 54,– €
ISBN 978-3-7930-9939-0

Rezension zu: Carolin Abeln: Sprache und Neue Musik. Hölderlin-Rezeption bei Wilhelm Killmayer, Heinz Holliger, Wolfgang Rihm und Luigi Nono, in: Germanistik – Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen

Die Forschung konstatiert einen »Hölderlin-Boom« in der Neuen Musik. Zahlreiche Komponisten waren von Hölderlins Gedichten aus dessen Zeit im Tübinger Turm und von seinen fragmentarischen Formen begeistert. Carolin Abeln geht diesem Phänomen in der Studie Sprache und Neue Musik auf den Grund. Rezensent Jürgen Stoltzenberg wünscht, „dass die außergewöhnlich sorgfältig gearbeitete, methodisch reflektierte, interdisziplinär angelegte Untersuchung die ihr gebührende Beachtung und Würdigung in der Literatur- und Musikwissenschaft findet“.

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Rezension zu Martina Wörgötter: Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers, in: Zeitschrift für deutsche Philologie, 12/2017

Martina Wörgötter eröffnet mit ihrer Studie Poetik und Linguistik. Die literarische Sprache Marie-Thérèse Kerschbaumers einen neuen Zugang zum literarischen Werk der Autorin und widmet sich vor allem dem besonderen Interesse Kerschbaumers an der Sprache. Rezensentin Britt-Marie Schuster hebt die »sehr akribischen Detailanalysen«, die in dem »ein oder anderen Fall als Vorbild für vergleichbare Studien dienen« könnten, hervor. Die »stattliche Anzahl« von 27 Analysen demonstriere »die Komplexität von Kerschbaumers Prosa eindrucksvoll«.

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Rezension zu Hense/Müller-Tamm: Poetik der Seelenwanderung, in: Arbitrium, 01/2018

Der Band Poetik der Seelenwanderung bespricht die unterschiedlichen Facetten der Seelenwanderungsidee mit Fokus auf literarhistorische und ästhetische Gesichtspunkte. Rezensent Gideon Stienig lobt die »teils brillanten Einzelstudien«. Dass der Begriff der Seelenwanderung immer noch aktuell ist und Kontroversen aufwirft, lässt sich für Stienig aus dem Sammelband entnehmen. Er analysiere und interpretiere »eine reiche Auswahl an literarischen beziehungsweise populärwissenschaftlichen Referenzen«.

9783793097730

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