Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Künste

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Der Sammelband Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Künste fragt nach den Kommentierungen, Spiegelungen und Brechungen der »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« in Literatur, Publizistik, bildender Kunst, Musik und Film. Die Künste kommen dabei als wirkmächtige Medien der Erörterung eines bedrängenden welthistorischen Geschehens zur Geltung, dessen Folgen bis heute fortdauern.

Autoren wie Kurt Tucholsky, Georg Trakl, Wilhelm Klemm, Ernst Jünger, Ernst Toller oder Karl Kraus, aber auch Guillaume Apollinaire, Giuseppe Ungaretti oder Wilfred Owen, Antikriegsfilme wie »The Big Parade«, Arbeiten von Paul Klee, Reportagen von Philip Gibbs, Soldatenlieder und Kompositionen von Arnold Schönberg oder Alban Berg werden in den Artikeln erörtert.
Der australische Historiker Christopher Clark eröffnet den Sammelband mit Perspektiven zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs. Die weiteren Beiträger sind: Jörn Leonhard, Werner Frick, Achim Aurnhammer, Rolf G. Renner, Gesa von Essen, Joachim Grage, Barbara Korte, Angeli Janhsen, Hartmut Krones, Eckhard John und Thomas Koebner.

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Werner Frick / Günter Schnitzler (Hg.)
Der Erste Weltkrieg im Spiegel der Künste
354 S., zahlr. Abb., Pb., 54,00 €
ISBN 978-3-7930-9829-4

Zu Unrecht nur im Schatten des Sohnes: Franz Strauß

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Franz Strauß war einer der bedeutendsten Hornisten des 19. Jahrhunderts. Mit zunehmender Berühmtheit seines Sohnes Richard Strauss schwand jedoch seine künstlerische Bedeutung. Zu Unrecht, wie die Studie von Dirk Hausen jetzt darlegt. In dieser ersten Biographie über Franz Strauß werden seine Lebensphasen und musikalischen Tätigkeitsfelder umfassend beleuchtet. Entstanden ist ein Porträt eines Mannes, dessen gesellschaftlicher und musikalischer Aufstieg trotz vieler Schicksalsschläge gelang: Strauß wuchs als uneheliches Kind bei seinen Großeltern auf. Schon mit 32 Jahren war er Witwer und musste bereits zwei seiner Kinder begraben. Nicht Herkunft, sondern Fleiß und überragende hornistische Fähigkeiten machten ihn weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. So waren Richard Wagner und Hans von Bülow voller Bewunderung für den Hofmusiker und Komponisten.

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DIRK HAUSEN, geb. 1977 in Trier, Studium der Orchestermusik (Horn) in Saarbrücken und Maastricht sowie Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und Englischen Philologie in Freiburg i.Br., Promotion 2016 mit vorliegender Arbeit.

Dirk Hausen
Der Hornist Franz Strauß
Eine Künstlerbiographie im Spiegel der kulturgeschichtlichen Entwicklung Münchens im 19. Jahrhundert
Reihe Voces, Band 19
488 S., 25 s/w Abb., Pb., 66,00 €
ISBN 978-3-7930-9860-7

Auch als E-Book.

Der Opernführer von Attila Csampai im E-Book

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Über 250 der wichtigsten Opern, Komponisten und eine aktuelle Diskographie machen das den Führer zu dem Standardnachschlagewerk.

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Jede Oper wird mit Inhalt, Handlung, Kommentar, Wirkungsgeschichte, Uraufführung, Personal sowie mit den biographischen Porträts der Komponisten erläutert. Zudem sind die wesentlichen Librettisten der gesamten Operngeschichte von Rinuccini bis Enzensberger enthalten.

Die Herausgeber und ihre Autoren sind renommierte Musikjournalisten, darunter Oswald Beaujean, Leo Karl Gerhartz, Ulrich Schreiber, Wolfgang Schreiber, Karl Schumann, Michael Stegemann.

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Wie semantisch ist die Musik?

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Der Band Wie semantisch ist die Musik? versammelt neue Beiträge zur Erforschung der Semantisierung von Musik im Kontakt mit sprachlichen Strukturen, vor allem gesungenen Texten, aber auch literarischen Programmen und rhetorischen Figuren. Aus der Sicht der Musik- und der Literaturwissenschaft, aber auch der Philosophie und der musikalischen Semiotik wird anhand von historischem Material zwischen ca. 1600 und 1900 unter Einbeziehung bislang zu wenig herangezogener Fragestellungen – etwa einer Pragmatik der Kommunikation – nach dem Verhältnis zwischen Bedeutungserzeugung, Mimesis und abstrakt musikalischer Struktur gefragt. Dadurch wird neues Licht auf die Bedingungen und Möglichkeiten einer ›Semantisierbarkeit‹ musikalischer Formungen geworfen.

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206 S., zahlr. s/w- und Farbabb., geb., 54 €
ISBN 978-3-7930-9865-2

Herausgeber:
Florian Mehltretter studierte Romanistik, Komparatistik und allgemeine Sprachwissenschaft in München und Florenz. Er wurde an der FU Berlin über das venezianische Opernlibretto des Barock promoviert und setzt seither einen Forschungsschwerpunkt im Bereich der Intermedialität von Text und Musik. Nach Vertretungen in Köln und Berlin und einer Berufung nach Köln hat er seit 2011 den Lehrstuhl für Italienische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München inne.

Hausbesuche bei der Wiener Avantgarde

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Hermann Menke, der selbst zur Wiener Moderne zählende Journalist und Autor, besuchte ab 1907 die damals bedeutendsten Wiener Künstler. Die Berichte von diesen Hausbesuchen publizierte er im vielbeachteten Neuen Wiener Journal. Der Leser erfährt in den Artikeln von Plänen und Stimmungen der Künstler. Besucht hat er u.a. Hugo von Hofmannsthal, Hermann Bahr, Anna Bahr-Mildenburg, Arthur Schnitzler und Richard Strauss. Die bemerkenswerten Aufzeichnungen sind völlig aus dem Bewusstsein verschwunden. Nun werden sie, reich kommentiert und interpretiert von Ursula Renner, erstmals seit der Zeitungsveröffentlichung im Hofmannsthal-Jahrbuch vorgelegt.
Menkes Hausbesuche „können für unsere historische Phantasie gerade durch ihre unakademische Form des mitgeteilten Gesprächs Supplemente bilden“, so Ursula Renner in der Einleitung.

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Maximilian Bergengruen/Gerhard Neumann/Ursula Renner/Günter Schnitzler/Gotthart Wunberg (Hg.)
Hofmannsthal Jahrbuch zur Europäischen Moderne
Band 24/2016
424 S., engl. Broschur
€ 65,50; Subskriptionspreis zur Fortsetzung € 50,-
ISBN 978-3-7930-9867-6

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Leben – was ist das eigentlich? Poetologien des Lebendigen im 19. Jahrhundert

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Skelettfunde eines ausgestorbenen Urtiers brachten Ende des 18. Jahrhunderts die statische Naturgeschichte ins Wanken. Die Erkenntnis, dass sich Leben auf der Erde mehrmals verändert hat und sich dieses nicht rekonstruieren lässt, verursachte in der Folge eine Unsicherheit des Wissens. Darauf reagierte auch die Literatur im 19. Jahrhundert, wie der Band Lebenswissen darlegt. Damals konstituierte sich das Leben als epistemisches Objekt, das in der Literatur und Ästhetik ebenso thematisiert wurde, wie auch in der aufkommenden Biologie.
Die Beiträge analysieren das Feld des Lebenswissens unter besonderer Berücksichtigung der Dynamisierungstendenzen. Themen sind unter anderem: Leben bei Georg Büchner und in der frühen Biologie, Poetologien des Lebens bei Hebbel und Wagner, Goethes Formverhalten in den Wahlverwandtschaften, Wissen des Lebens in Gottfried Kellers Sinngedicht, zum Konflikt zwischen Lebenspathos und Ästhetizismus in Hofmannstahls Novelle Das Glück am Weg.

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Benjamin Brückner / Judith Preiß / Peter Schnyder (Hg.)
Lebenswissen
Poetologien des Lebendigen im langen 19. Jahrhundert
Das unsichere Wissen der Literatur, Band 4
228 S., Pb., 48,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9866-9

Weitere Details zum Buch.

Herausgeber:
Benjamin Brückner, M.A., 2012–2016 SNF-Doktorand im ProDoc-Graduiertenkolleg »Das unsichere Wissen der Literatur. Natur – Recht – Ästhetik« an der Université de Neuchâtel.
Judith Preiß, M.A., 2012–2016 SNF-Doktorandin im ProDoc-Graduiertenkolleg »Das unsichere Wissen der Literatur. Natur – Recht – Ästhetik« an der Université de Neuchâtel.
Peter Schnyder, Prof. Dr., seit 2010 Ordinarius für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Université de Neuchâtel.

Im Licht der Aufklärung: Aufrichtigkeit als Kommunikationsstrategie

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Ehrlich währt am längsten – das gilt insbesondere für die Aufklärung und ihre moraldidaktischen Bestrebungen, die Aufrichtigkeit als Beglaubigungsstrategie und Verhaltensideal neu funktionalisieren. Der von Simon Bunke und Katerina Mihaylova herausgegebene Sammelband Aufrichtigkeitseffekte. Signale, soziale Interaktion und Medien im Zeitalter der Aufklärung thematisiert Aufrichtigkeit als Kommunikationsmerkmal  anhand des Begriffs der ›Effekte‹. Unter ›Effekten‹, so der zentrale Ansatz der Studie, sind „diejenigen rhetorischen, intertextuellen und performativen Strategien verstanden, durch die im 18. Jahrhundert Aufrichtigkeit erzeugt oder beglaubigt wird“. Durch seine interdisziplinäre Ausrichtung gelingt es dem Band, linguistische, literaturwissenschaftliche, philosophische, geschichtswissenschaftliche und kunstwissenschaftlicher Analyseinstrumentarien fruchtbringend miteinander zu verknüpfen. Die Beiträge gruppieren sich um drei thematische Schwerpunkte: erstens die Signale aufrichtiger Kommunikation, zweitens ihre Auswirkungen auf soziale Interaktionsformen sowie drittens die mediale Vermittlung, durch welche Aufrichtigkeit inszeniert oder problematisiert wird.

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Herausgeber:
Simon Bunke, geb.1976, Studium der Neueren deutschen Literaturwissenschaft, Komparatistik und Theaterwissenschaft an der LMU München; derzeit Leitung der Emmy Noether-Gruppe Aufrichtigkeit in der Goethezeit an der Universität Paderborn.

Katerina Mihaylova, geb. 1982, Studium der Philosophie, Psychologie und Logik und Wissenschaftstheorie an der Ludwig-Maximilians-Universität München; derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Philosophie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Simon Bunke/Katerina Mihaylova (Hg.)
Aufrichtigkeitseffekte
Signale, soziale Interaktionen und Medien im Zeitalter der Aufklärung
296 S., 2 s/w Abb., Pb., 48,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9870-6

Zusätzliche Informationen zum Buch finden Sie hier: http://tinyurl.com/hpmz8a3

 

Im Fadenkreuz der Industrialisierung: Umweltthematiken in Hamsuns Nordlandromanen

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Raue Winterlandschaften, Fjorde und verschneite Bergzüge – die unberührte Natur Nordlands faszinierte den norwegischen Autor Knut Hamsun und diente ihm als Projektionsfläche in seinen Romanen. Im Lichte der Industrialisierung ist die Natur allerdings auch menschlichen Eingriffen und negativen Veränderungen unterworfen. Die Studie von Susanne Bär »So seltsam und öde, eine verlassene Landschaft.« Umwelt und Natur in Nordlandromanen Knut Hamsuns geht dieser von der Forschung bisher vernachlässigten Umweltthematik im Werk des Nobelpreisträgers Hamsun auf den Grund. Als Instrumentarien der Textanalyse fungieren dabei nicht zuletzt neuste umwelttheoretische Ansätze wie der Ecocritism. Auf diese Weise gelingt es der Autorin, Hamsuns vielschichtige Haltung zu Natur und Umwelt aufzuschlüsseln. In ihrer Kritik an Technisierung und Fortschritt zeugen die untersuchten Romane von einer „Sensibilität für naturbezogene Aspekte, da relevante Themen offengelegt anstatt ignoriert werden“, so eine wesentliche Erkenntnis von Bärs Studie.

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Susanne Bär studierte Skandinavistik, Finnougristik und Deutsch als Fremdsprache in München und Tromsø.

Susanne Bär
»So seltsam und öde, eine verlassene Landschaft.«
Umwelt und Natur in Nordlandromanen Knut Hamsuns
Nordica Band 23
282 S., Pb., 38,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9862-1
E-ISBN 978-3-7930-6035-2 (PDF)
€ 29,99 (D)

Nähere Details zum Buch sind hier abrufbar: http://tinyurl.com/htmglwu

Dem Kolorit der Dichtung auf der Spur: Farbsemantiken in moderner Prosa

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Das Grün der Hoffnung, das Gelb der Eifersucht – Farben sind immer schon mit Bedeutung aufgeladen und dienen als symbolträchtige Beschreibungsdispositive. Dass dies kein bloßes Phänomen der Populärkultur ist, beweist der u.a. von Cornelia Zumbusch herausgegebene Sammelband Die Farben der Prosa. Unter Rückgriff auf Hegel und andere Theoretiker des Roman, der Bildenden Künste und der Fotographie widmen sich die Einzelbeiträge den Farbsemantiken literarischer und nichtliterarischer Prosa des 19. und 20. Jahrhunderts. Zentral ist dabei die Hypothese, dass die Texte über Chromatiken nicht nur ihren Bezug zur Wirklichkeit, sondern auch ihre eigene prosaische Verfasstheit reflektieren. Insbesondere das Verhältnis von Prosa und Poesie wird über das „Kolorit der Dichtung, das die Stilqualitäten des sprachlichen Ausdrucks betrifft“, thematisiert, so die Herausgeber. Anknüpfungspunkte für die enge Verbindung von Dichtung und Bildkunst finden sich bereits bei der antiken Rhetorik in der Nachfolge des Horaz’schen ut pictura poesis.

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Eva Eßlinger / Heide Volkening / Cornelia Zumbusch (Hg.)
Die Farben der Prosa
Litterae Band 221
336 S., 9 Farbabb., geb.
58,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9851-5

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier: http://tinyurl.com/hau62t9

Zur Glaubwürdigkeit des Erzählens – Erinnerungsliteratur der 1990er Jahre

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Erinnerungen sind zutiefst unzuverlässig, erweisen sie sich doch immer wieder als verzerrt, lücken- und fehlerhaft. Verstärkt problematisiert wurde dies seit Beginn der 1990er Jahre nicht nur in verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen, sondern auch in Romanen und Erzählungen über die jüngere deutsche Vergangenheit. Inwiefern dort insbesondere die Strategie des unzuverlässigen Erzählens Verwendung findet, um die Unzuverlässigkeit von Erinnerungen an das ›Dritte Reich‹ und an die DDR zu inszenieren, zeigt die Arbeit Zwischen Irrtum und Lüge von Lisa Volpp in narratologischen Fallstudien zu Werken von Marcel Beyer, Maxim Biller, Christoph Hein, Kerstin Hensel und W.G. Sebald. Dabei werden die vielfältigen Formen und Funktionen des unzuverlässigen Erzählens im Kontext des Erinnerns systematisch erschlossen.

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Lisa Volpp, geb. 1980. Studium der Neueren deutschen Literaturgeschichte, Wissenschaftlichen Politik und Medienwissenschaft in Freiburg i.Br., Basel (Schweiz) und Montréal (Kanada), Promotion 2014 in Heidelberg mit vorliegender Arbeit. Derzeit Literaturagentin in Frankfurt a.M.

Lisa Volpp
Zwischen Irrtum und Lüge
Unzuverlässiges Erzählen in der deutschsprachigen
Erinnerungsliteratur der 1990er Jahre
340 S., Pb., 52,00 € (D)
ISBN 978-3-7930-9850-8